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Burger‑Patties im AK‑Test: Großteil erhielt Bestnote

Arbeiterkammer Oberösterreich prüfte acht Kühlschrank‑Patties – ein Produkt erhielt das Urteil „wertgemindert“

17. Juni 2026
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Die AK Oberösterreich ließ acht abgepackte rohe Burger‑Patties untersuchen: sechs Rind, je ein Schwein und Huhn; alle mit Fleisch aus Österreich. Sieben Produkte bestanden den Test, eines wurde wegen sensorischer und mikrobiologischer Mängel beanstandet.

Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat acht abgepackte rohe Burger‑Patties aus dem Kühlregal geprüft. Das Prüfprogramm umfasste sechs Rindfleischpatties sowie jeweils ein Schweine‑ und ein Hühnerpatty; laut Aussendung stammte das verwendete Fleisch bei allen getesteten Produkten ausschließlich aus Österreich.

Im Ergebnis erhielten sieben der acht Produkte von den AK‑Tester:innen ein einwandfreies Urteil. Ein Produkt wurde als „wertgemindert“ beurteilt; beanstandet wurden dabei sensorische Mängel und ein mikrobiologisch erhöhter E. coli‑Keimgehalt gegenüber dem für diese Produktgruppe geltenden Richtwert.

AK Oberösterreich‑Test: Burger‑Patties und Preisangaben

Für den Test wurden nach Angaben der AK insgesamt acht abgepackte rohe Burger‑Patties aus der Kühlung in einem Lebensmittellabor untersucht. Die Produktauswahl umfasste sechs Rindfleischpatties sowie ein Schweine‑ und ein Hühnerpatty. Die Kammer nennt in ihrer Meldung keine Markennamen, weist aber ausdrücklich auf die Herkunft des verwendeten Fleisches hin: in allen Fällen sei es aus Österreich.

Die AK dokumentiert in der Aussendung Preisangaben pro 100 Gramm: Das Schweinefleischpatty war mit 1,00 Euro je 100 Gramm das günstigste Produkt, gefolgt vom Hühnerpatty mit 1,20 Euro pro 100 Gramm. Die Rindfleischpatties bewegten sich preislich zwischen 1,60 und 2,50 Euro pro 100 Gramm. Weitere Preisdifferenzen zwischen einzelnen Marken nennt die AK nicht.

Ergebnisse des Qualitätschecks: Sensorik und Hygiene

Laut AK führten geschulte Tester:innen zunächst sensorische Prüfungen durch. Dafür wurden die rohen Patties auf dem Grill zubereitet und anschließend Geruch sowie Geschmack beurteilt. Bei einem Produkt stellten die Expert:innen sensorische Mängel fest: der Geschmack wirkte nicht mehr frisch und die Konsistenz neigte zum Zerfallen.

Parallel erfolgten mikrobiologische Untersuchungen im Labor. Bei der beanstandeten Probe wurde ein erhöhter Keimgehalt von E. coli festgestellt, der über dem für diese Produktgruppe geltenden Richtwert liegt. Aufgrund der Kombination aus sensorischen und mikrobiologischen Befunden vergab die AK für dieses Produkt das Testurteil „wertgemindert“. Die übrigen sieben Patties bestanden nach Angaben der Kammer sowohl die Sensorikprüfung als auch den Hygienecheck.

Unterschiede bei Zutaten, Deklaration und Nährwerten

Die AK weist darauf hin, dass fertig gekaufte Patties meist Zusatzstoffe enthalten. In den Deklarationen der getesteten Produkte wurden Säureregulatoren beziehungsweise Säuerungsmittel genannt; bei drei Produkten ist ein Stabilisator verzeichnet. Insgesamt enthielten fünf Produkte Gewürzextrakte, und bei einem Produkt war ein natürliches Aroma deklariert.

Beim Hühner‑ und beim Schweinepatty sei laut AK Rote‑Bete‑Pulver eingesetzt worden, um die rötlichere Optik der rohen Laibchen zu erreichen. Diese Angabe beruht nach Darstellung der Kammer auf den Zutatenlisten der Verpackungen.

Im Nährwertcheck hebt die AK das Hühnerpatty hervor: Es wies einen Energiegehalt von 132 Kilokalorien pro 100 Gramm auf. Die übrigen getesteten Patties lagen demnach zwischen 215 und 256 Kilokalorien pro 100 Gramm. Als Hauptursache für den Unterschied nennt die Aussendung den geringeren Fettanteil des Hühnerpatties: Mit 6,6 Gramm Fett pro 100 Gramm enthält es durchschnittlich 63 Prozent weniger Fett als die anderen Produkte.

Begriffe aus dem Test: E. coli, Säureregulatoren und Stabilisatoren erklärt

E. coli als Hygieneindikator

In der Aussendung der AK wird E. coli (Escherichia coli) als typischer Hygieneindikator genannt. Mikrobiologische Untersuchungen messen den Keimgehalt, um Hinweise auf die mikrobiologische Qualität und Hygiene bei Lebensmitteln zu geben. Ein über dem Richtwert liegender E. coli‑Wert kann nach Angaben der AK Anlass zur Beanstandung sein; die Meldung nennt jedoch keine konkreten Schwellenwerte.

Säureregulatoren und Säuerungsmittel

Säureregulatoren und Säuerungsmittel sind auf den Zutatenlisten der getesteten Produkte angegeben, so die AK. Solche Stoffe werden in verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt, um den Säuregrad zu beeinflussen und dadurch bestimmte Eigenschaften wie Geschmack oder Haltbarkeit zu steuern. Die AK führt diese Stoffe als deklarierte Zutaten auf, ohne einzelne Wirkungen zu bewerten.

