Tafel Österreich erhält erste Bewilligung des neuen FASI-Fonds für Ernährung in sozialen Einrichtungen
Die Tafel Österreich startet am 1. August 2026 ein zweijähriges, gefördertes Projekt zur Sicherstellung gesunder Ernährung für mehr als 90.000 armutsbetroffene Menschen.
Die Tafel Österreich beginnt am 1. August 2026 ein gefördertes Projekt im Rahmen des neu eingerichteten "Fonds zur Armutsbekämpfung und Sozialen Innovation" (FASI). Laut Aussendung richtet sich das Projekt "Sicherstellung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung für armutsbetroffene Menschen in sozialen Einrichtungen" an mehr als 90.000 armutsbetroffene Menschen in über 180 sozialen Einrichtungen.
Der Fonds wurde vom Sozialministerium geschaffen; in der Meldung wird das BMASGPK als verantwortliche Stelle genannt. Das Projekt der Tafel Österreich ist nach Angaben der Organisation das erste bewilligte Vorhaben aus diesem Fonds und ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt.
Der Fonds zur Armutsbekämpfung und Sozialen Innovation (FASI) wurde laut Aussendung geschaffen, um die Lebensbedingungen armuts- und ausgrenzungsgefährdeter Menschen sowie vulnerabler Personengruppen zu verbessern. Explizit genannt werden als Fokusgruppen unter anderem Alleinerziehende, Mehrkind-Familien, Menschen, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, sowie Kinder und Jugendliche mit sozioökonomischen Benachteiligungen.
Gemäß der Mitteilung stehen in dem Fonds bis 2028 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Sozialministerin Korinna Schumann wird in der Aussendung mit einer Stellungnahme zitiert, in der sie die Bewilligung des Tafel-Projekts als "erstes bewilligtes Projekt aus diesem Fonds" beschreibt und den Fonds als "einen wichtigen Baustein einer modernen Sozialpolitik" bezeichnet.
Mit 01.08.2026 startet Die Tafel Österreich als "erster ausgewählter gemeinnütziger und mildtätiger Verein" ihr gefördertes Projekt zur Sicherstellung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung in sozialen Einrichtungen. Die Meldung nennt die geplante Zielgruppe ausdrücklich: mehr als 90.000 armutsbetroffene Menschen, davon mehr als 20% Kinder und Jugendliche, in über 180 sozialen Einrichtungen sollen von der kostenfreien Lebensmittelhilfe der Tafel profitieren.
In der Presseaussendung verweist Die Tafel Österreich zudem auf eine Verschiebung ihres Tätigkeitsschwerpunkts seit 2023 hin zur Umverteilung von Lebensmittelüberschüssen aus der Landwirtschaft und auf die verstärkte Versorgung sozialer Einrichtungen in ganz Österreich.
Das Projekt baut laut Aussendung auf dem bereits skalierten Tafelmodell auf und kombiniert dieses mit "innovativen, logistischen und digitalen Strukturen". Konkret genannt wird die Fortsetzung des Modells der HUB-Etablierung (Lager- und Verteilzentren) in allen neun Bundesländern sowie das bestehende System der digitalen Vernetzung von Warenspender:innen und karitativen Empfänger:innen über die sogenannte Tafel-Drehscheibe.
Die Meldung führt aus, dass es in Sozialen Einrichtungen oft an Strukturen, Personal und Know-how fehlt, um größere Mengen an Lebensmitteln, insbesondere frisches Obst und Gemüse, anzunehmen. Im Rahmen des geförderten, zweijährigen Projekts soll daher der Strukturaufbau für einen größeren Durchfluss von geretteten Lebensmitteln in sozialen Einrichtungen forciert werden.
Die Tafel Österreich beschreibt in ihrer Aussendung ein breites Netzwerk von Warenspender:innen, darunter Landwirt:innen, Erzeugergemeinschaften, Produzent:innen, (Groß-)händler:innen und Gemeinschaftsverpfleger wie Betriebsküchen. Über dieses Netzwerk sollen Lebensmittelüberschüsse aus der Landwirtschaft ebenso wie andere kostenfreie Lebensmittelspenden an karitative Einrichtungen verteilt werden.
