Zurück
Politik

Greenpeace warnt: Verbrenner-Aus in Gefahr

16. Dezember 2025 um 17:43
Teilen:

Am 16. Dezember 2025 sorgt eine Entscheidung der EU-Kommission für Aufsehen: Der ursprünglich für 2035 geplante vollständige Zulassungsstopp für neue Autos mit Verbrennungsmotor wird abgeschwächt. Stattdessen soll der CO₂-Ausstoß von Neuwagen nur um 90 Prozent gesenkt werden. Diese Kehrtwende wird v

Am 16. Dezember 2025 sorgt eine Entscheidung der EU-Kommission für Aufsehen: Der ursprünglich für 2035 geplante vollständige Zulassungsstopp für neue Autos mit Verbrennungsmotor wird abgeschwächt. Stattdessen soll der CO₂-Ausstoß von Neuwagen nur um 90 Prozent gesenkt werden. Diese Kehrtwende wird von Greenpeace scharf kritisiert und als Rückschlag für den Klimaschutz in Europa gewertet. Besonders betroffen ist Österreich, wo der Verkehrssektor als einer der größten Verursacher von klimaschädlichen Emissionen gilt.

Die Bedeutung des Verbrenner-Verbots

Ein vollständiges Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 wurde als wichtiger Schritt im Kampf gegen den Klimawandel angesehen. Der Verkehrssektor trägt erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei, insbesondere in Österreich. Ein Verbot hätte die Investitionen in saubere Technologien gefördert und die Mobilitätswende beschleunigt. Nun droht diese Entwicklung ins Stocken zu geraten, was die Planungssicherheit der Autoindustrie und das Erreichen der Klimaziele gefährdet.

Historische Entwicklung und Vergleich

Die Diskussion um das Verbrenner-Aus ist nicht neu. Bereits 2019 einigte sich die EU auf einen Plan zur Reduzierung der CO₂-Emissionen von Neuwagen. Deutschland und die Schweiz verfolgen ähnliche Ziele, wobei Deutschland aufgrund seiner starken Autoindustrie eine zentrale Rolle spielt. In Österreich gibt es bereits Initiativen zur Förderung der Elektromobilität, jedoch hinkt die Umsetzung hinterher.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Österreichs Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Verkehr hoch. Während Norwegen als Vorreiter der Elektromobilität gilt, zeigen Studien, dass Österreich noch erheblichen Nachholbedarf hat. Die jüngste Entscheidung der EU könnte diesen Rückstand weiter vergrößern.

Konkrete Auswirkungen auf Bürger und Industrie

Die Abschwächung des Verbrenner-Verbots hat direkte Auswirkungen auf die Bürger. Die Preise für Elektrofahrzeuge könnten steigen, da die Nachfrage sinkt und die Innovationskraft der Hersteller gebremst wird. Dies könnte insbesondere für ländliche Gebiete in Österreich problematisch werden, wo die Infrastruktur für Elektromobilität noch unzureichend ist.

Für die Autoindustrie bedeutet dies Unsicherheit. Hersteller müssen ihre Strategien anpassen und könnten zögern, in neue Technologien zu investieren. Dies könnte langfristig Arbeitsplätze gefährden und die Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen Markt schwächen.

Zahlen und Fakten

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur ist der Verkehrssektor für etwa 30 Prozent der gesamten CO₂-Emissionen in der EU verantwortlich. In Österreich liegt dieser Anteil sogar noch höher. Eine Reduzierung um 90 Prozent bis 2035 ist zwar ein Fortschritt, reicht jedoch nicht aus, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Expertenstimmen und Zukunftsperspektive

Jasmin Duregger von Greenpeace Österreich fordert ein klares Nein von Umweltminister Norbert Totschnig zu den Plänen der EU. Sie betont, dass die EU-Kommission vor kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen einknickt, was die Mobilitätswende verteuert und verzögert.

In Zukunft könnte die EU-Kommission unter Druck geraten, ihre Klimapolitik zu überdenken. Eine stärkere Einbindung von erneuerbaren Energien und der Ausbau der Ladeinfrastruktur könnten helfen, die Ziele doch noch zu erreichen. Experten sind sich einig, dass ein Umdenken notwendig ist, um die Klimakrise zu bewältigen.

Fazit

Die Entscheidung der EU-Kommission stellt einen Rückschritt im Kampf gegen den Klimawandel dar. Österreich muss nun handeln, um die Mobilitätswende voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob die Politik den Mut aufbringt, die notwendigen Schritte zu unternehmen. Weitere Informationen finden Sie auf der Greenpeace-Pressemitteilung.

Schlagworte

#CO₂-Emissionen#EU-Kommission#Greenpeace#Klimaschutz#Mobilitätswende#Österreich#Verbrenner-Aus

Weitere Meldungen

OTS
Grüne

Grüne setzen auf Mobilität und Klimaschutz: Intensive Woche

20. März 2026
Lesen
OTS
FPÖ

Karner unter Beschuss: Teurer Expertenposten für Ex-DSN-Chef

20. März 2026
Lesen
OTS
FPÖ

FPÖ kritisiert Kathrin Gaál als Verbandsobfrau

20. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen