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Politik

Jugend in Not: Dringender Appell an die Regierung!

12. August 2025 um 10:39
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Der 12. August 2025 markiert einen entscheidenden Tag für die jungen Menschen Österreichs. Anlässlich des Tages der Jugend hat die Bundesjugendvertretung (BJV) einen eindringlichen Appell an die österreichische Regierung gerichtet. Die Forderung: Trotz Spardrucks müssen zukunftssichernde Investition

Der 12. August 2025 markiert einen entscheidenden Tag für die jungen Menschen Österreichs. Anlässlich des Tages der Jugend hat die Bundesjugendvertretung (BJV) einen eindringlichen Appell an die österreichische Regierung gerichtet. Die Forderung: Trotz Spardrucks müssen zukunftssichernde Investitionen in die Jugend priorisiert werden.

Ein dringender Weckruf für die Politik

Die BJV kritisiert, dass jugendrelevante Maßnahmen aus dem Regierungsprogramm bisher nur unzureichend umgesetzt wurden. Der Vorsitzende der BJV, Sebastian Stark, hebt hervor, dass die junge Generation bislang nur durch vereinzelte Maßnahmen unterstützt wurde, die in ihrer Reichweite nicht ausreichen. 'Die budgetäre Lage mag angespannt sein, aber das darf keine Ausrede sein, um die Zukunft der Jugend zu vernachlässigen', so Stark bei der heutigen Pressekonferenz.

Gesundheit und Bildung als zentrale Themen

Eine der Hauptforderungen betrifft die psychische Gesundheit junger Menschen. Nach dem tragischen Amoklauf in Graz wurde eine Aufstockung der Schulpsychologen-Stellen angekündigt, doch die BJV betont, dass dies nicht ausreicht. Ahmed Naief, ein weiterer Vorsitzender der BJV, erklärt: 'Viele junge Menschen sind psychisch stark belastet. Der Stress und die Zukunftsängste sind allgegenwärtig.' Um dem entgegenzuwirken, fordert die BJV mindestens einen Schulpsychologen pro 1.000 Schüler sowie eine flächendeckende Versorgung mit kassenfinanzierten Therapieplätzen.

Auch das Bildungssystem steht im Fokus der Kritik. Die BJV ruft dazu auf, den Unterricht stärker an der Lebensrealität junger Menschen auszurichten. Politische Bildung und der Umgang mit sozialen Medien kommen oft zu kurz, was die BJV als problematisch ansieht. 'Unsere Jugend muss auf eine aktive Rolle in der Demokratie vorbereitet werden', betont Stark.

Klimaschutz: Eine Frage der Priorität

Ein weiteres dringendes Thema ist der Klimaschutz. Die BJV fordert die rasche Umsetzung des Klimagesetzes, das klare Emissionsziele und unabhängige Kontrollen festlegen soll. 'Kinder und Jugendliche haben das Recht, in einer gesunden Umwelt aufzuwachsen', erklärt Lejla Visnjic von der BJV. Hierbei ist es entscheidend, dass das Klimagesetz nicht nur auf dem Papier existiert, sondern auch in der Praxis umgesetzt wird.

Ein Blick auf die Kinderrechte

Die BJV setzt sich stark für die Stärkung der Kinderrechte ein. Ein zentraler Punkt ist die Einführung einer Kindergrundsicherung, um Kinderarmut zu bekämpfen. 'Mehr als jedes fünfte Kind in Österreich ist von Armut betroffen oder bedroht', warnt Visnjic. Die Kindergrundsicherung sei ein entscheidender Schritt, um langfristige Nachteile für die betroffenen Kinder zu vermeiden.

Jugendliche als aktive Mitgestalter

Abschließend fordert die BJV, dass junge Menschen stärker in politische Prozesse eingebunden werden. Ein runder Tisch mit jugendrelevanten Institutionen könnte hier Abhilfe schaffen. 'Die Interessen der Jugend müssen ernst genommen werden, und sie sollten bei Entscheidungen, die sie betreffen, mit am Tisch sitzen', betont Naief.

Die BJV hofft, dass die Regierung diese Forderungen ernst nimmt und die notwendigen Schritte unternimmt, um die Zukunft der Jugend zu sichern. Weitere Informationen und die vollständige Analyse des Regierungsprogramms finden sich auf der Webseite der BJV: www.bjv.at.

Schlagworte

#Bildung#Bundesjugendvertretung#Gesundheit#Investitionen#Jugend#Kinderrechte#Klimaschutz

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