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HASCH UND PARTNER verstärkt sich: Neue Partner in Wien und Linz

26. März 2026 um 12:36
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Die österreichische Rechtsanwaltsbranche erlebt einen bedeutsamen Wandel: Während viele kleinere Kanzleien um ihre Existenz kämpfen, setzen etablierte Wirtschaftsrechtssozietäten auf strategisches ...

Die österreichische Rechtsanwaltsbranche erlebt einen bedeutsamen Wandel: Während viele kleinere Kanzleien um ihre Existenz kämpfen, setzen etablierte Wirtschaftsrechtssozietäten auf strategisches Wachstum. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert HASCH UND PARTNER, eine der renommiertesten Wirtschaftsrechtskanzleien Österreichs, die ihre Partnerstruktur an beiden Standorten Wien und Linz deutlich ausbaut. Die Verstärkungen erfolgen sowohl durch externe Expertise als auch durch die konsequente Förderung interner Talente – ein Ansatz, der in der heutigen Zeit des Fachkräftemangels besondere Bedeutung gewinnt.

Strategische Personalentscheidungen als Zeichen der Zeit

Die Entscheidung von HASCH UND PARTNER, zeitgleich mehrere neue Partner zu ernennen und bestehende Beteiligungen auszubauen, folgt einem klaren Muster, das derzeit in der österreichischen Anwaltsbranche zu beobachten ist. Während kleinere Kanzleien häufig mit Nachwuchsproblemen kämpfen, setzen größere Sozietäten auf eine Kombination aus externem Expertenzuwachs und interner Talententwicklung.

Mit Mag. Oliver Walther verstärkt ein ausgewiesener Arbeits- und Vergaberechtsexperte den Wiener Standort. Seine Laufbahn begann 2002 als Unternehmensjurist im Alcatel-Konzern, bevor er als Partner in einer anderen renommierten Wiener Wirtschaftskanzlei tätig war. Diese Art der Personalgewinnung – der Wechsel erfahrener Partner zwischen etablierten Kanzleien – ist charakteristisch für den österreichischen Rechtsanwaltsmarkt, wo sich die Top-Talente meist in einem überschaubaren Kreis bewegen.

Parallel dazu werden Mag. Alexander Milla und Mag. Onurcan Arslan zu Partnern ernannt – beide sind bereits seit Jahren erfolgreich für die Sozietät tätig. Diese Doppelstrategie aus externer Verstärkung und interner Förderung zeigt, wie moderne Kanzleien dem Fachkräftemangel begegnen: Sie entwickeln ihre eigenen Talente weiter und holen gleichzeitig externe Expertise ins Haus.

Arbeitsrecht und Vergaberecht: Wachstumsbereiche der Rechtsberatung

Die Spezialisierung von Mag. Oliver Walther auf Arbeitsrecht und Vergaberecht ist kein Zufall. Beide Rechtsbereiche erfahren in Österreich derzeit eine besonders hohe Nachfrage. Das Arbeitsrecht durchläuft aufgrund der Digitalisierung, neuer Arbeitsmodelle wie Homeoffice und der demografischen Entwicklung einen tiefgreifenden Wandel. Unternehmen benötigen zunehmend rechtliche Beratung bei der Gestaltung flexibler Arbeitsmodelle, der Umsetzung von Remote-Work-Regelungen und der Anpassung an neue EU-Richtlinien.

Das Vergaberecht, ein hochspezialisierter Rechtsbereich, der die öffentliche Auftragsvergabe regelt, gewinnt durch die Digitalisierung der Verwaltung und neue EU-Vergaberichtlinien an Komplexität. Österreichische Unternehmen, die sich um öffentliche Aufträge bewerben, sind auf spezialisierte rechtliche Beratung angewiesen, um die komplexen Verfahren erfolgreich zu durchlaufen. Die Vergabesummen in Österreich belaufen sich jährlich auf mehrere Milliarden Euro, was die Bedeutung dieses Rechtsbereichs unterstreicht.

