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GLOBAL 2000 warnt vor Rückschritt bei Energiewende

Umweltorganisation fordert mehr EU-Investitionen für grüne Transformation

17. März 2026
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Vor dem EU-Gipfel verlangt GLOBAL 2000 50% des EU-Budgets für Energiewende und kritisiert mögliche Schwächung des Emissionshandels.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 schlägt vor dem bevorstehenden EU-Gipfel Alarm: Europa drohe bei der Energiewende ins Stocken zu geraten, während die Abhängigkeit von fossilen Energien weiterhin bestehe. Die Organisation fordert mehr öffentliche Investitionen in die Energiewende und warnt gleichzeitig vor einer Schwächung des europäischen Emissionshandelssystems.

Investitionsoffensive für die Energiewende gefordert

"Europa braucht eine Investitionsoffensive für die Energiewende, um die desaströse Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden", erklärt Alexandra Strickner, Geschäftsführerin von GLOBAL 2000. Strickner betont, dass mehr öffentliche Investitionen in die Energiewende nötig seien, um Arbeitsplätze zu schaffen und Haushalten sowie der Wirtschaft eine verlässliche Energieversorgung zu sichern.

Nur 35 Prozent des EU-Budgets für grüne Transformation

Die aktuellen Planungen sehen vor, dass lediglich 35 Prozent der veranschlagten EU-Mittel für die Energiewende und die grüne Transformation insgesamt verwendet werden. Für GLOBAL 2000 ist das bei weitem nicht ausreichend. "Der Krieg im Nahen Osten zeigt erneut, wie verwundbar Europa ist", betont Strickner. "Damit wir uns schneller von fossilen Energien unabhängig machen können, fordern wir, dass 50 Prozent des Geldes im EU-Budget für den sozialen und ökologischen Umbau verwendet werden - u.a. für die Energiewende, den Ausbau von Öffis, Gebäudesanierung, Renaturierungsmaßnahmen".

Kritik an möglicher Schwächung des Emissionshandels

Besonders besorgt zeigt sich GLOBAL 2000 über Bestrebungen, das europäische Emissionshandelssystem (ETS) zu schwächen. "Der Emissionshandel schafft klare Anreize für Unternehmen, Emissionen zu senken und in saubere Technologien zu investieren", argumentiert Strickner. Gerade die Industrie benötige einen verlässlichen Rahmen für ihre Investitionsentscheidungen.

Die Geschäftsführerin warnt vor einem "Kahlschlag" beim Emissionshandel und bezeichnet entsprechende Überlegungen als "Kettensäge gegen Energiewende und Klimaschutz". Eine Abschwächung des Systems würde nach Ansicht der Organisation keine Probleme lösen, da die Energiepreise hauptsächlich wegen der Abhängigkeit von fossilen Importen steigen.

Appell an Bundeskanzler Stocker

Von Bundeskanzler Christian Stocker erwartet GLOBAL 2000 eine klare Positionierung beim EU-Rat. "Bundeskanzler Stocker muss beim EU-Rat Haltung zeigen und den Emissionshandel verteidigen", fordert Strickner.

Schlagworte

#Energiewende#EU-Politik#Klimaschutz#GLOBAL 2000#Emissionshandel#Österreich

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