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SPÖ/Niederösterreich/Politik

Hergovich bestätigt – SPÖ hat guten Plan für NÖ 2028

30. Mai 2026
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Am 30. Mai 2026 wurde Sven Hergovich als Landesparteivorsitzender der SPÖ Niederösterreich mit 86,27 Prozent bestätigt. Der 37-jährige Purkersdorfer dankte unter großem Applaus und wurde für die ko...

Sven Hergovich wurde als Landesparteivorsitzender der SPÖ Niederösterreich mit 86,27 Prozent bestätigt. Der 37-jährige Purkersdorfer dankte unter großem Applaus und wurde für die kommenden vier Jahre gewählt.

Parteitag und Wahlergebnis

Nach Begrüßungsworten der Vösendorfer Bürgermeisterin Gabriele Scharrer führte Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander durchs Programm. Zwander bilanzierte: „Mit diesem klaren Votum für Sven Hergovich geht die SPÖ Niederösterreich mit neuer Kraft in Richtung Landtagswahl. Die Sozialdemokratie bietet mit Abstand die besten Antworten auf die großen Probleme unserer Zeit. Mit den heutigen, von Aufbruch und Einigkeit getragenen Entscheidungen können wir unsere inhaltliche Stärke nun noch besser zu den Menschen in Niederösterreich bringen. Die kommenden Monate bis zur Landtagswahl stehen somit ganz im Zeichen des Werbens für ein starkes, soziales und gerechtes Niederösterreich.“

Dringlichkeitsantrag: Erhalt aller Notarztstandorte

Breiten Raum nahm die Gesundheitsversorgung ein. Hergovich bekräftigte, dass es keine Verschlechterungen bei der Notarztversorgung geben darf. Der Landesparteitag beschloss einen Dringlichkeitsantrag zum Erhalt aller Notarztstandorte. Hergovich: „Kein Standort darf geschlossen werden, bevor es nicht mindestens einen gleichwertigen Ersatz gibt. So war es vereinbart. Wer jetzt Notarztstandorte ohne Ersatz zusperren will, bricht den Gesundheitspakt und setzt die Gesundheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher aufs Spiel. Unser Notarzt bleibt!“

Inhalte des "Plan für Niederösterreich"

Hergovich verwies auf den „Plan für Niederösterreich“ der SPÖ Niederösterreich, der laut Rede konkrete und finanzierbare Maßnahmen enthält. Genannt wurden unter anderem:

  • leistbares Wohnen
  • kostenlose Ganztagesbetreuung im Kindergarten
  • eine bessere Gesundheitsversorgung
  • niedrigere Energiepreise
  • mehr Perspektiven durch faire Arbeit

Zum Plan sagte Hergovich: „Hunderttausende Menschen stehen jeden Tag auf, um unser Land am Laufen zu halten. Für diese Menschen wollen und müssen wir Niederösterreich besser machen. Genau dafür haben wir konkrete und umsetzbare Vorschläge.“

Kritik, Sicherheitspolitik und persönliche Worte

Hergovich übte scharfe Kritik an der Gesundheits- und Sozialpolitik von ÖVP und FPÖ. Er verwies darauf, dass Patientinnen und Patienten auf Operationen warten müssten, Pflegekräfte unter Druck stünden und viele Menschen unter der Teuerung litten. Außerdem betonte er, die SPÖ Niederösterreich habe ein klares sicherheitspolitisches Profil; eine restriktive Migrationspolitik gehöre ebenso zum Wertekanon wie Bekenntnisse zur Integration und zu einer offenen Gesellschaft.

Emotional wurde es, als Hergovich einen Brief an seine Tochter Marie vorlas und seinen Wunsch nach einem gerechten, sicheren und menschlichen Niederösterreich für die nächste Generation formulierte: „Am Ende geht es nicht um Schlagzeilen und nicht um uns selbst. Es geht um die Menschen in unserem Land. Um Familien, die sich ein gutes Leben erarbeiten. Um Kinder, die eine faire Chance verdienen. Und um ein Niederösterreich, das zusammenhält und niemanden zurücklässt.“

Abschluss und Gratulanten

Zum Abschluss versprach Hergovich, gemeinsam mit dem neu gewählten Präsidium und Vorstand jeden Tag für ein gerechteres Niederösterreich zu kämpfen: „Dieser Weg ist kein Weg eines Einzelnen. Es ist unser gemeinsamer Weg.“

  • Elvira Schmidt (Landtagspräsidentin, am Vortag bestätigte Frauenvorsitzende)
  • AK-Präsident Markus Wieser
  • GVV-Präsident Andreas Kollross
  • PVÖ-Obmann Rupert Dworak
  • Landesrätin Eva Prischl
  • Klubobmann Hannes Weninger
  • Matthias Stadler (St. Pöltens Bürgermeister und Städtebundobmann)
  • Andreas Babler (Bundesparteivorsitzender), Markus Marterbauer (Finanzminister), Korinna Schumann (Sozialministerin), Ulrike Königsberger-Ludwig (Staatssekretärin) und Klaus Seltenheim (Bundesgeschäftsführer) brachten die Bundesperspektive ein

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