Der Exportpreis 2026 im Gewerbe und Handwerk geht an mechatronic systemtechnik, HENN Industrial Group und htw molds. Die Preisträger zeigen, wie stark österreichisches Handwerk in Halbleitern, Mobilität und Formenbau international wirkt.
Am 28. Mai 2026 wurden die Exportpreise 2026 im Gewerbe und Handwerk vergeben: Die Auszeichnungen gehen nach Kärnten sowie zwei Mal nach Vorarlberg.
Gold: mechatronic systemtechnik gmbh (Kärnten). Das 1998 gegründete Unternehmen ist Teil des Accuron Industrial Technologies-Konzerns und erzielte zuletzt mit 148 Mitarbeitenden mehr als 33 Mio. Euro Gesamtumsatz. Es entwickelt, fertigt und vermarktet Systemlösungen für die Halbleiterindustrie, die die Ausschussraten minimieren. Von Österreich aus kommt das Unternehmen auf 91 Prozent Exportanteil, mit Hauptmärkten in Taiwan, China, Singapur, Malaysia, aber auch Deutschland, Philippinen oder USA.
Silber: HENN Industrial Group GmbH & Co KG (Dornbirn). Das eigentümergeführte Unternehmen konnte im abgelaufenen Jahr mit 124 Mitarbeitenden mehr als 94 Mio. Euro Gesamtumsatz erzielen. Der Anbieter von High‑Tech‑Kupplungen – etwa für emissionsfreie Mobilität – kommt auf 99 Prozent Exportanteil, vor allem nach Korea, China, Mexiko, Deutschland und in die USA.
Bronze: htw molds gmbh (Nüziders). Das eigentümergeführte Unternehmen kann auf mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich Spritzgussformen und Verschluss‑Systeme bauen und erreichte zuletzt mit 36 Mitarbeitenden rund 6 Mio. Euro Gesamtumsatz in Österreich. Die Exporte in mehr als 50 Länder weltweit erreichen einen Anteil von 95 Prozent. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Österreich und ist mit Energierückgewinnung, Photovoltaik und Hallenkühlung über das Grundwasser besonders energieeffizient ausgerichtet.
Die Auszeichnungen wurden am Donnerstag, 28. Mai 2026 im Rahmen der Exporters' Nite 26 in der Wirtschaftskammer Österreich vergeben.
„Herzlichen Glückwunsch den Exportpreisträgern 2026: Sie leben vor, wie aus dem Gewerbe und Handwerk in Österreich echte Global Player wachsen können“, sagt Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich: „Mit innovativen Produkten lassen sich auch unter schwierigen Marktbedingungen weltweite Erfolge erzielen. Und, das ist besonders erfreulich, sogar mit nachhaltiger und energieeffizienter Produktion ‚Made in Austria‘!“ (PWK247/HSP)
Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, Originalmeldung:
Gewerbe und Handwerk klingt im ersten Moment nach lokalen Werkstätten, regionalen Dienstleistungen und klassischer Produktion. Die Exportpreis-Preisträger 2026 zeigen jedoch eine andere Seite: Aus handwerklicher Präzision, technischem Spezialwissen und industrieller Nische können globale Geschäftsmodelle entstehen. Genau deshalb sind mechatronic systemtechnik, HENN Industrial Group und htw molds interessant.
Alle drei Unternehmen arbeiten in Feldern, in denen Qualität, Genauigkeit und Verlässlichkeit entscheidend sind. Die mechatronic systemtechnik gmbh entwickelt Systemlösungen für die Halbleiterindustrie. HENN liefert High-Tech-Kupplungen, unter anderem für emissionsfreie Mobilität. htw molds ist auf Spritzgussformen und Verschluss-Systeme spezialisiert. Das ist Handwerk im modernen Sinn: tiefes Material-, Prozess- und Konstruktionswissen, das international gebraucht wird.
Gold ging an mechatronic systemtechnik aus Kärnten. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet, ist Teil des Accuron Industrial Technologies-Konzerns und erzielte zuletzt mit 148 Mitarbeitenden mehr als 33 Millionen Euro Gesamtumsatz. Besonders auffällig ist der Exportanteil von 91 Prozent. Zu den Hauptmärkten zählen laut WKÖ Taiwan, China, Singapur, Malaysia, Deutschland, die Philippinen und die USA.
