Am Weltbienentag hat Bauernbund-Nationalrätin Martina Diesner-Wais Landesrätin Rosenkranz kritisiert und fordert rasches Handeln gegen Schäden durch Biber und Fischotter in Niederösterreich.
Am Weltbienentag hat Bauernbund-Nationalrätin Martina Diesner-Wais Landesrätin Rosenkranz kritisiert und fordert rasches Handeln gegen Schäden durch Biber und Fischotter in Niederösterreich.
„Anlässlich des Weltbienentags im Mai hat Landesrätin Rosenkranz erneut den Tierschutz in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig stellt sich für viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Grundeigentümer sowie bäuerliche Betriebe in Niederösterreich eine andere Frage: Wann werden endlich praktikable Lösungen beim Biber- und Fischotterproblem geschaffen?“, so Bauernbund-Nationalrätin Martina Diesner-Wais.
„Seit mehr als drei Jahren ist Rosenkranz als zuständige Landesrätin in der Verantwortung. Dennoch erleben viele Betroffene weiterhin Stillstand statt Lösungen. Während Schäden zunehmen und der Druck auf Gemeinden, Landwirtschaft und Fischerei wächst, braucht es endlich wirksames Handeln“, so Diesner-Wais.
„Biber verklausen Hochwasserdämme und sorgen für Gefahr durch umstürzende Bäume. Fischotter wiederum räumen ganze Flüsse von Fischen aus und lassen Fischerinnen und Fischer verzweifeln“, erklärt Diesner-Wais.
„Laut den Angaben der eigenen Rosenkranz-Abteilung seien die Biber ‚wahre Landschaftsgestalter‘. Ich dagegen sage: 10.000 Biber allein in Niederösterreich sind mehr als genug! Und laut Rosenkranz-Naturschutzabteilung hätte sich ‚durch strenge Schutzmaßnahmen die Fischotterpopulation gut entwickelt‘. Ich sage: Die Teichwirtschaft und die Fischökologie leiden, während sich Rosenkranz anscheinend über jeden zusätzlichen Fischräuber freut. Das kann so nicht weitergehen!“
Die Nationalrätin lässt die ewigen Ausreden auf die Europäische Union nicht gelten, verweist darauf, dass andere Bundesländer bereits bessere Regelungen getroffen haben, und fordert jährliche Abschusskontingente statt aufwendiger Einzelfallprüfungen, schnelleres Reagieren statt Wegschauen sowie Abschüsse als Standard statt als Ausnahme.
Probleme mit den Tieren gibt es im ganzen Land, allein heuer etwa schon in Hausleiten, Groß-Höbarten, Zwettl, im Kamptal, am Lunzer See, in Marchegg, Gmünd, Kirchstetten oder im Yspertal. Ein betroffener Bauer brachte die Situation erst vor kurzem auf den Punkt: „Es müssen Erleichterungen eintreten. Eingriffe müssen schneller möglich sein. Die große Sorge in der Landwirtschaft ist leider nur immer, dass zuerst etwas Gröberes passieren muss, bis gehandelt wird.“
„Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind das Rückgrat unseres Landes. Dieses Rückgrat braucht Schutz, Fairness und klare politische Entscheidungen im Sinne der niederösterreichischen Landsleute. Wir stehen hinter unseren Bäuerinnen und Bauern. Daher werden in den kommenden Wochen und Monaten in den Bezirksbauernkammern, in der Landeslandwirtschaftskammer und in den Gemeinden Anträge und Resolutionen zu diesem Thema eingebracht, um den Druck auf die zuständige Landesrätin zu verstärken“, schließt Diesner-Wais.