Ein Generationswechsel mit klarer Vision: Die österreichische Musikerin Birgit Denk übernimmt die Obfrauschaft des Österreichischen Musikfonds und möchte ihre Erfahrung für die Weiterentwicklung des Fonds einbringen.
Ein Generationswechsel: Die Musikerin Birgit Denk, bekannt als Sängerin, Textautorin und Moderatorin, wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung zur Obfrau des Österreichischen Musikfonds gewählt. Sie sagte nach der Wahl: „Ich freu mich sehr, meine Fähigkeiten als Sängerin, Textautorin, Moderatorin und Sozialpädagogin als Obfrau des Österreichischen Musikfonds für die hiesige Musikszene einbringen zu können. Zusammen mit dem Vorstand, dem Geschäftsführenden wie MitarbeiterInnen werde ich, nach meinen Möglichkeiten, meine Energie und Erfahrung zur Weiterentwicklung des Fonds im Sinne aller in den Ring werfen. Music is the healer!“
Der Österreichische Musikfonds, eine Public-Private-Partnership-Initiative mit einem Jahresbudget von 2,1 Millionen Euro für das Jahr 2026, erhält mit Birgit Denk eine Obfrau, die künstlerische Praxis und kulturpolitisches Engagement kennt. Zur kommenden dreijährigen Vorstandsperiode wurden in den Vorstand gewählt (alphabet.): Birgit Denk (Obfrau), Mag. Stefan Hahn, Mag. Markus Lidauer, Franz Pleterski, Hannes Tschürtz, Prof. Peter Vieweger.
Mit Georg Tomandl, Dr. Franz Medwenitsch und Peter Paul Skrepek standen drei der sechs Vorstandsmitglieder des Musikfonds auf eigenen Wunsch für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Musikfonds-Geschäftsführer Harry Fuchs würdigte deren Beitrag: „Sie haben mit ihrem ehrenamtlichen Engagement beim Musikfonds maßgeblich zu dessen Gründung und steten Weiterentwicklung beigetragen und nicht zuletzt damit die Rahmenbedingungen für die heimischen Musikschaffenden und Musikbranche deutlich verbessert. Dafür gebührt Ihnen großer Dank!“
Mit Birgit Denk gewinnt der Musikfonds eine Persönlichkeit als Obfrau, die die künstlerische Praxis kennt und sich bereits kulturpolitisch für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für heimische Musikschaffende engagiert hat. Denk will die bewährte Arbeit des Musikfonds fortführen und ihn als Dienstleister für die Musikschaffenden und die Musikbranche weiterentwickeln. „Musik ist in so vieler Hinsicht relevant“, sagte Denk: „Demokratiepolitisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich. Um diese Aufgaben zu erfüllen, müssen MusikerInnen, ProduzentInnen und alle, die Musik erschaffen, auch die Möglichkeiten erhalten, diese Arbeit leisten zu können. Applaus, Follower und Likes sind dafür nicht ausreichend.“
Besonderes Augenmerk soll laut OTS auf die Herausforderungen der Zukunft gelegt werden. Der Musiksektor befinde sich in einem technologischen Wandel; so werde sich der Musikfonds verstärkt mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz in der Musik auseinandersetzen, um in seinen Förderaktivitäten die Interessen der Musikschaffenden und der Musikbranche zu wahren. In einer globalisierten Streaming-Welt gilt es, die Sichtbarkeit österreichischer Musikerinnen und Musiker weiter zu forcieren, um deren Arbeits- und Lebenssituation zu verbessern und die Wertschöpfung zu steigern. Durch die laufende Anpassung der Förderinstrumentarien an die sich ändernden Konsum- und Produktionsgewohnheiten soll eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen erreicht werden.
„Als Obfrau habe ich auch den Auftrag, die Mitbestimmung von Frauen und deren Sichtbarkeit in der österreichischen Musiklandschaft zu verbessern, zu stärken“, so Denk. „Gerade in den Institutionen, an den Entscheidungsstellen, brauchen wir zur Herstellung von Gleichstellung augenscheinlich mehr Frauen. Der Vorstand und ich werden uns darum bemühen.“
Derzeit erarbeitet das Kulturministerium (bmwkms) unter Einbeziehung des gesamten Musiksektors eine Musikstrategie für Österreich. Dabei geht es nicht nur um direkt ausgeschüttete Fördermittel, sondern im Besonderen auch um die Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der musikalischen Bildung, der Qualifizierung von Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmern, die Steigerung des Airplays heimischer Produktionen, Internationalisierung und die enge Zusammenarbeit innerhalb des gesamten Sektors. Der Österreichische Musikfonds wird in einem solchen Zukunftsszenario eine zentrale Rolle spielen. Birgit Denk dazu: „Ich sehe meine Aufgabe als Schnittstelle, als Verbinderin all dieser Mitwirkenden. Ich will mit allen in wertschätzenden Gesprächen bleiben und dabei auch immer die ausführende Musikerin, die ich bin, in Vertretung der vielen mit in die Gesprächsrunden nehmen.“
Der Österreichische Musikfonds ist eine Initiative zur Unterstützung professioneller österreichischer Musikproduktionen, Livetourneen sowie Musikvermarktungs- und Exportmaßnahmen, um damit deren Verwertung und Verbreitung zu steigern und Österreich als Kreativstandort zu stärken. Der Musikfonds steht allen in Österreich lebenden musikschaffenden Urheberinnen und Urhebern, Interpretinnen und Interpreten, Musikproduzierenden, Musikverlagen und Labels offen.
Der Public-Private-Partnership-Verein wird getragen und finanziert von: Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (bmwkms), AKM/GFÖM, Austro Mechana/SKE-Fonds, Fachverband der Film-& Musikwirtschaft, LSG Produzenten/IFPI, LSG Interpreten/OESTIG. Das Jahresbudget des Österreichischen Musikfonds beläuft sich im Jahr 2026 auf 2,1 Millionen Euro.