Dr. Franz Guggenberger, geschäftsführender Partner in Wien, betont die strategische Bedeutung dieser Verstärkung: "Mit Oliver Walther konnten wir einen hochkarätigen Rechtsanwalt für unseren Wiener Standort gewinnen, der über umfassende Expertise und ein exzellentes Netzwerk verfügt. Von seiner Erfahrung in den Bereichen Arbeitsrecht und Vergaberecht werden unsere Mandanten nachhaltig profitieren."

Interne Talentförderung: Der Weg vom Anwärter zum Partner

Die Karrierewege von Mag. Alexander Milla und Mag. Onurcan Arslan verdeutlichen, wie erfolgreiche Nachwuchsförderung in modernen Anwaltskanzleien funktioniert. Milla ist bereits seit über sieben Jahren im Unternehmen und seit September 2022 als Rechtsanwalt zugelassen. Seine Spezialisierung auf Unternehmensgründung und -nachfolge, Umgründungsrecht, Mergers & Acquisitions (M&A) sowie Liegenschaftsrecht deckt zentrale Bereiche des Wirtschaftsrechts ab.

Umgründungsrecht beschäftigt sich mit der rechtlichen Gestaltung von Unternehmensumwandlungen, etwa wenn eine GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird oder Unternehmensteile ausgegliedert werden. Diese Rechtsmaterie ist besonders komplex, da steuerliche, gesellschaftsrechtliche und arbeitsrechtliche Aspekte berücksichtigt werden müssen. In Zeiten wirtschaftlichen Wandels und der Notwendigkeit zur Anpassung an neue Marktbedingungen ist diese Expertise besonders gefragt.

Mag. Onurcan Arslan konzentriert sich auf Restrukturierung und Insolvenzrecht, Prozessrecht sowie Baurecht. Das Insolvenzrecht hat in Österreich durch die COVID-19-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen eine neue Relevanz erhalten. Viele Unternehmen mussten Sanierungsverfahren durchlaufen oder stehen vor Restrukturierungsmaßnahmen. Gleichzeitig boomt der Bausektor in Österreich trotz steigender Zinsen, was die Nachfrage nach baurechtlicher Beratung anheizt.

Dr. Bernhard Steindl, Partner am Standort Wien, würdigt die Leistungen der beiden neuen Partner: "Alexander Milla und Onurcan Arslan haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur fachlich hervorragend sind, sondern auch unsere Kanzleiwerte leben. Ihre Beförderung zu Partnern ist eine logische Konsequenz ihrer außergewöhnlichen Leistungen und ihres Engagements."

Linz als strategischer Standort im Fokus

Auch am Standort Linz verstärkt HASCH UND PARTNER ihre Präsenz. Mag. Reinhard Kollros und Mag. Johannes Wolfgruber, MBA haben ihre Beteiligungen an der Kanzlei nach drei erfolgreichen Jahren der Partnerschaft ausgebaut. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung des oberösterreichischen Marktes für die Kanzlei und zeigt das langfristige Engagement der beiden Juristen.

Oberösterreich ist als Wirtschaftsstandort von herausragender Bedeutung für Österreich. Das Bundesland beheimatet zahlreiche internationale Konzerne und mittelständische Unternehmen, die auf spezialisierte Rechtsberatung angewiesen sind. Die Region um Linz entwickelt sich zunehmend zu einem Technologie-Hub, was neue rechtliche Herausforderungen mit sich bringt, etwa in den Bereichen Digitalisierung, Datenschutz und Innovation.

Mag. Johannes Wolfgruber, MBA ist hauptsächlich in den Bereichen Gesellschafts- und Unternehmensrecht, M&A, Vertragsrecht sowie Erbrecht tätig. Sein Spezialgebiet, das Privatstiftungsrecht, gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung. Privatstiftungen dienen der Vermögensplanung und -übertragung wohlhabender Familien und Unternehmer. Österreich hat sich durch sein attraktives Stiftungsrecht zu einem bevorzugten Standort für internationale Vermögensstrukturen entwickelt.