Stabilisatoren

Die AK verzeichnet, dass bei drei Produkten ein Stabilisator auf der Deklaration steht. Stabilisatoren dienen in verarbeiteten Lebensmitteln dazu, Textur und Konsistenz zu beeinflussen. In der Meldung wird lediglich die Deklaration dieser Stoffe genannt.

Gewürzextrakte, natürliches Aroma und Rote‑Bete‑Pulver

Fünf der getesteten Patties enthielten laut AK Gewürzextrakte; bei einem Produkt war ein natürliches Aroma deklariert. Beim Hühner‑ und Schweinepatty ist Rote‑Bete‑Pulver angegeben, das laut Zutatenliste für eine rötlichere Optik sorgt. Die Angaben zu diesen Zutaten stammen nach Darstellung der AK direkt von den Verpackungsdeklarationen.

Kilokalorien und Fettangaben

Die Nährwertangaben in der Aussendung zeigen deutliche Unterschiede im Energie‑ und Fettgehalt. Das Hühnerpatty liefert 132 Kilokalorien pro 100 Gramm und 6,6 Gramm Fett pro 100 Gramm, während die übrigen Patties mit 215 bis 256 Kilokalorien pro 100 Gramm deutlich mehr Energie liefern. Die AK macht diese Werte in ihrem Nährwertcheck transparent.

AK: Gekaufte Patties sind praktisch und sparen Zeit

In der Meldung weist die AK darauf hin, dass gekaufte Patties praktisch sind: Sie sparen Zeit und behalten beim Grillen zuverlässig ihre Form. Diese Eigenschaften hebt die Kammer als Vorteile gegenüber dem Selberformen von Laibchen hervor, ohne weitere Aussagen zur Verarbeitung oder Zubereitung zu treffen.

Zugleich dokumentiert die Prüfung laut AK, dass sich die Zutaten‑ und Nährwertdeklarationen zwischen den Produkten unterscheiden. Mindestens ein Produkt wies sensorische und mikrobiologische Mängel auf und erhielt das Testurteil "wertgemindert"; die übrigen sieben Produkte erfüllten die Prüfkriterien der Kammer nach deren Angaben.

FAQ zu den AK‑Testergebnissen zu Burger‑Patties

Welche Produkte wurden getestet?

Die AK ließ laut Aussendung acht abgepackte, rohe Burger‑Patties aus der Kühlung im Lebensmittellabor untersuchen: sechs Rindfleischpatties sowie jeweils ein Produkt aus Schweine‑ und Hühnerfleisch. In der Meldung werden keine Markennamen genannt; die Auswahl bezieht sich auf Produkte aus dem Kühlregal.

Woher stammte das verwendete Fleisch?

Nach Angaben der AK stammte das verwendete Fleisch in allen getesteten Produkten ausschließlich aus Österreich. Die Kammer nennt diese Herkunftsangabe ausdrücklich in ihrer Aussendung.

Welche Befunde ergaben sich beim Hygiene‑ und Sensorikcheck?

Die geschulten Tester:innen prüften Geruch und Geschmack nach grillmäßiger Zubereitung der rohen Patties und führten mikrobiologische Analysen durch. Bei einem Produkt wurden sensorische Mängel (nicht mehr frisch wirkender Geschmack, zerfallende Konsistenz) und ein über dem Richtwert liegender E. coli‑Keimgehalt festgestellt; dieses Produkt erhielt das Urteil "wertgemindert". Die übrigen sieben Patties bestanden beide Prüfbereiche nach Angaben der AK.

Welche Zusatzstoffe und Deklarationen wurden festgestellt?

Die AK dokumentiert, dass Säureregulatoren beziehungsweise Säuerungsmittel auf den Zutatenlisten mehrerer Produkte stehen; drei Produkte wiesen einen Stabilisator auf, fünf Produkte enthielten Gewürzextrakte und ein Produkt ein natürliches Aroma. Beim Hühner‑ und Schweinepatty ist Rote‑Bete‑Pulver zur Optik angegeben.

Wie unterscheiden sich die Patties ernährungsphysiologisch?

Beim Nährwertcheck nennt die AK das Hühnerpatty als deutlich energieärmer mit 132 Kilokalorien pro 100 Gramm; die übrigen Produkte lagen zwischen 215 und 256 Kilokalorien pro 100 Gramm. Das Hühnerpatty enthält mit 6,6 Gramm Fett pro 100 Gramm deutlich weniger Fett und damit nach Angaben der AK durchschnittlich 63 Prozent weniger Fett als die übrigen getesteten Produkte.

Wo finde ich weitere Informationen zum Test?

Die AK verweist in der Aussendung auf eine Detailseite mit weiteren Informationen zum Test. Die Kammer stellt dort nach eigenen Angaben ergänzende Informationen und die Testergebnisse zur Verfügung.

Quellen und Kontakt

Quelle: Arbeiterkammer Oberösterreich, OTS‑Aussendung zu „Burger Patties aus dem Supermarkt im AK‑Test: Großteil erhielt Bestnote“.

Kontakt zur Arbeiterkammer Oberösterreich: Mag. Dominik Bittendorfer, Telefon: 050/6906-2191, E‑Mail: dominik.bittendorfer [at] akooe.at. Impressum: https://ooe.arbeiterkammer.at/impressum

Weitere Informationen zum Test sind auf der AK‑Seite abrufbar: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche/tests/Fertige-Burger-Patties-Grossteil-einwandfrei.html

Schlagworte

#Burger Patties#AK Oberösterreich#Patties Test#E. coli#Nährwerte#Arbeiterkammer#Konsument#Burger#Konsumgüter

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