Nach 18 Jahren ist Schluss: Das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) stellt sein altgedientes eAMS-Konto endgültig ein und setzt vollständig auf die neue digitale Plattform MeinAMS. Mit über 440.000 Nutzerinnen und Nutzern seit dem Start übertrifft die moderne Selbstbedienungsplattform bereits die Nutzerzahlen des Vorgängersystems. Am 10. April 2026 wird das eAMS-Konto für Kund_innen endgültig eingestellt.
Nach 18 Jahren ist Schluss: Das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) stellt sein altgedientes eAMS-Konto endgültig ein und setzt vollständig auf die neue digitale Plattform MeinAMS. Schon mehr als 440.000 Kund_innen sind seit dem Start auf MeinAMS umgestiegen und damit sind heute schon mehr Kund_innen auf MeinAMS als zuletzt das eAMS-Konto genutzt haben. „Das ist der richtige Zeitpunkt, um den Parallelbetrieb zu beenden und das 18 Jahre alte eAMS-Konto für Kund_innen vom Netz zu nehmen“, kündigt der Vorstandsvorsitzende des AMS, Johannes Kopf, an. Mit 10. April 2026 abends wird das eAMS-Konto für Kund_innen endgültig eingestellt.
Kund_innen können noch bis spätestens 10. April 2026 vom eAMS-Konto auf MeinAMS umsteigen. Wer bis dahin nicht umgestiegen ist, erhält automatisch die Nachricht, dass das AMS bis auf weiteres postalisch mit ihnen kommuniziert – solange, bis eine Neuregistrierung auf MeinAMS erfolgt ist. Sollten sich Kund_innen erst zu einem späteren Zeitpunkt auf MeinAMS registrieren, bleiben trotzdem alle Daten des alten eAMS-Kontos erhalten.
„Besonders erfreulich ist, dass ein Drittel unserer Kund_innen das Angebot zum Umstieg und zur Registrierung mit der ID Austria angenommen haben“, verweist Johannes Kopf auf jene über 127.000 Personen, die sich für eine Anmeldung via ID Austria und nicht mittels Mailadresse und Passwort entschieden haben.
Bei den meisten Kund_innen funktionierte die Umstellung reibungslos. Es gab jedoch aufgrund fehlender durchgängiger digitaler Identitäten rund 14.000 Fälle, die einzeln (und zum Teil manuell) geklärt werden mussten, weil etwa Namen in unterschiedlichen Registern unterschiedlich geschrieben sind. „In Österreich ist die digitale Identität auf rund 35 bereichsspezifische Personenkennungen aufgeteilt. Vereinfacht gesagt: Beim Finanzamt ist man digital jemand anderer als beim AMS oder bei der Sozialversicherung“, beschreibt Johannes Kopf diese Herausforderung bei der Implementierung von MeinAMS.
Die meisten dieser Fälle konnten durch die Servicelines des AMS telefonisch oder per Mail gelöst werden. Eine geringe Anzahl an Fällen ist aktuell noch offen. Diese Personen werden aktuell schriftlich von den Mitarbeiter_innen des AMS kontaktiert und gebeten, sich für Hilfe an ihre AMS-Geschäftsstelle zu wenden.
Die Anzahl der Anfragen von Kund_innen um Unterstützung in den Servicelines ist stark rückläufig. „Das ist ein Zeichen, dass Kund_innen unsere neue Plattform gut annehmen. Wir sind jetzt im Normalbetrieb angekommen“, so Kopf. In der Zwischenzeit hat das AMS ein Projekt gestartet, um auch Unternehmen in MeinAMS zu integrieren.
Umgesetzt wurde das Projekt vom Bundesrechenzentrum, dem IT-Partner des AMS.