Einsamkeit entwickelt sich laut ÖBVP zu einer zentralen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderung. Der Verband fordert eine stärkere gesundheitspolitische Verankerung von Maßnahmen zu...
Einsamkeit entwickelt sich laut ÖBVP zu einer zentralen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderung. Der Verband fordert eine stärkere gesundheitspolitische Verankerung von Maßnahmen zur Prävention und Reduktion von Einsamkeit sowie den Ausbau niederschwelliger psychotherapeutischer Angebote. Beim Austrian Health Forum in Schladming thematisierte ÖBVP-Präsidentin Barbara Haid den »Teufelskreis der Einsamkeit« in einem Workshop.
Der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) beschreibt Einsamkeit psychotherapeutisch als das subjektive Erleben mangelnder Verbundenheit und Zugehörigkeit. Entscheidend sei nicht die Anzahl zwischenmenschlicher Kontakte, sondern deren Qualität sowie das individuelle Erleben von Nähe, Sicherheit und sozialer Einbindung. Barbara Haid betont: „Der Mensch ist auf Beziehung und soziale Verbundenheit angewiesen. Das ist seine conditio humana.“
Der ÖBVP sieht Psychotherapie als wichtigen Beitrag, belastende Denk- und Beziehungsmuster zu reflektieren und neue Formen von Verbundenheit zu ermöglichen. Wolfgang Schimböck, Vizepräsident des ÖBVP, sagt: „Psychische Gesundheit entsteht nicht losgelöst vom sozialen Umfeld. Prävention, soziale Teilhabe und eine gut ausgebaute psychotherapeutische Versorgung sind wesentliche Voraussetzungen, um Einsamkeit wirksam zu begegnen und gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken.“
Der Verband spricht sich zudem für eine verstärkte öffentliche Sensibilisierung für Einsamkeit und den weiteren Ausbau psychotherapeutischer Versorgungsstrukturen aus. Quelle: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie
Kontakt: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie, Fabienne Patek, MSc · Telefon: +43 676 306 59 41 · E-Mail: [email protected] · https://www.psychotherapie.at/