Der österreichische Immobilienmarkt zeigt wieder Bewegung: Nach Jahren der Stagnation steigen die Preise für Eigentumswohnungen moderat, während die Nachfrage bereits das zweite Jahr in Folge deutlich anzieht.
Der österreichische Immobilienmarkt zeigt wieder Bewegung: Nach Jahren der Stagnation steigen die Preise für Eigentumswohnungen moderat, während die Nachfrage bereits das zweite Jahr in Folge deutlich anzieht. Eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24 zeigt, dass der durchschnittliche Quadratmeterpreis von 5.810 Euro im Jahr 2024 auf 6.041 Euro im Jahr 2025 gestiegen ist – ein Plus von vier Prozent. Gleichzeitig verzeichnet die Plattform eine um 17 Prozent gestiegene Nachfrage.
Im Burgenland legte der Durchschnittspreis innerhalb eines Jahres um 33 Prozent zu – von 3.909 Euro auf 5.198 Euro pro Quadratmeter. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet damit im Schnitt 363.860 Euro. Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich, führt die Entwicklung unter anderem auf die Fertigstellung von Neubauprojekten zurück: "Der Quadratmeterpreis von rund 5.000 Euro entspricht dem Preisniveau von aktuellen Neubauwohnungen".
Tirol liegt mit 7.043 Euro pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von Vorarlberg mit 6.901 Euro und Wien mit 6.636 Euro. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet in Tirol durchschnittlich 493.010 Euro, in Vorarlberg 483.070 Euro und in Wien 464.520 Euro.
Am günstigsten sind Eigentumswohnungen in der Steiermark mit 4.331 Euro pro Quadratmeter; eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet dort im Schnitt 303.170 Euro. Niederösterreich liegt bei 4.673 Euro pro Quadratmeter (327.110 Euro für 70 Quadratmeter) und Oberösterreich bei 4.721 Euro pro Quadratmeter (330.470 Euro).
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist in fast allen Bundesländern gestiegen. Besonders stark fiel der Anstieg in Wien und der Steiermark mit jeweils 21 Prozent aus. Auch Vorarlberg (plus 20 Prozent) und Tirol (plus 18 Prozent) verzeichneten Zuwächse. In Niederösterreich und Salzburg stieg die Nachfrage um jeweils zwölf Prozent, in Kärnten um acht Prozent. Rückgänge gab es im Burgenland mit minus acht Prozent sowie in Oberösterreich mit minus ein Prozent.
Die Analyse basiert auf rund 193.659 Datenpunkten für Eigentumswohnungen aus den Jahren 2024 und 2025 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote. Als Berechnungsmethode wurde der Median gewählt, der weniger anfällig für Verzerrungen durch extreme Ausreißer ist.