Wienerberger zeichnet Projekte von Vietnam bis Mexiko aus – Grand Prize für Đạo Mẫu-Tempel
Beim BRICK AWARD 26 in Wien wurden internationale Projekte mit Ziegel- und Keramikmaterialien ausgezeichnet – vom CO2-negativen Tempel in Vietnam bis zur Tequila-Fabrik in Mexiko.
Beim BRICK AWARD 26 in Wien hat wienerberger die internationalen Gewinner einer herstellerunabhängigen Architektur-Auszeichnung präsentiert, die Ziegel und Keramik als gestaltende Baumaterialien in den Mittelpunkt stellt. Die Verleihung würdigte unterschiedliche Projekte – vom religiösen Bauwerk in Vietnam über ein Wohnhaus auf Mallorca bis zu einem Industriekomplex in Mexiko – und umfasste neben Kategoriewertungen auch einen Grand Prize sowie erstmals einen Sonderpreis für ein Projekt zur Neudefinition von Nachbarschaft.
Der BRICK AWARD wird alle zwei Jahre vergeben; er wurde 2004 ins Leben gerufen und versteht sich laut Aussendung als Plattform für Architektinnen und Architekten, die mit Ziegel- und Keramikmaterialien arbeiten. Die diesjährigen Gewinner wurden von einer internationalen Jury aus einer Shortlist von 50 Projekten aus 21 Ländern ausgewählt.
Der BRICK AWARD unterscheidet fünf Kategorien: „Feeling at home“ (Einfamilienhäuser und kleine Projekte), „Living together“ (städtische Wohnanlagen), „Working together“ (Gewerbe- und Industriegebäude), „Sharing public spaces“ (öffentliche Gebäude und Räume) sowie „Building outside the box“ (Innovation). Zudem vergab die Jury einen Grand Prize an das herausragende Projekt der Veranstaltung und in diesem Jahr erstmals einen Special Prize für ein Projekt, das die Idee der Nachbarschaft neu definiert.
Der Grand Prize ging an den Đạo Mẫu-Tempel und das Museum in Soc Son, Vietnam, Gewinner der Kategorie „Sharing public spaces“. Der Entwurf von ARB Architects für den Künstler Xuân Hinh ist laut Mitteilung von tief verwurzelten Traditionen inspiriert und verbindet spirituelle Ästhetik mit zeitgenössischem Leben. Auf dem 5.000 m² großen Gelände wurde demnach ein Gefühl der Gelassenheit angestrebt; das als CO[2]-negative beschriebene Projekt verwendete rund sechs Millionen Tonziegel aus über 500 lokalen Häusern.
In der Kategorie „Feeling at home“ gewann Ca na Birgit (Birgits Haus), entworfen von TEd'A arquitectes. Das offen gestaltete Einfamilienhaus steht auf den Klippen von Ses Penyes Rotges im Westen Mallorcas und wurde aus lokal gewonnenem Ziegelstein errichtet. Die bebaute Fläche beträgt 194 m²; der Entwurf definiert zwei tiefe, parallel zu den Nachbargrundstücken verlaufende Wände, die sowohl den Meerblick rahmen als auch Privatsphäre schaffen.
Peris+Toral Arquitectes erhielten den Preis in der Kategorie „Living together“ für ein gemischt genutztes Gebäude in Barcelona mit 54 Wohnungen. Kennzeichnend für den Entwurf ist laut Mitteilung ein klimabewusst gestaltetes „Social Atrium“, das Sozialwohnungen mit Einrichtungen im Erdgeschoss verbindet. Zudem wurden im Innen- und Außenbereich biomassegebrannte Ziegel eingesetzt; das Projekt soll dem Text zufolge im Winter Wärme, im Sommer Kühlung und eine gute Belüftung bieten.
Der „Working together“-Preis ging an La Hacienda Jalisco in Mexiko von ATELIER ARS. Der Lager- und Bürokomplex für den Tequilahersteller Clase Azul verwendet lokale Keramik sowie Steinmaterial aus dem Aushub der Baustelle, um die Gebäude in die vulkanische Topografie einzubetten. Von Osten betrachtet erscheint das Gebäude laut Beschreibung wie ein „keramischer Horizont“, der es physisch mit dem Boden verbindet und die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft verwischen lässt.
