Am 16. Dezember 2025 wurde in St. Pölten ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energiepolitik verkündet: Das rote Dauerblinken von Windrädern, das viele Anwohner seit Jahren stört, wird bald der Vergangenheit angehören. Diese Ankündigung von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf markiert ein
Am 16. Dezember 2025 wurde in St. Pölten ein bedeutender Schritt in Richtung nachhaltiger Energiepolitik verkündet: Das rote Dauerblinken von Windrädern, das viele Anwohner seit Jahren stört, wird bald der Vergangenheit angehören. Diese Ankündigung von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf markiert einen Meilenstein in der Reduzierung von Lichtverschmutzung in Niederösterreich, einem Bundesland, das sich verstärkt der erneuerbaren Energiegewinnung widmet.
Das rote Dauerblinken von Windrädern diente bisher der Luftsicherheit, indem es Flugzeugen die Position der Windparks signalisierte. Diese kontinuierliche Beleuchtung führte jedoch zu erheblicher Lichtverschmutzung, die nicht nur die natürliche Nachtruhe stört, sondern auch die lokale Tierwelt beeinträchtigen kann. Mit der Einführung einer bedarfsgerechten Nachtbefeuerung wird die Beleuchtung nur noch aktiviert, wenn tatsächlich Flugzeuge in der Nähe sind. Dies ist ein entscheidender Fortschritt, der durch intensive Gespräche mit großen Ökostrom-Unternehmen erreicht wurde.
Bereits 2022 forderten Stephan Pernkopf und der Niederösterreichische Landtag das Ende des roten Dauerblinkens. Der Nationalrat schuf 2024 die rechtlichen Rahmenbedingungen, während die Luftfahrtbehörde und Austro Control die technischen Voraussetzungen finalisierten. Diese Entwicklungen zeigen, wie politische und technische Fortschritte Hand in Hand gehen können, um nachhaltige Lösungen zu fördern.
In Deutschland und der Schweiz wurden ähnliche Maßnahmen bereits früher umgesetzt. Beide Länder setzen auf intelligente Beleuchtungssysteme, die den Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung reduzieren. In Deutschland beispielsweise ist die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung bereits seit einigen Jahren Standard. Österreich zieht nun nach, was die Umweltbelastung weiter verringern wird.
Die Umstellung auf bedarfsgerechte Beleuchtung wird rund eine Million Menschen in Niederösterreich betreffen. Anwohner können sich auf ruhigere Nächte ohne störendes Blinken freuen, was die Lebensqualität erheblich verbessern dürfte. Auch die lokale Tierwelt, die durch das künstliche Licht beeinträchtigt wird, kann sich besser anpassen. Zudem wird die lokale Wirtschaft durch die Umrüstung der Anlagen profitieren, da regionale Unternehmen in die Umsetzung der neuen Technologien eingebunden sind.
Derzeit gibt es in Niederösterreich etwa 850 Windräder, die nach und nach umgerüstet werden. Die drei neu genehmigten Windparks, Unterstinkenbrunn, Rustenfeld II und Deutsch-Wagram 2, werden von Beginn an mit der neuen Technik ausgestattet sein. Diese Parks werden zusammen eine Leistung von 160 Megawatt erbringen und rund 125.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen.
Die Abschaltung des Dauerblinkens ist nur ein Teil der umfassenden Strategie zur Förderung erneuerbarer Energien in Niederösterreich. Bis 2030 soll die Windkraftleistung von derzeit 500 Megawatt auf 770 Megawatt ausgebaut werden. Diese Pläne sind nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für die regionale Wirtschaft, da sie Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro auslösen werden.
Die Entscheidung, das rote Dauerblinken von Windrädern in Niederösterreich zu beenden, ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Energiepolitik. Diese Maßnahme wird die Lebensqualität der Anwohner verbessern und die regionale Wirtschaft stärken. Sie zeigt, wie durchdachte politische Entscheidungen und technologische Innovationen Hand in Hand gehen können, um positive Veränderungen zu bewirken. Interessiert an mehr Informationen? Besuchen Sie unsere Energiepolitik-Seite für weiterführende Artikel.