Nach Jahren der Unruhe und gerichtlichen Aufklärungsarbeit startet die Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung in Krems an der Donau mit neuer Führung durch. Der Kulturmanager Andreas Brunauer übernimmt das Amt des Generalsekretärs.
Nach Jahren der Unruhe und gerichtlichen Aufklärungsarbeit startet die Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung in Krems an der Donau mit neuer Führung durch. Der Kulturmanager Andreas Brunauer übernimmt mit April 2026 das Amt des Generalsekretärs.
Die Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung, die sich der Aufarbeitung und Förderung des Werkes des österreichisch-amerikanischen Komponisten Ernst Krenek (1900–1991) widmet, musste in den vergangenen Jahren Turbulenzen überstehen. Das Oberlandesgericht Wien stellte Ende 2024 einen beträchtlichen Aufklärungs- und Sanierungsbedarf fest, was mehrere Personen zum Rückzug aus führenden Positionen veranlasste.
Der Amtsantritt von Andreas Brunauer rundet eine personelle Neuaufstellung ab. Unter dem neu gewählten Vorsitz des Wiener Rechtsanwaltes Dr. Albrecht Haller und der Sängerin und Musikmanagerin Mag. Anna Maria Pammer wurde der erfahrene Sanierer Dr. Siegfried Mörz zum interimistischen Generalsekretär bestellt. Nach dessen Konsolidierungsarbeit hat die Stiftung die Geschäftsführung wieder in die Hände eines Kulturmanagers gelegt.
Mit Anfang April 2026 hat der Kulturmanager Andreas Brunauer, MSc das Amt des Generalsekretärs der Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung übernommen. Demnächst wird er auch zum Geschäftsführer der Tochtergesellschaft (Ernst Krenek Forum Betriebsges.m.b.H.) bestellt.
Der aus Tamsweg stammende Andreas Brunauer ist Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien und hat zuletzt gut sieben Jahre lang unter anderem leitende Funktionen in den künstlerischen Betriebsbüros des Gustav Mahler Jugendorchesters und des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien ausgeübt.
Die von Gladys Nordenstrom Krenek (1924–2016), der Witwe des Komponisten Ernst Krenek, im Jahr 2004 gegründete Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung hat ihren Sitz in Krems an der Donau. Zweck der Stiftung ist die Aufarbeitung und Förderung des umfangreichen Werkes und Nachlasses von Ernst Krenek. Die Stiftung verfolgt diesen Zweck insbesondere durch Veranstaltungen und Publikationen, die Öffnung des Archivs für Musiker, Wissenschaftler und sonstige Interessierte und den Betrieb der zeitgemäß und attraktiv gestalteten, von Publikum und Kritik gelobten Dauerausstellung "Salon Krenek" im revitalisierten Minoritenkloster in Krems–Stein.
Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Haller kommentiert die jüngsten Etappen: "Ich danke Siegfried Mörz herzlich für die interimistische Übernahme der Geschäftsführung in bewegten Zeiten. Er hat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Team die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Kulturmanager Andreas Brunauer die Geschäftsführung einer gut aufgestellten Stiftung übernehmen konnte. Und ich danke Andreas Brunauer, dass er seine gediegene wirtschaftliche Ausbildung, seine reiche Erfahrung in großen Kulturbetrieben und sein Herzblut für Musik in den Dienst der Krenek-Stiftung stellt. Mit Andreas Brunauer schlagen wir vorfreudig ein neues Kapitel auf."
Andreas Brunauer über seine neue Aufgabe: "Ich freue mich sehr über meine Bestellung zum Generalsekretär der Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung und danke dem Vorstand herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen. Ernst Krenek war eine der faszinierendsten und vielschichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Komponist, Intellektueller, Humanist und Grenzgänger. Sein Werk besitzt eine außergewöhnliche Breite und Tiefe und hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Mein Ziel ist es, die Stiftung konsequent weiterzuentwickeln: den Nachlass zu erschließen, die Forschung zu fördern und Krenek einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das Institut soll nicht nur Gedächtnisort sein, sondern ein lebendiger Ort des Diskurses, der Krenek wieder zu einem selbstverständlichen Teil des aktuellen Musik- und Kulturlebens macht."