„Endless Brick Playground“ gewann die Kategorie „Building outside the box“. Dabei handelt es sich um das Ergebnis des Kurses „Grundlagen des Mauerwerks“ für Studierende im ersten Jahr an der School of Architecture der China Academy of Art in Hangzhou. Über fünf Wochen entwarfen und realisierten die Studierenden Konstruktionen ausschließlich aus roten Ziegeln. Zwischen 2014 und 2024 wirkten fast 80 Studierende am Bau mit; insgesamt wurden 48 Ziegelkonstruktionen errichtet, von denen bis Ende 2024 26 erhalten blieben.
Die Jury vergab außerdem einen Special Prize an ein Konzept für gemeinschaftliches Wohnen in Kortrijk, Belgien. Das Sozialprojekt zur innerstädtischen Nachverdichtung interpretiere ein Wohnviertel mit 54 Häusern als zeitgemäße Gartenstadt neu, fördere Verbindungen zwischen Bewohnern und Natur und sei architektonisch von Wiederverwendung geprägt: Wiedergewonnene Ziegel und Dachziegel bilden dem Text zufolge Fassaden, die Verfügbarkeit, Geschichte und Charakter der Materialien widerspiegeln.
Die Gewinner wurden aus einer Shortlist von 50 Projekten aus 21 Ländern ausgewählt. Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus fünf internationalen Fachpersonen zusammen: Gabriela Carrillo (Mitbegründerin von Colectivo C733), Christine Conix (Mitbegründerin von Conix RDBM), Eduardo Mediero (Mitbegründer von HANGHAR), Jens Linnet (Mitbegründer von BOGL) und Traudy Pelzel (Mitbegründerin von MAP studio). Laut Aussendung bewertet die Jury neben Design- und Architekturkonzepten den gekonnten Einsatz von Ziegel- und Keramikmaterialien sowie architektonische Qualität in Ästhetik, Form und Gestaltung.
Daneben finden demnach Nachhaltigkeit, Klimaresilienz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen besondere Beachtung; ebenso werden Eignung für den Verwendungszweck, Gebäudetypologie und kultureller Kontext berücksichtigt.
Laut Mitteilung bietet der BRICK AWARD eine internationale Plattform und vereint die Preisträger in einem Netzwerk der weltweit als inspirierend bezeichneten Pioniere der Ziegelarchitektur. Als führende Plattform für herausragende Ziegelarchitektur „kann die Auszeichnung als Gewinner des BRICK AWARD einen unschätzbaren Imagegewinn bringen“, heißt es in der Aussendung.
Alle Gewinnerinnen und Gewinner erhalten eine maßgefertigte Keramiktrophäe; der Grand Prize-Gewinner erhält außerdem ein Preisgeld in Höhe von 7.000 € und die Gewinner der Kategorien 5.000 € jeweils. Sämtliche Gewinner sowie die nominierten Projekte der Shortlist werden im BRICK Book 26 präsentiert, einer laut Aussendung „inspirierenden Publikation und maßgeblichen Referenz“ für die Branche.
Der BRICK AWARD ist ein internationaler Architekturpreis, der herausragende Ziegelarchitektur aus aller Welt würdigt. Er wurde 2004 ins Leben gerufen, wird alle zwei Jahre verliehen und wird von wienerberger ausgerichtet; die Teilnahme ist laut Mitteilung herstellerunabhängig, die Verwendung von wienerberger Produkten ist keine Voraussetzung.
Der Grand Prize ist laut Aussendung der Hauptpreis, der an jenes Projekt vergeben wird, das von der internationalen Jury als herausragendes Beispiel der Architekturkunst ausgewählt wurde. In diesem Jahr ging dieser Preis an den Đạo Mẫu-Tempel und das Museum in Soc Son, Vietnam.
Als CO₂-negativ wird in der Aussendung das Tempelprojekt in Vietnam bezeichnet. Allgemein bezeichnet der Begriff Projekte, deren bilanzieller Ausstoß an Kohlendioxid so gestaltet ist, dass sie netto mehr CO₂ binden oder einsparen, als sie freisetzen; die Mitteilung nennt das Tempelprojekt ausdrücklich CO[2]-negativ und beschreibt neben dem Materialeinsatz die Verwendung von Ziegeln aus lokalen Häusern.