Als Beispiele für karitative Empfängerorganisationen nennt die Organisation Mutter-Kind-Häuser, Frauenhäuser, Obdachlosenheime, Flüchtlingsherbergen und Tagesberatungsstellen. Die Tafel spricht in der Meldung davon, dass die Umverteilung dieser Lebensmittel einen Beitrag für die Sozialberatung der Einrichtungen darstellt.
Die Aussendung betont die Wirkungsorientierung des geförderten Vorhabens: Das zweijährige Projekt soll den Durchfluss geretteter Lebensmittel in soziale Einrichtungen vergrößern. Es wird darin darauf verwiesen, dass es weiterhin "viel mehr Bedarf an v. a. gesunder Lebensmittelhilfe" gebe und dass die Tafel weiterhin auf HUBs und digitale Vernetzung setzt.
Sozialministerin Korinna Schumann wird mit folgenden Worten zitiert: "Die Förderung der Tafel Österreich ist das erste bewilligte Projekt aus diesem Fonds und ein starkes Signal: Wir bekämpfen Armut, verhindern Lebensmittelverschwendung und stärken soziale Einrichtungen gleichzeitig. Ich freue mich, dass wir das aus dem Fonds zur Armutsbekämpfung und Sozialer Innovation realisieren können. Der Fonds ist ein wichtiger Baustein einer modernen Sozialpolitik. Bis 2028 stehen dafür insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Damit schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen für innovative Projekte und geben erfolgreichen Initiativen die Möglichkeit, ihre Wirkung nachhaltig zu entfalten."
Alexandra Gruber, Geschäftsführerin Die Tafel Österreich, wird in der Meldung mit der Aussage zitiert: "Gemeinsam mit unseren sozialen Einrichtungen soll durch das neue Projekt der soziale Mehrwert gerettener Lebensmittel maximiert werden – denn die umverteilten Lebensmittel von heute sind die Brücke für ein besseres Leben armutsbetroffener Menschen von morgen. Im gemeinsamen Tun werden wir die so wertvolle Arbeit karitativer Organisationen in der Armutsbekämpfung nachhaltig weiter stärken."
Der FASI ist laut Aussendung ein neu gegründeter Fonds des Sozialministeriums (BMASGPK), der Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen armutsgefährdeter und vulnerabler Gruppen fördern soll. In der Mitteilung wird genannt, dass für den Fonds bis 2028 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Als HUBs bezeichnet die Tafel Österreich Lager- und Verteilzentren, die in allen neun Bundesländern etabliert werden sollen. Die HUB-Struktur wird in der Meldung als Teil des Erfolgsmodells genannt, das auch im vorliegenden Projekt weiterhin eingesetzt werden soll.
Die Tafel-Drehscheibe wird in der Aussendung als System der kontinuierlichen, digitalen Vernetzung von Warenspender:innen und karitativen Empfänger:innen beschrieben. Dieses digitale Instrument wird genannt, um logistische Abläufe und die Verteilung von Lebensmittelspenden zu koordinieren.
Unter Warenspender:innen versteht die Tafel Österreich nach eigener Darstellung das breite Netzwerk vieler hundert Akteur:innen, darunter Landwirt:innen, Erzeugergemeinschaften, Produzent:innen, (Groß-)händler:innen und Gemeinschaftsverpfleger. Diese Akteur:innen liefern den Angaben zufolge Lebensmittelüberschüsse, die umverteilt werden.
In der Mitteilung werden als Beispiele für Partnerorganisationen Mutter-Kind-Häuser, Frauenhäuser, Obdachlosenheime, Flüchtlingsherbergen und Tagesberatungsstellen genannt. Über diese Einrichtungen soll die Tafel Österreich nach eigenen Angaben Menschen in absoluter Armut erreichen.
