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Bildungsreise Südafrika

13. Jänner 2023
susanne.reiger.ifm.ac.at
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Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Steiermark, Tirol - Bildungsreise für Unternehmer*innen und Führungskräfte nach Südafrika zu Ostern 2023 Nelson Mandela (1918-2013) war eine herausragende Führungspersönlichkeit, die bereits zu Lebzeiten von Entscheidungsträgern rund um den Globus ve

Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Steiermark, Tirol -

Bildungsreise für Unternehmer*innen und Führungskräfte nach Südafrika zu Ostern 2023

Nelson Mandela (1918-2013) war eine herausragende Führungspersönlichkeit, die bereits zu Lebzeiten von Entscheidungsträgern rund um den Globus verehrt wurde. Das IfM-Institut für Management Salzburg und die Nachrichtenagentur afrika.info organisieren eine Bildungsreise nach Südafrika, bei der Mandelas herausragende Führungskunst im Mittelpunkt stehen wird.

Die Bildungsreise findet von 2. bis 9. April 2023 statt und führt zu den wichtigsten Stationen von Mandelas Leben. In  Kurzvorträgen an Originalschauplätzen, in Gesprächen mit Expert*innen und bei Treffen mit südafrikanischen Unternehmern werden den Teilnehmer*innen Mandelas beispiellose Führungsqualitäten vermittelt.

Details zu dieser einzigartigen Bildungsreise finden Sie hier.

Vom Ich zum Wir

„Die Führungskunst von Nelson Mandela war tief in der südafrikanischen Philosophie Ubuntu verankert“, erklärt Dr. Wolfgang Reiger, IfM-Geschäftsführer. „Ubuntu stellt die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Dadurch wird in Unternehmen ein Wir-Gefühl ermöglicht, das die Zufriedenheit und das Engagement von Mitarbeitern fördert.“ Aktuelle Studienergebnisse – wie z. B. jene der Saïd Business School/University of Oxford würden bestätigen – dass echter Teamgeist die Produktivität von Mitarbeiter*innen entscheidend steigert, so Reiger weiter.

Johannesburg, Eastern Cape, Kapstadt - Die spektakuläre Route der Bildungsreise führt von Johannesburg über Mandelas Heimat am Eastern Cape bis nach Kapstadt. Die Reise wird vom Afrikanisten und Ubuntu-Spezialisten Dr. Martin Sturmer begleitet. „Das Faszinierende in der Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken von Nelson Mandela ist, dass er von einem eingebildeten und jähzornigen jungen Menschen zu einer absoluten politischen Ausnahmeerscheinung reifte“, sagt Sturmer. In den 27 Jahren im Gefängnis besann sich Mandela auf jene Tugenden, die er bereits in seiner Jugend bei Thembu-Regenten Jongintaba Dalindyebo am Eastern Cape bewundert hatte.

„Von Jongintaba lernte Mandela, wie Leading from Behind – also Führung von hinten - funktioniert“, erklärt Sturmer. „Demnach sollen sich Entscheidungsträger bei Erfolgen im Hintergrund halten, bei Krisen müssen sie aber an die Spitze treten. Dieses Verhalten sorgt dafür, dass Führungskräfte von ihren Mitarbeitern Ansehen und Respekt erwarten können.“

Zusammenarbeit mit Andersdenkenden - Außerdem war es Mandela stets ein Anliegen, alle Meinungen zu hören und Gegenpositionen zu verstehen versuchte. „Populistisches Schwarz-Weiß-Denken war Mandela fremd“, so Sturmer. „Schwierige Fragen wollte er nicht mit einem einfachen ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ beantworten – seine Antwort lautete häufig ‚Sowohl – als auch‘“. Der Schlüssel zum harmonischen Miteinander war für Mandela die Zusammenarbeit mit Andersdenkenden. „Um mit einem Gegner Frieden zu schließen, muss man mit ihm zusammenarbeiten, und der Gegner wird dein Freund“, schreibt Mandela in seiner Autobiografie „Der lange Weg zur Freiheit“.

Was ist Ubuntu? - Ubuntu wird auf Deutsch zumeist mit Menschlichkeit übersetzt, im eigentlichen Sinn des Wortes sind aber viel eher die Beziehungen zwischen Menschen gemeint. Am deutlichsten wird der Grundgedanke durch einen Ausspruch aus der südafrikanischen Sprache isiZulu: „Umuntu ngumuntu ngabantu – ein Mensch wird durch andere Menschen zum Menschen.“ Die Kernwerte von Ubuntu – wie Respekt, Empathie und Vertrauen – wurden über Jahrhunderte mündlich durch Geschichten, Sprichwörter und Lieder überliefert. 1846 tauchte der Begriff erstmals in der Literatur auf. Ihren Höhepunkt erreichte die Auseinandersetzung mit Ubuntu, nachdem die südafrikanische Philosophie Einzug in die südafrikanische Interimsverfassung (1994-1997) gehalten hatte.

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