Die Aussendung nennt bei dem Projekt in Barcelona den Einsatz von biomassegebrannten Ziegeln im Innen- und Außenbereich. Biomassegebrannte Ziegel werden nach der hier zitierten Beschreibung mit Biomasse als Brennstoff hergestellt; die Mitteilung führt dies als Merkmal, das mit dem klimabewussten Entwurf des „Social Atrium“ in Zusammenhang steht.
Das BRICK Book 26 ist laut Text die offizielle Publikation, in der die Gewinner und die nominierten Projekte der Shortlist vorgestellt werden; es wird als Referenz für Ziegel- und Keramikarchitektur beschrieben.
Wie oft wird der BRICK AWARD vergeben?
Der BRICK AWARD wird alle zwei Jahre verliehen; er wurde erstmals 2004 ausgeschrieben. Die Auszeichnung hat sich laut Aussendung zu einer internationalen Plattform für visionäre Architekturen mit Ziegel und Keramik entwickelt.
Welche Kategorien gibt es beim BRICK AWARD?
Der Preis ist in fünf Kategorien unterteilt: „Feeling at home“ (Einfamilienhäuser und kleine Projekte), „Living together“ (städtische Wohnanlagen), „Working together“ (Gewerbe- und Industriegebäude), „Sharing public spaces“ (öffentliche Gebäude und Räume) und „Building outside the box“ (Innovation). Zusätzlich vergibt die Jury einen Grand Prize sowie in diesem Jahr erstmals einen Special Prize für ein Nachbarschaftsprojekt.
Wer wählt die Gewinner aus?
Die Gewinner werden von einer internationalen Jury ausgewählt. In diesem Jahr bestand die Jury aus fünf Fachleuten: Gabriela Carrillo (Colectivo C733), Christine Conix (Conix RDBM), Eduardo Mediero (HANGHAR), Jens Linnet (BOGL) und Traudy Pelzel (MAP studio). Die Auswahl erfolgte aus einer Shortlist von 50 Projekten aus 21 Ländern.
Welche Preise und Anerkennungen erhalten Gewinner?
Laut Aussendung erhalten alle Gewinner eine maßgefertigte Keramiktrophäe. Der Grand Prize-Gewinner erhält 7.000 €, die Gewinner der einzelnen Kategorien erhalten jeweils 5.000 €, und alle nominierten Projekte werden im BRICK Book 26 präsentiert.
Welche Projekte wurden besonders hervorgehoben?
Hervorgehoben wurden in der Mitteilung unter anderem der Đạo Mẫu-Tempel und das Museum in Soc Son (Grand Prize, CO[2]-negativ, rund sechs Millionen Tonziegel aus über 500 lokalen Häusern), Ca na Birgit auf Mallorca („Feeling at home“, 194 m²), ein gemischt genutztes Gebäude in Barcelona mit 54 Wohnungen („Living together“) sowie La Hacienda Jalisco in Mexiko („Working together") und das studentische „Endless Brick Playground" („Building outside the box").
Was berücksichtigt die Jury bei der Bewertung?
Die Jury bewertet laut Mitteilung innovative Design- und Architekturkonzepte, den Einsatz von Ziegel- und Keramikmaterialien sowie die architektonische Qualität hinsichtlich Ästhetik, Form und Gestaltung. Darüber hinaus finden Nachhaltigkeit, Klimaresilienz, Energieeffizienz und bezahlbares Wohnen Beachtung, ebenso die Eignung des Projekts für seinen Verwendungszweck und der kulturelle Kontext.
Quelle: Wienerberger AG, Corporate-Mitteilung vom 12. Juni 2026. Weitere Informationen zu wienerberger finden Sie unter www.wienerberger.com.
Rückfragehinweis: Claudia Hajdinyak, Head of Corporate Communications Wienerberger AG, Telefon: +43 664 828 31 83, E-Mail: claudia.hajdinyak[at]wienerberger.com.