Die Aussendung beschreibt konkrete Bausteine, die im Rahmen des zweijährigen Projekts verfolgt werden sollen: Aufbau von Strukturen für einen größeren Durchfluss geretteter Lebensmittel, Etablierung von HUBs in allen neun Bundesländern und die Nutzung digitaler Vernetzung über die Tafel-Drehscheibe. Darüber hinaus wird in der Meldung hervorgehoben, dass es in Sozialen Einrichtungen oft an Kapazitäten fehlt, um insbesondere frische Lebensmittel anzunehmen, weshalb Know-how und Personalstärkung Teil der genannten Herausforderungen sind.
Laut Mitteilung soll das Projekt die Logistik und die digitale Vernetzung kombinieren, um mehr karitativen Organisationen kostenfreie Lebensmittelspenden zugänglich zu machen. Die Tafel verweist auf die seit 2023 angepasste Schwerpunktsetzung hin zur Umverteilung landwirtschaftlicher Überschüsse und zur Versorgung sozialer Einrichtungen.
Das Projekt der Tafel Österreich wird im Rahmen des vom Sozialministerium neu etablierten Fonds zur Armutsbekämpfung und Sozialen Innovation gefördert. In der Meldung wird das BMASGPK als Ministerium genannt, das den Fonds eingerichtet hat.
Die Tafel Österreich startet das geförderte Projekt am 1. August 2026. Die Aussendung beschreibt das Vorhaben als ein zweijähriges Projekt, das demnach voraussichtlich bis Mitte/Ende 2028 läuft.
Nach Angaben der Tafel Österreich sollen mehr als 90.000 armutsbetroffene Menschen von der kostenfreien Lebensmittelhilfe profitieren. Die Meldung ergänzt, dass darunter mehr als 20% Kinder und Jugendliche sind und dass die Unterstützung über mehr als 180 soziale Einrichtungen erfolgen soll.
Die Aussendung nennt als Ziel den Strukturaufbau für einen größeren Durchfluss geretteter Lebensmittel in sozialen Einrichtungen. Dabei wird insbesondere die Annahme von frischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse thematisiert, wofür in Einrichtungen oft Strukturen, Personal und Know-how fehlen.
Ja. In der Meldung heißt es, die Förderung der Tafel Österreich sei das erste bewilligte Projekt aus dem Fonds zur Armutsbekämpfung und Sozialer Innovation. Sozialministerin Korinna Schumann äußert sich in der Mitteilung, dass dies ein "starkes Signal" sei.
Die Tafel Österreich benennt ein breites Netzwerk von Warenspender:innen – von Landwirt:innen über Erzeugergemeinschaften und Produzent:innen bis zu (Groß-)händler:innen und Gemeinschaftsverpflegern. Die Meldung führt aus, dass über Partnerorganisationen wie Mutter-Kind-Häuser oder Obdachlosenheime zielgenau Menschen in absoluter Armut erreicht werden sollen.
Als Quellen der Meldung werden in der Aussendung Studien und Publikationen genannt: Nguyen, B.D.T., Grünhaus, Ch.: "Die Bedeutung von Tafeln für soziale Non Profit Organisationen am Beispiel der Tafel Österreich", ZGuG, 2025; sowie Glinsner, B., Dworsky, L., Schmitz, H., Millner, R.: "Wegweiser zur Skalierung sozialer Innovationen in Österreich", SI Plus – Kompetenzzentrum für soziale Innovationen der WU Wien, 2026.
Bildmaterial und Pressematerial werden laut Mitteilung unter presse.tafel-oesterreich.at angeboten. Weitere Informationen zur Organisation finden sich über die Website der Tafel Österreich: https://tafel-oesterreich.at
Kontakt (laut Aussendung): Die Tafel Österreich – Kontaktperson: Katja Fenkart; Telefon: +436706032962; E-Mail: katja.fenkart [at] tafel-oesterreich.at.