Streetwork-Teams, Louisebus und Hitzepakete mit Wasser, Sonnencreme und Sommerschlafsäcken im Einsatz; Spende von 50 Euro finanziert ein Hitzepaket.
Caritas eröffnet in Wien und Niederösterreich 24 Klimaoasen, rüstet Streetwork-Teams, setzt den Louisebus ein und bittet um Spenden für Hitzepakete.
Mitte Juni brachte die erste Hitzewelle des Jahres Temperaturen bis zu 36 Grad – und damit laut Caritas Wien eine Situation, in der das neu aufgelegte Hitzepaket der Organisation für viele Menschen zur Notwendigkeit wird. In der Aussendung betont Caritasdirektor Klaus Schwertner: „Nach dem wechselhaften Wetter freuen sich viele über die sommerlichen Temperaturen. Aber gerade für armutsbetroffene und obdachlose Menschen bringen die heißen Temperaturen auch große gesundheitliche Risiken mit sich. Egal ob kalt oder heiß, unser Grundsatz als Caritas lautet: Wir helfen!“
Die Caritas beschreibt den Juni dieses Jahres als „den wärmsten in der Messgeschichte“ und spricht von einem klaren Trend: „Was vor ein paar Jahren noch ein Ausnahmezustand war, ist mittlerweile neue Normalität: Menschen sind auch im Sommer dringend auf unsere Unterstützung angewiesen.“ Vor diesem Hintergrund stellt die Caritas mehrere Maßnahmen vor: 24 Klimaoasen in Wien und Niederösterreich, Streetwork-Einsätze, die Verteilung von Hitzepaketen sowie medizinische Versorgung durch den Louisebus.
Die Caritas nennt konkret mehrere Bausteine ihres Angebots für die heiße Jahreszeit: Das Hitzepaket enthält Trinkwasser, Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung, eine Isomatte und einen Sommerschlafsack. Ein weiteres Angebot ist der Louisebus, beschrieben als „rollende Ordination der Caritas“, der medizinische Versorgung direkt zu Menschen bringt, die sie brauchen.
Darüber hinaus werden 24 Klimaoasen in Wien und Niederösterreich eröffnet, die von Pfarrgemeinden und ehrenamtlichen Helfenden getragen werden. Streetwork-Teams sind speziell für die erste Hitzewelle gerüstet und verteilen Wasser, Sonnencreme, Kopfbedeckungen sowie Isomatten und Sommerschlafsäcke.
Die Caritas stellt fest, dass Obdachlosigkeit „an 365 Tagen im Jahr“ existiert und dass für Menschen auf der Straße jeder Tag Stress und Herausforderung bedeutet. Lis Pichler, Leiterin der Gruft, wird mit den Worten zitiert: „Wenn sich die ganze Stadt aufheizt, gibt es für obdachlose Menschen kaum Rückzugsorte. Viele unserer Klientinnen und Klienten sind zudem gesundheitlich angeschlagen - das macht die Hitze doppelt gefährlich.“
Die Streetwork-Teams übernehmen laut Aussendung neben akuter Hilfe auch Informations- und Aufklärungsarbeit über die Gefahren von Hitze und über Hilfsangebote wie die Klimaoasen. Im Text heißt es ausdrücklich, dass die Teams Wasser, Sonnencreme und Kopfbedeckungen sowie Isomatten und Sommerschlafsäcke verteilen. Die Caritas bittet die Bevölkerung um Aufmerksamkeit: „Bei schönem Wetter ist es für Passant*innen oft schwieriger, gesundheitliche Notfälle zu erkennen als im Winter. Wir bitten dringend, hin- und nicht wegzuschauen.“
Zum Louisebus führt die Caritas aus, dass an fünf Tagen die Woche freiwillige Ärzt*innen kostenlos bei gesundheitlichen Problemen helfen. Zusätzlich verteilen diese kühle Cremen gegen geschwollene Beine und Krampfadern, Maßnahmen, die laut Aussendung besonders für obdachlose Menschen wichtig sind, da sie „immer auf den Beinen sind“.
Die Klimaoasen werden laut Caritas bereits zum siebten Mal gemeinsam mit 24 Pfarren angeboten; Pfarrgärten verwandeln sich in kostenlose, kühle Rückzugsorte. Rund 500 Freiwillige betreuen die Klimaoasen, empfangen die Gäste und versorgen sie mit kühlen Getränken und kleinen Mahlzeiten.
Projektkoordinatorin Mila Willingshofer wird so zitiert: „Die Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen in unsere Klimaoasen. Viele suchen einen schattigen Platz, um sich abzukühlen und freuen sich über die kostenlosen Snacks. Sie schätzen auch die Möglichkeit, mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. So setzen wir als Caritas mit den Klimaoasen ein mehrfaches Zeichen: Gegen Armut, Ausgrenzung und gegen Einsamkeit.“
Die Caritas nennt eine konkrete Zahl für den Bedarf: Im letzten Jahr wurden knapp 6.380 Besuche in den Klimaoasen gezählt. „Es ist ein starkes Zeichen der Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit, dass auch heuer wieder 24 Pfarren und hunderte Freiwillige für Menschen in Not im Einsatz sind. Dafür möchte ich mich schon jetzt bei allen Pfarrgemeinschaften bedanken“, so Willingshofer.
