Ein Geschwisterpaar aus Tirol wird zum Symbol für die Schwächen des österreichischen Fremdenrechts: Joseph und Victoria Oshakuade droht die Abschiebung, obwohl sie als Musterbeispiele für gelungene...
Ein Geschwisterpaar aus Tirol wird zum Symbol für die Schwächen des österreichischen Fremdenrechts. Tausende Menschen haben bereits eine Petition für ihren Verbleib unterschrieben, während die Politik nach Lösungen sucht. Die Grünen nehmen den Fall nun zum Anlass, um grundlegende Reformen im Asylwesen zu fordern und erinnern SPÖ-Chef Andreas Babler an seine Wahlversprechen.
Der Fall der Geschwister Oshakuade aus Tirol bewegt derzeit nicht nur ihre unmittelbare Umgebung, sondern mobilisiert Menschen in ganz Österreich. Agnes Prammer, Menschenrechtssprecherin der Grünen, beschreibt Joseph und Victoria als Beispiele für gelungene Integration: Sie sind beim Roten Kreuz aktiv, engagieren sich für ältere Mitmenschen und geben Interviews sogar im Tiroler Dialekt.
Die Grünen fordern eine grundlegende Reform des Fremdenrechts. Prammer sagt: „Viele Asylsuchende, die sich in Österreich gut integriert haben, arbeiten, Deutsch lernen und Teil ihres Umfelds geworden sind, haben derzeit keine Möglichkeit, in ein reguläres Aufenthaltsverfahren zu wechseln. Das führt zu Situationen, die weder für die Betroffenen noch für die Gesellschaft sinnvoll sind.“
Prammer fordert, dass Politik Möglichkeiten schaffen müsse; sie nennt in diesem Zusammenhang Andreas Babler, der im Wahlkampf entsprechende Maßnahmen versprochen habe, und fordert, dass er gemeinsam mit Minister Karner Lösungen finden solle.
Tausende Menschen haben eine Petition für Joseph und Victoria Oshakuade unterschrieben, was nach Darstellung von Prammer das breite gesellschaftliche Unbehagen mit der derzeitigen Praxis widerspiegelt.
Der Fall der Geschwister Oshakuade wird von den Grünen als Beispiel dafür angeführt, dass das Fremdenrecht reformiert werden müsse, damit gut integrierte Personen bessere Perspektiven erhalten. Die Partei fordert die Politik auf, entsprechende Möglichkeiten zu schaffen.