Das Privatstiftungsrecht ist ein hochkomplexer Rechtsbereich, der steuerliche, zivilrechtliche und internationale Aspekte umfasst. Eine Privatstiftung muss mindestens 70.000 Euro Stiftungskapital aufweisen und unterliegt strengen rechtlichen Bestimmungen. Die länderübergreifende Expertise von Wolfgruber ist besonders wertvoll, da viele österreichische Stiftungen internationale Bezüge aufweisen.

Mag. Reinhard Kollros konzentriert sich auf Immobilienrecht, Bauvertragsrecht, Gesellschafts- und Unternehmensrecht sowie Arbeitsrecht. Seine Spezialisierung auf die ganzheitliche Abwicklung wesentlicher Leitprojekte in Oberösterreich verdeutlicht die regionale Verwurzelung der Kanzlei. In Oberösterreich entstehen derzeit mehrere Großprojekte, von Industrieansiedlungen bis hin zu Infrastrukturprojekten, die komplexe rechtliche Beratung erfordern.

Vergleich mit der deutschen und schweizerischen Anwaltslandschaft

Die Entwicklung bei HASCH UND PARTNER spiegelt einen Trend wider, der auch in Deutschland und der Schweiz zu beobachten ist. Während in Deutschland die sogenannten "Big Law"-Kanzleien – große internationale Anwaltssozietäten – den Markt dominieren, setzt sich in Österreich ein gemischtes Modell durch. Mittelgroße, spezialisierte Wirtschaftskanzleien wie HASCH UND PARTNER positionieren sich zwischen den großen internationalen Playern und den kleineren Boutique-Kanzleien.

In der Schweiz ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten: Etablierte Kanzleien investieren in Wachstum und Spezialisierung, um ihre Position gegenüber internationalen Konkurrenten zu behaupten. Der Schweizer Markt ist jedoch durch höhere Honorare und eine noch stärkere Internationalisierung geprägt. Österreichische Kanzleien punkten dagegen mit ihrer Nähe zu den Märkten in Mittel- und Osteuropa.

DDr. Alexander Hasch, Gründer der Kanzlei und geschäftsführender Partner in Linz, sieht in der Verstärkung eine langfristige Investition: "Es freut mich sehr, dass wir mit Reinhard Kollros und Johannes Wolfgruber zwei fachlich hochqualifizierte Rechtsanwälte noch stärker in unserer Partnerstruktur verankern konnten. Gemeinsam ermöglicht uns dies auch am Standort Linz weiterhin kontinuierlich zu wachsen und unsere Mandanten bestmöglich zu betreuen."

Auswirkungen auf den österreichischen Rechtsanwaltsmarkt

Die Personalentscheidungen bei HASCH UND PARTNER haben weitreichende Auswirkungen auf den österreichischen Rechtsanwaltsmarkt. Für Mandanten bedeutet die Verstärkung eine breitere Expertise und stabilere Betreuungsstrukturen. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb um Top-Talente in der Branche. Junge Juristen können von den erweiterten Karrieremöglichkeiten profitieren, während etablierte Anwälte unter Druck stehen, sich kontinuierlich weiterzubilden und zu spezialisieren.

Statistiken der Österreichischen Rechtsanwaltskammer zeigen, dass die Zahl der Rechtsanwälte in Österreich in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Gleichzeitig konzentriert sich das Wachstum auf die urbanen Zentren Wien, Graz, Linz und Salzburg. Kleinere Kanzleien in ländlichen Gebieten kämpfen häufig mit Nachwuchsproblemen, während große Sozietäten in den Städten expandieren.

Die Entwicklung bei HASCH UND PARTNER zeigt auch die zunehmende Bedeutung der Spezialisierung in der Rechtsberatung. Mandanten erwarten heute nicht nur juristisches Know-how, sondern auch branchenspezifische Expertise und internationale Erfahrung. Kanzleien, die diese Anforderungen erfüllen können, profitieren von der wachsenden Komplexität der Rechtslage und der Internationalisierung der Wirtschaft.

