Am 21. November 2025 wurde in Österreich ein bedeutendes Thema ins Rampenlicht gerückt: die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung für Persönliche Assistenz. Diese Dienstleistung ermöglicht Menschen mit Behinderungen nicht nur Unterstützung, sondern auch echte Teilhabe am gesellschaftlichen und
Am 21. November 2025 wurde in Österreich ein bedeutendes Thema ins Rampenlicht gerückt: die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung für Persönliche Assistenz. Diese Dienstleistung ermöglicht Menschen mit Behinderungen nicht nur Unterstützung, sondern auch echte Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Besonders die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz (PAA) hat sich als effektives Modell erwiesen, das bereits 270 Personen in Ostösterreich zu beruflicher Tätigkeit verholfen hat. Doch während die PAA bundesweit geregelt ist, bleibt die Persönliche Assistenz im Alltag ein Flickwerk verschiedener Regelungen, die je nach Bundesland stark variieren.
Laut aktuellen Statistiken nutzen in Ostösterreich rund 270 Personen die PAA, wobei etwa 75% unselbständig beschäftigt sind, 12,5% selbständig arbeiten und weitere 12,5% ein Studium oder eine Lehre absolvieren. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Persönliche Assistenz nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch Bildungschancen eröffnet. Die WAG Assistenzgenossenschaft, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt, fordert daher eine bundesweit einheitliche, bedarfsgerechte und einkommensunabhängige Regelung der Persönlichen Assistenz.
Jasna Puskaric, geschäftsführende Vorständin der WAG Assistenzgenossenschaft, betont die Notwendigkeit einer stabilen und einheitlichen Regelung. Sie fordert rasche Verhandlungen zwischen Bund und Ländern, um die Selbstbestimmung der Betroffenen nicht länger vom Wohnort abhängig zu machen. Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Österreich zu einer Gleichstellung, die durch die derzeitigen regionalen Unterschiede nicht gewährleistet ist.
Die Zukunft der Persönlichen Assistenz in Österreich hängt von politischen Entscheidungen ab. Eine einheitliche Regelung könnte sicherstellen, dass alle Menschen mit Behinderungen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, unabhängig davon, in welchem Bundesland sie leben. Dies würde nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, sondern auch die gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion fördern. Ein solcher Schritt wäre ein bedeutender Fortschritt auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft, in der jeder Mensch die gleichen Chancen hat.
Die Diskussion um die Persönliche Assistenz zeigt, wie wichtig es ist, Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu ermöglichen. Eine bundesweit einheitliche Regelung könnte die bestehenden Unterschiede zwischen den Bundesländern beseitigen und die UN-Konvention zur Realität machen. Die WAG Assistenzgenossenschaft setzt sich weiterhin für diese Ziele ein und ruft die Politik zum Handeln auf. Interessierte Leserinnen und Leser finden weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen auf der Webseite der WAG Assistenzgenossenschaft.