Am 29. und 30. Mai 2026 fand im Markhof Wien der erste KAPA-Kongress statt. Im Fokus standen kink- und poly-aware Professionalität, Weiterbildung und Qualitätssicherung.
105 Fachleute kamen im Markhof Wien zum ersten KAPA-Kongress zusammen. Themen: Kink, Poly, CNM/ENM, Therapie, Medizin und Weiterbildung.
Wien war am 29. und 30. Mai 2026 Schauplatz eines ungewöhnlich spezialisierten Fachkongresses: Die Kink Aware & Poly Aware Professionals Association, kurz KAPA, hielt im Markhof Wien ihren ersten KAPA-Kongress ab. Nach Angaben der Organisation kamen 105 interdisziplinäre Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum zusammen; die Veranstaltung wurde zusätzlich hybrid in den D-A-CH-Raum übertragen.
Der Kongress ordnete Themen rund um Kink, Polyamorie, CNM/ENM, Sexualmedizin, Psychotherapie, Beratung, Bildung und Weiterbildung ausdrücklich als Fachthemen ein. KAPA verbindet damit den Anspruch, Professionals zu vernetzen und weiterzubilden, die in ihrer Arbeit mit alternativen Sexualitäten und modernen Beziehungsformen zu tun haben.
Die zentrale Zahl der Veranstaltung ist klar: KAPA berichtet von 105 Fachleuten, die beim ersten Kongress im Markhof Wien teilnahmen. Genannt werden Professionen aus Psychotherapie, Medizin, Sexologie, Sozialpädagogik und Beratung. Damit war die Veranstaltung nicht als Publikumsmesse angelegt, sondern als Fachkongress für Personen, die beruflich mit Begleitung, Therapie, Beratung, Medizin oder Bildung befasst sind.
Organisiert wurde der Kongress nach KAPA-Angaben von Präsidentin Ing. Natascha Ditha Berger, MSc, und Vizepräsident Dr. Martin Gostentschnig. Die OTS-Angaben nennen außerdem zwei Tage mit Vorträgen von mehr als 20 Speakern sowie eine Podiumsdiskussion. Auf der offiziellen Kongressseite fasst KAPA das Format mit zwei Tagen, acht Blöcken und dem Motto „einfach unkonventionell“ zusammen.
Als Veranstaltungsort wurde der Markhof in Wien gewählt. Der Markhof beschreibt sich auf seiner Website als Event- und Seminarzentrum in 1030 Wien; für den KAPA-Kongress ist vor allem relevant, dass KAPA den Ort ausdrücklich als physischen Treffpunkt der Fachleute nennt. Die hybride Übertragung erweiterte die Reichweite in den deutschsprachigen Raum.
Der D-A-CH-Bezug ist in der KAPA-Kommunikation wichtig, weil die Organisation ihr Netzwerk für Österreich, Deutschland und die Schweiz beschreibt. Dadurch wird der Kongress nicht nur als Wiener Ereignis erzählt, sondern als Vernetzungspunkt für Professionals, die in ähnlichen fachlichen Fragen arbeiten, aber nicht zwingend am selben Standort tätig sind.
Der Begriff „kink-aware“ bezeichnet im Kontext von KAPA eine professionelle Haltung, die alternative Sexualitäten nicht vorschnell pathologisiert oder moralisch bewertet. Für Therapie, Medizin und Beratung kann diese Unterscheidung relevant sein, weil Klient:innen oder Patient:innen ihre Themen nur dann offen ansprechen können, wenn sie eine sachliche und informierte Gesprächssituation erwarten.
„Poly-aware“ bezieht sich entsprechend auf moderne Beziehungsformen, insbesondere Polyamorie und einvernehmliche Nicht-Monogamie. In den OTS-Stichwörtern erscheinen auch CNM und ENM: CNM steht für consensual non-monogamy, ENM für ethical non-monogamy. Beide Begriffe betonen, dass es um einvernehmliche Beziehungsmodelle geht, nicht um heimliche Untreue oder beliebige Beziehungskonflikte.
Wichtig ist dabei die fachliche Trennung: Der Kongress macht aus diesen Themen keine Lifestyle-Behauptung für alle, sondern ordnet sie als Arbeitsfeld für Professionals ein. KAPA nennt als Zielgruppe Expert:innen und Fachpersonen, die sich qualifizieren, vernetzen und in ihrer Arbeit Qualitätsstandards berücksichtigen wollen.
Die offizielle Kongressseite beschreibt ein Programm, das von kink-kompetenter Therapie über feministische Sexualmedizin und Neurobiologie der Sexualität bis zu forensischen Fragen rund um BDSM-Verletzungen reichte. Auch Konsenskultur wird als Programmpunkt genannt. Damit deckte der Kongress sowohl therapeutische als auch medizinische, sozialpsychologische und rechtlich-praktische Perspektiven ab.
Als Beispiele für Vortragende nennt KAPA unter anderem Dr. Johanna Degen, Dr. Stephanie Kossow und Alexandra Bahr. Die Namen sind für die Einordnung deshalb relevant, weil die Veranstaltung nicht nur mit einem einzelnen Vortrag arbeitete, sondern mit mehreren fachlichen Slots und einer Podiumsdiskussion. Der Artikel übernimmt daraus keine Bewertung der Beiträge; belegbar ist, dass KAPA diese Personen und Themen auf der Kongressseite aufführt.
Der Programmbogen erklärt auch, warum die Veranstaltung mehrere Berufsgruppen zusammenbrachte. Eine psychotherapeutische Frage kann eine andere Perspektive brauchen als eine sexualmedizinische, sozialpädagogische oder forensische Frage. Genau diese Schnittstellen scheinen im Kongressformat angelegt gewesen zu sein.
