Eine Großdemonstration unter dem Motto „Mit den Bauern scherzt man nicht!" findet heute in Wien statt. Die Initiative wird vom „Bündnis Zukunft Landwirtschaft" organisiert und von mehreren Bauernvertretungen unterstützt.
Eine Großdemonstration unter dem Motto „Mit den Bauern scherzt man nicht!" findet heute in Wien statt. Die vom „Bündnis Zukunft Landwirtschaft" organisierte Kundgebung wird auch vom Unabhängigen Bauernverband, der IG Milch und den Freiheitlichen Bauern unterstützt. In sozialen Medien ist zudem die Anwesenheit von ÖVP-Bauernbundpräsident Strasser und ÖVP-Landwirtschaftsminister Totschnig zu sehen.
Der freiheitliche Landwirtschaftssprecher Peter Schmiedlechner übt scharfe Kritik an der Anwesenheit von Strasser und Totschnig bei der Kundgebung. „Die ÖVP-Landwirtschaftspolitik hat die Landwirtschaft in Österreich heruntergewirtschaftet. Dass sich nun mit Totschnig und Strasser zwei dieser ‚Totengräber für die Bauern‘ heute auch zur Großdemo trauen, ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!"
Schmiedlechner erinnerte an die Umsetzung des Mercosur-Abkommens, das bis heute im EU-Parlament nicht beschlossen wurde, von der österreichischen Regierung aber trotzdem schon umgesetzt wird. „Die ÖVP ist hier den Landwirten beinhart in den Rücken gefallen. Wir werden es dadurch in Zukunft mit Fleischimporten aus Südamerika zu tun haben, die nicht annähernd unseren hohen Standards entsprechen", gab Schmiedlechner zu bedenken. Und auch in der Frage der Herkunftskennzeichnung „vom Feld bis auf den Teller" habe die ÖVP ein falsches Spiel gespielt. „Seit Jahren liegt diese Forderung, die auch von der FPÖ unterstützt wird, auf dem Tisch. Die ÖVP steht aber natürlich auch hier auf der Bremse", so der freiheitliche Landwirtschaftssprecher, der heute Seite an Seite mit den Landwirten an der Demo teilnehmen wird. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Besuch der beiden ÖVP-Politiker Totschnig und Strasser die Stimmung bei den Kundgebungsteilnehmern aufhellen wird – ich befürchte eher das Gegenteil. Wenn die beiden Herren für die Landwirte in Österreich etwas bewegen wollen, dann sollten sie schleunigst ihren Hut nehmen. Dafür bekämen sie heute sicher einen großen Applaus spendiert."