Internationale Vernetzung als Wettbewerbsvorteil

HASCH UND PARTNER verfügt bereits über ein etabliertes Netzwerk von Partnerkanzleien in Prag, Budweis, Bratislava, Zagreb und Novi Sad. Diese internationale Vernetzung wird durch die neuen Partner weiter gestärkt. Besonders im Bereich M&A und bei grenzüberschreitenden Transaktionen ist diese regionale Expertise ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Die Märkte in Mittel- und Osteuropa durchlaufen derzeit einen intensiven Transformationsprozess. EU-Erweiterungen, Digitalisierung und neue Compliance-Anforderungen schaffen kontinuierlich Bedarf für spezialisierte Rechtsberatung. Österreichische Kanzleien sind aufgrund ihrer geografischen Lage und historischen Verbindungen besonders gut positioniert, um diesen Markt zu bedienen.

Gleichzeitig verstärken internationale Großkanzleien ihre Präsenz in Wien und konkurrieren um dieselben Mandanten. Die Antwort darauf ist Spezialisierung und die Kombination aus lokaler Expertise und internationalem Netzwerk – genau der Ansatz, den HASCH UND PARTNER mit den aktuellen Personalentscheidungen verfolgt.

Zukunftsperspektiven und Marktentwicklung

Die strategischen Personalentscheidungen bei HASCH UND PARTNER fallen in eine Zeit des Umbruchs in der österreichischen Anwaltsbranche. Die Digitalisierung verändert sowohl die Art der rechtlichen Dienstleistungen als auch die Mandantenerwartungen. Legal Tech, künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse halten Einzug in die Kanzleien und verändern traditionelle Arbeitsweisen.

Für die kommenden Jahre ist zu erwarten, dass sich der Konsolidierungstrend in der Branche fortsetzen wird. Kleinere Kanzleien werden sich zusammenschließen oder von größeren übernommen werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig werden spezialisierte Boutique-Kanzleien in Nischenbereichen erfolgreich sein. HASCH UND PARTNER positioniert sich mit der aktuellen Verstärkung als mittelgroße, spezialisierte Vollservice-Kanzlei im Wirtschaftsrecht.

Die Nachfrage nach Rechtsberatung in den Kernbereichen der Kanzlei – Gesellschaftsrecht, M&A, Immobilienrecht, Arbeitsrecht und Vergaberecht – dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen. Die zunehmende Regulierung in allen Wirtschaftsbereichen, neue EU-Richtlinien und die Komplexität grenzüberschreitender Geschäfte schaffen kontinuierlich neuen Beratungsbedarf.

Besonders interessant wird die Entwicklung im Bereich der ESG-Compliance (Environmental, Social, Governance) werden. Neue Nachhaltigkeitsvorschriften und Berichtspflichten für Unternehmen schaffen einen wachsenden Markt für spezialisierte Rechtsberatung. Kanzleien, die sich frühzeitig in diesem Bereich positionieren, können von der steigenden Nachfrage profitieren.

Fazit: Strategisches Wachstum als Erfolgsmodell

Die Personalentscheidungen bei HASCH UND PARTNER zeigen exemplarisch, wie erfolgreiche Anwaltskanzleien in Österreich auf die Herausforderungen des Marktes reagieren. Die Kombination aus externer Expertise und interner Talentförderung, die Stärkung beider Standorte und die konsequente Spezialisierung auf Wachstumsbereiche des Wirtschaftsrechts bilden die Basis für nachhaltigen Erfolg.

Für Mandanten bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: stabilere Betreuungsstrukturen, breitere Expertise und die Gewissheit, auch bei komplexen, internationalen Mandaten kompetent beraten zu werden. Die österreichische Rechtsanwaltsbranche steht vor einem Wandel, und Kanzleien wie HASCH UND PARTNER zeigen, wie dieser erfolgreich gestaltet werden kann.

Die strategische Verstärkung ist mehr als nur eine Personalentscheidung – sie ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Wirtschaftsrechtsstandorts Österreich und ein Zeichen dafür, dass heimische Kanzleien durchaus in der Lage sind, mit internationalen Playern zu konkurrieren. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich diese Strategie bewährt und andere Kanzleien ähnliche Wege einschlagen werden.

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