Die Halbleiterindustrie ist global extrem anspruchsvoll. Wer dort Systemlösungen liefert, muss präzise, stabil und technologisch anschlussfähig arbeiten. Ausschussraten zu minimieren ist in diesem Umfeld nicht nur eine Effizienzfrage, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Dass ein Kärntner Unternehmen in dieser Nische international stark ist, zeigt, wie relevant spezialisierte österreichische Betriebe für globale Technologieketten sein können.
Silber erhielt die HENN Industrial Group aus Dornbirn. Das eigentümergeführte Unternehmen erzielte zuletzt mit 124 Mitarbeitenden mehr als 94 Millionen Euro Gesamtumsatz und kommt laut WKÖ auf 99 Prozent Exportanteil. Die Hauptmärkte liegen unter anderem in Korea, China, Mexiko, Deutschland und den USA. HENN arbeitet mit High-Tech-Kupplungen, auch für emissionsfreie Mobilität.
Das zeigt, wie eng Gewerbe und Handwerk inzwischen mit globalen Mobilitäts- und Industriewenden verbunden sind. Wenn Fahrzeuge, Maschinen und Energiesysteme effizienter, sauberer und robuster werden sollen, braucht es präzise Komponenten. Solche Bauteile stehen selten im Rampenlicht, sind aber für Funktion und Zuverlässigkeit entscheidend.
Bronze ging an htw molds aus Nüziders. Das Unternehmen hat mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich Spritzgussformen und Verschluss-Systeme, beschäftigt 36 Mitarbeitende und erzielte zuletzt rund 6 Millionen Euro Umsatz in Österreich. Die Exporte gehen laut WKÖ in mehr als 50 Länder und erreichen einen Anteil von 95 Prozent.
Bemerkenswert ist zudem die Produktion ausschließlich in Österreich und die Ausrichtung auf Energieeffizienz. Genannt werden Energierückgewinnung, Photovoltaik und Hallenkühlung über Grundwasser. Das zeigt, dass Exporterfolg und nachhaltigere Produktion kein Widerspruch sein müssen. Gerade im Formenbau kann Effizienz ein wichtiges Argument gegenüber internationaler Kundschaft sein.
Alle drei Preisträger zeigen, wie wichtig spezialisierte Zuliefer-Nischen für Österreich sind. Sie produzieren keine Massenware für anonyme Märkte, sondern Lösungen, die in größeren internationalen Wertschöpfungsketten gebraucht werden. Wer hier verlässlich liefert, wird für globale Kunden schwer austauschbar.
Solche Unternehmen wachsen oft leiser als große Marken. Ihre Produkte sind in Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen oder Produktionsprozessen verborgen. Trotzdem können sie entscheidend sein, weil ohne präzise Komponenten, Formen oder Systemlösungen ganze Produktionsketten langsamer, teurer oder fehleranfälliger würden.
Der Exportpreis der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zeichnet Unternehmen aus, die sich international besonders erfolgreich behaupten. 2026 wurden laut WKÖ 22 Betriebe in sechs Haupt- und zwei Sonderkategorien prämiert. Die Kategorie Gewerbe und Handwerk macht sichtbar, dass exportfähige Innovation nicht nur aus großen Industriekonzernen kommt.
Für kleinere und mittlere Spezialisten ist Sichtbarkeit wichtig. Viele arbeiten in Nischen, die der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sind. Eine Auszeichnung kann helfen, Referenzen aufzubauen, Fachkräfte anzusprechen und internationale Partner auf die eigene Kompetenz aufmerksam zu machen. Genau das macht den Preis über die eigentliche Ehrung hinaus wertvoll.
Gold ging an die mechatronic systemtechnik gmbh aus Kärnten, die Systemlösungen für die Halbleiterindustrie entwickelt, fertigt und vermarktet.
Silber erhielt die HENN Industrial Group GmbH & Co KG aus Dornbirn, Bronze ging an htw molds gmbh aus Nüziders.
Hohe Exportanteile zeigen, dass ein Unternehmen mit seinen Produkten oder Leistungen international nachgefragt wird. Bei den drei Preisträgern liegen die Exportanteile zwischen 91 und 99 Prozent.
Sie zeigt, dass modernes Gewerbe und Handwerk oft Hightech, Präzision und internationale Nischenkompetenz verbindet. Handwerk ist hier nicht nur lokal, sondern global relevant.