Aktuelle Termine der Caritas-Klimaoasen sind laut Aussendung auf der Webseite der Caritas abrufbar: www.caritas-wien.at/klimaoase
Caritasdirektor Klaus Schwertner verbindet in der Aussendung die Klimakrise ausdrücklich mit sozialen Fragen: „Die Klimakrise ist längst auch eine soziale Krise – sie trifft vor allem jene, die am wenigsten zu ihr beitragen, global wie auch hier in Österreich. Gleichzeitig droht sie bestehende Ungleichheiten weiter zu verschärfen.“
Schwertner kritisiert das aktuelle Doppelbudget und formuliert eine politische Forderung in der Aussendung: „Während bei Klimaförderungen gekürzt wird, werden klimaschädliche Subventionen nicht ausreichend zurückgefahren. Dabei könnte gerade die Budgetkonsolidierung genutzt werden, um Klimaziele konsequent voranzutreiben – und damit vor allem auch vulnerable Menschen zu schützen.“ In Städten nennt die Caritas in der Aussendung Maßnahmen wie ausreichend hitzebeständigen Wohnraum, mehr Grünflächen und konsumfreie Räume sowie den Wunsch nach einem Nationalen Hitzeplan, „der Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammendenkt“.
Klimaoasen: In der Aussendung beschreibt die Caritas Klimaoasen als kostenlose, kühle Rückzugsorte, die in Pfarrgärten eingerichtet werden. Sie sind von Pfarren und Ehrenamtlichen betreut und bieten Getränke sowie kleine Mahlzeiten.
Hitzepaket: Das Hitzepaket, wie es in der Caritas-Aussendung genannt wird, besteht aus Trinkwasser, Sonnenschutz, einer Kopfbedeckung, einer Isomatte und einem Sommerschlafsack. Die Caritas bietet dieses Paket als Form unmittelbarer Hilfe an.
Louisebus: Die Caritas bezeichnet den Louisebus als „rollende Ordination“ beziehungsweise Medizinbus. Laut Text sind an fünf Tagen pro Woche freiwillige Ärzt*innen im Einsatz, die kostenlos behandeln und zusätzlich kühlende Cremen verteilen.
Streetwork: Streetwork-Teams verteilen nach Angaben der Caritas Wasser, Sonnencreme, Kopfbedeckungen sowie Isomatten und Sommerschlafsäcke. Neben der Verteilung leistet Streetwork Aufklärungsarbeit über Gefahren durch Hitze und informiert über Angebote wie die Klimaoasen.
Gruft: Die Gruft wird im Text als Anlaufstelle mit Leitung und Expertise genannt; Lis Pichler, Leiterin der Gruft, wird zur Situation obdachloser Menschen bei Hitze zitiert und ruft zur Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf.
Die Caritas nennt konkrete Möglichkeiten, das Angebot zu unterstützen. Auf der Spendenplattform der Caritas heißt es in der Aussendung: Mit 3,50 Euro könne man ein kaltes Getränk in einer Klimaoase finanzieren; mit 50 Euro schenke man ein Hitzepaket, bestehend aus Isomatte, Sommerschlafsack, Sonnencreme, Trinkwasser und einer Kopfbedeckung. Die entsprechenden Angebote sind laut Originaltext auf den Seiten der Caritas abrufbar: https://wirhelfen.shop/klimaoase/ und https://wirhelfen.shop/hitzepaket/.
Für Überweisungen nennt die Caritas das Spendenkonto mit IBAN und BIC sowie das Kennwort „Hitzepaket“: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, BIC: GIBAATWWXXX, Kennwort: Hitzepaket.
Was ist in einem Hitzepaket enthalten? Laut Aussendung besteht das Hitzepaket aus einer Isomatte, einem Sommerschlafsack, Sonnencreme, Trinkwasser und einer Kopfbedeckung.
Wer betreibt die Klimaoasen? Die Klimaoasen werden von der Caritas gemeinsam mit 24 Pfarren in Wien und Niederösterreich eröffnet und von rund 500 Freiwilligen betreut. Die Aktion läuft laut Caritas bereits zum siebten Mal.
Wie oft ist der Louisebus im Einsatz? Die Caritas gibt an, dass der Louisebus an fünf Tagen die Woche mit freiwilligen Ärzt*innen unterwegs ist und kostenlose medizinische Hilfe anbietet; zudem verteilen die Ärzt*innen kühlende Cremen gegen geschwollene Beine und Krampfadern.
Wie melden Passant*innen Schlafplätze oder Notfälle? Die Caritas bittet um Aufmerksamkeit und bittet darum, Schlafplätze und Aufenthaltsorte obdachloser Personen bei der Gruft melden zu können. Für akute Notfälle weist die Aussendung ausdrücklich auf den Notruf 144 hin.
Wie kann man die Maßnahmen finanziell unterstützen? Die Caritas nennt konkrete Spendenoptionen: 3,50 Euro für ein kaltes Getränk in einer Klimaoase und 50 Euro für ein Hitzepaket über die genannten Spendenlinks. Zudem sind das Spendenkonto mit IBAN, BIC und das Kennwort „Hitzepaket“ in der Aussendung angegeben.
Quelle: Caritas der Erzdiözese Wien (Aussendung). Termine und weitere Informationen zu den Klimaoasen: www.caritas-wien.at/klimaoase. Spendenlinks: https://wirhelfen.shop/klimaoase/ und https://wirhelfen.shop/hitzepaket/. Foto-Download (laut Aussendung): Foto-Download (PW: Hitzepaket).
Kontakt laut Aussendung: Michaela Ritter, Pressesprecherin, Caritas der Erzdiözese Wien, Telefon: 0676/4634932, E-Mail: michaela.ritter[at]caritas-wien.at.