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EVN verkauft WTE Wassertechnik um 100 Millionen Euro

Niederösterreichischer Energiekonzern fokussiert sich auf Kerngeschäft

3. März 2026
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Der österreichische Energiekonzern EVN hat den Verkauf seiner Wassertechnik-Tochter WTE an STRABAG für 100 Millionen Euro abgeschlossen.

Der niederösterreichische Energiekonzern EVN AG hat den Verkauf seiner Wassertechnik-Tochter WTE Wassertechnik GmbH an das österreichische Bauunternehmen STRABAG erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion im Wert von 100 Millionen Euro wurde bereits im März 2026 finalisiert, nachdem alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen von Dritten erhalten worden waren.

Strategischer Verkauf zur Fokussierung auf Kerngeschäft

Die Vereinbarung zwischen EVN und STRABAG über den Verkauf aller Anteile an der WTE Wassertechnik GmbH wurde bereits im Dezember 2024 getroffen. Die formelle Unterzeichnung der Transaktionsdokumente erfolgte im Juni 2025. Das nun abgeschlossene Geschäft umfasst wesentliche Teile des europäischen Geschäfts sowie die Geschäftstätigkeiten von WTE im Nahen Osten.

Mit diesem Verkauf setzt EVN konsequent seine Strategie 2030 um, die eine stärkere Konzentration auf das Kerngeschäft vorsieht. Die WTE Wassertechnik GmbH bündelte bisher bedeutende Teile des internationalen Projektgeschäfts von EVN, insbesondere im Bereich der Wassertechnik und -aufbereitung.

WTE Wassertechnik: Ein wichtiger Baustein der Wasserwirtschaft

Die WTE Wassertechnik GmbH hat sich in den vergangenen Jahren als bedeutender Akteur im Bereich der Wasseraufbereitung und -technik etabliert. Das Unternehmen war Teil der EVN-Gruppe und spielte eine wichtige Rolle in der internationalen Expansion des österreichischen Energiekonzerns. Mit Projekten in Europa und dem Nahen Osten konnte WTE wertvolle Expertise in der Wasserwirtschaft aufbauen.

Die Wassertechnik-Sparte umfasst verschiedene Bereiche wie die Trinkwasseraufbereitung, Abwasserreinigung und industrielle Wassertechnik. Diese Geschäftsfelder werden nun unter dem Dach von STRABAG weitergeführt, einem der führenden europäischen Baukonzerne mit Hauptsitz in Österreich.

STRABAG erweitert Portfolio um Wassertechnik

Für STRABAG stellt die Übernahme der WTE Wassertechnik eine strategische Erweiterung des Geschäftsportfolios dar. Der Baukonzern kann damit seine Kompetenzen im Bereich der Infrastruktur und Umwelttechnik weiter ausbauen. Die Wasserwirtschaft gilt als zukunftsträchtiger Bereich, insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels und wachsender Umweltanforderungen.

Die Integration der WTE in die STRABAG-Gruppe soll es ermöglichen, Synergien zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen zu nutzen und das Angebot für Kunden zu erweitern. Besonders im Bereich großer Infrastrukturprojekte können die Kompetenzen der Wassertechnik mit den Bauaktivitäten von STRABAG kombiniert werden.

EVN konzentriert sich auf Energiegeschäft

Der Verkauf von WTE ist Teil der strategischen Neuausrichtung von EVN, die im Rahmen der Strategie 2030 definiert wurde. Der Energiekonzern möchte sich verstärkt auf sein Kerngeschäft in den Bereichen Strom- und Gasversorgung, erneuerbare Energien sowie Netz- und Umweltdienstleistungen konzentrieren.

Diese Fokussierung soll es EVN ermöglichen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Wettbewerbsposition in den Kernmärkten zu stärken. Gleichzeitig generiert der Verkaufserlös von 100 Millionen Euro zusätzliche Liquidität, die für Investitionen in das Kerngeschäft genutzt werden kann.

Bedeutung für den österreichischen Markt

Die Transaktion zwischen EVN und STRABAG ist auch ein Beispiel für die Dynamik am österreichischen Markt für Umwelt- und Infrastrukturtechnik. Beide Unternehmen haben ihre Wurzeln in Österreich und sind wichtige Akteure in der heimischen Wirtschaft.

EVN mit Sitz in Maria Enzersdorf bei Wien ist einer der führenden Energieversorger in Österreich und den angrenzenden Regionen. Das Unternehmen ist an der Wiener Börse notiert und Teil des ATX-Index. STRABAG hingegen ist eines der größten Bauunternehmen Europas und ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber in Österreich.

Ausblick und weitere Entwicklungen

Mit dem Abschluss der Transaktion können beide Unternehmen ihre jeweiligen Strategien weiterverfolgen. EVN wird die gewonnenen Mittel voraussichtlich in den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Modernisierung der Netzinfrastruktur investieren. Dies entspricht den aktuellen Trends in der Energiebranche und den klimapolitischen Zielen Österreichs.

Für STRABAG eröffnet die Übernahme neue Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere in internationalen Märkten. Die Wassertechnik-Expertise von WTE kann bei großen Infrastrukturprojekten einen Wettbewerbsvorteil darstellen und neue Aufträge generieren.

Die erfolgreiche Abwicklung der Transaktion zeigt auch, dass trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen strategische Unternehmenstransaktionen in Österreich weiterhin realisiert werden können. Beide Unternehmen haben betont, dass alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten wurden und die Integration reibungslos verlaufen soll.

Fazit

Der Verkauf von WTE Wassertechnik durch EVN an STRABAG für 100 Millionen Euro markiert einen wichtigen Schritt in der strategischen Neuausrichtung beider Unternehmen. Während EVN seine Konzentration auf das Energiegeschäft verstärkt, erweitert STRABAG sein Portfolio um zukunftsträchtige Wassertechnik-Kompetenzen. Die Transaktion unterstreicht die Bedeutung strategischer Portfoliooptimierung in der sich wandelnden Wirtschaftslandschaft und zeigt die Dynamik des österreichischen Marktes für Infrastruktur- und Umwelttechnologie auf.

Schlagworte

#EVN#STRABAG#WTE#Wassertechnik#Unternehmensverkauf#EQS

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