Die Veranstaltungsankündigung rahmt den Kongress bewusst über Wien: genannt werden Sigmund Freud und Leopold von Sacher-Masoch. KAPA stellt die Stadt damit als Ort dar, an dem Auseinandersetzungen mit Sexualität, Begehren und gesellschaftlichen Normen historisch besonders präsent sind. Der Artikel muss diese Rahmung nicht weiter historisieren, um sie einzuordnen: Entscheidend ist, dass KAPA den Austragungsort selbst als Teil der Erzählung nutzt.
Der Titel der ursprünglichen KAPA-Veröffentlichung fragt zugespitzt: „Wo sonst sollte der erste Kink Aware Professionals Kongress stattfinden?“ Diese Formulierung ist werblich, aber sie erklärt den Ton der Veröffentlichung. Für eine journalistische Langfassung ist relevanter, was danach konkret genannt wird: Datum, Ort, Zahl der Fachleute, Berufsgruppen, Hybrid-Übertragung, Programmfelder und Kontakt zur Organisation.
KAPA verweist auf der offiziellen Kongressseite auf Holvoet et al. 2017 und nennt bis zu 69 Prozent der Bevölkerung mit BDSM-Fantasien oder -Erfahrungen. Eine solche Zahl klingt auffällig, braucht aber eine vorsichtige Lesart. Die in PubMed auffindbare Studie und eine systematische Übersicht in PubMed Central unterscheiden zwischen Fantasien, Interesse, einmaligen Aktivitäten und Selbstidentifikation als BDSM-Praktizierende.
Die PubMed-Central-Übersicht berichtet zu Holvoet et al., dass 69 Prozent der untersuchten allgemeinen Bevölkerung Fantasien zu BDSM-bezogenen Aktivitäten angaben. In derselben Einordnung werden 46,8 Prozent für Interesse oder mindestens einmalige BDSM-bezogene Aktivitäten und 7,6 Prozent für Selbstidentifikation als BDSM-Praktizierende genannt. Für den KAPA-Kongress bedeutet das: Die Zahl eignet sich als Hinweis auf gesellschaftliche Relevanz, aber nicht als einfache Aussage darüber, wie viele Menschen sich selbst einer Szene zurechnen.
Diese Differenzierung passt zum fachlichen Charakter der Veranstaltung. Wenn KAPA von Professionalität, Weiterbildung und Qualitätssicherung spricht, geht es nicht darum, eine Zahl möglichst groß wirken zu lassen. Entscheidend ist, dass entsprechende Themen in Therapie, Medizin, Beratung oder Bildung vorkommen können und deshalb fachliche Sprache, Wissen und Sensibilität brauchen.
KAPA beschreibt sich auf der eigenen Website als deutschsprachiges Netzwerk für alternative Sexualität und moderne Beziehungsformen. Die Organisation richtet sich einerseits an Menschen, die Unterstützung suchen, und andererseits an Professionals, die Fortbildungen, Vernetzung und fachliche Angebote nutzen wollen. Diese Doppelrolle erklärt, warum der Kongress in der Kommunikation sowohl als Netzwerkereignis als auch als Weiterbildungskontext erscheint.
Im Kontaktblock wird KAPA als Verein für Therapie und Fortbildung zu alternativer Sexualität und Beziehungsformen bezeichnet. Genannt wird Ing. Natascha Ditha Berger, MSc, mit Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website. Für Rückfragen ist damit ein konkreter Organisationskontakt vorhanden; die Originalveröffentlichung muss dafür nicht verlinkt werden.
Der erste KAPA-Kongress fand am 29. und 30. Mai 2026 statt. Veranstaltungsort war der Markhof in Wien. Zusätzlich wurde das Format laut KAPA hybrid in den D-A-CH-Raum übertragen.
KAPA nennt 105 interdisziplinäre Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum. Genannt werden unter anderem Psychotherapie, Medizin, Sexologie, Sozialpädagogik und Beratung. Damit richtete sich der Kongress an Professionals, nicht an ein allgemeines Eventpublikum.
Die offizielle Kongressseite nennt kink-kompetente Therapie, feministische Sexualmedizin, Neurobiologie der Sexualität, Konsenskultur und forensische Fragen rund um BDSM-Verletzungen. Die Stichwörter führen außerdem Kink, Poly, CNM, ENM, Gesundheit, Medizin, Therapien, Bildung und Weiterbildung an.
Kink-aware meint hier eine fachlich informierte und nicht vorschnell wertende Haltung gegenüber Kink- und BDSM-bezogenen Themen. Für Professionals ist das relevant, wenn solche Themen in Therapie, Medizin, Beratung oder Bildung auftauchen. Der Begriff beschreibt keine Diagnose, sondern eine Kompetenzperspektive.
KAPA verweist im Einstieg auf Sigmund Freud und Leopold von Sacher-Masoch und stellt Wien damit als symbolischen Ort für die Beschäftigung mit Sexualität und Begehren dar. Belegt ist diese Rahmung als Teil der KAPA-Kommunikation. Die konkreten Veranstaltungsdaten bleiben aber Datum, Markhof Wien, 105 Fachleute und das Fachprogramm.
Weitere Informationen stehen auf der offiziellen KAPA-Kongressseite und auf der KAPA-Website. Für Veranstaltungsort-Informationen ist die Markhof-Website verlinkt. Für die wissenschaftliche Einordnung der Prävalenzzahlen ist die PubMed-Central-Übersicht hilfreich.