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AK-Brennholzvergleich: 49 Euro Unterschied pro Raummeter

Erhebung bei 54 oberösterreichischen Anbietern zeigt große Preisunterschiede

16. April 2026
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Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat Brennholzpreise bei 54 Anbietern erhoben. Der günstigste Raummeter Buchenholz kostet 133 Euro, der teuerste 182 Euro. Entscheidend sind Vergleichbarkeit, Restfeuchte und Lieferbedingungen.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei 54 Anbietern die Preise für Brennholz erhoben und deutliche Unterschiede festgestellt. Verglichen wurde trockenes Buchen-Stückholz mit 33 Zentimetern Länge und einem Wassergehalt unter 20 Prozent. Alle Preise wurden auf einen Raummeter umgerechnet und gelten ab Hof beziehungsweise ab Lager. Das Ergebnis: Der günstigste Anbieter verlangt 133 Euro pro Raummeter, der teuerste 182 Euro. Der Unterschied beträgt damit 49 Euro pro Raummeter.

Für Haushalte mit Kachel- oder Schwedenofen ist das relevant, weil der Einkauf oft nicht nur aus einem einzelnen Raummeter besteht. Wer mehrere Einheiten bestellt, kann je nach Anbieter schnell dreistellige Beträge Unterschied erreichen. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass reiner Preisvergleich allein nicht genügt. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten prüfen, welche Holzmenge tatsächlich geliefert wird, ob das Holz trocken ist, wie lang die Scheite sind und welche Kosten für Zustellung oder Selbstabholung dazukommen.

Warum die Einheit Raummeter wichtig ist

Brennholz wird im Alltag mit mehreren Maßeinheiten verkauft. Der Raummeter beschreibt geschlichtetes Holz einschließlich der Zwischenräume zwischen den Scheiten. Der Festmeter beschreibt dagegen die reine Holzmasse ohne Hohlräume. Der Schüttraummeter wiederum meint lose geschüttetes Holz, bei dem mehr Luft zwischen den Scheiten bleibt. Deshalb sind Preise nur vergleichbar, wenn klar ist, auf welche Einheit sie sich beziehen.

Die AK Oberösterreich rechnete die erhobenen Preise auf einen Raummeter um. Genau dieser Schritt macht den Vergleich nützlich. Wenn Anbieter Kisten, Paletten oder andere Abgabeeinheiten verwenden, kann die genannte Menge von der erwarteten Menge abweichen. Laut AK enthält eine Kiste mit 33 Zentimeter geschlichtetem Stückholz häufig zwischen 0,85 und 0,9 Raummeter. Wer nur auf den Gesamtpreis der Kiste schaut, übersieht diesen Unterschied leicht.

Restfeuchte entscheidet über Heizwert und Lagerung

Die Erhebung bezog sich auf trockenes Buchenholz mit einem Wassergehalt unter 20 Prozent. Das ist wichtig, weil feuchtes Holz schlechter brennt, weniger nutzbare Wärme liefert und mehr Rauch sowie Ablagerungen verursachen kann. Wird halbtrockenes Holz günstiger angeboten, kann es trotzdem sinnvoll sein, wenn ausreichend Lagerfläche und Zeit zum Nachtrocknen vorhanden sind. Für den kommenden Winter ist trockenes Holz aber die einfachere und kalkulierbarere Lösung.

Gerade im Frühjahr oder Frühsommer kann der Einkauf Vorteile haben. Liefertermine sind oft leichter verfügbar und das Holz kann über den Sommer nachtrocknen. Wer spät im Herbst kauft, hat weniger Auswahl und ist stärker von kurzfristiger Verfügbarkeit abhängig. Die AK weist deshalb darauf hin, dass frühes Einlagern für viele Haushalte sinnvoll sein kann.

Was Verbraucher beim Kauf prüfen sollten

Vor dem Kauf sollten mehrere Fragen geklärt werden. Wie viel Holz wird tatsächlich geliefert? Ist der Preis auf Raummeter, Festmeter oder Schüttraummeter bezogen? Gilt der Preis ab Hof, ab Lager oder inklusive Zustellung? Gibt es Rabatte bei der Abnahme mehrerer Einheiten? Muss das Holz 25 Zentimeter lang sein, und verursacht diese kürzere Scheitlänge Mehrkosten? Solche Details entscheiden darüber, ob ein vermeintlich günstiges Angebot am Ende wirklich günstig ist.

Für Selbstabholer kommt ein weiterer Punkt hinzu: das Gewicht. Die AK nennt als Orientierung, dass ein Festmeter Buche bei einer Restfeuchte von 12 bis 20 Prozent bis zu 680 Kilogramm wiegen kann. Ein Raummeter kommt demnach immer noch auf rund 422 Kilogramm. Wer mit Anhänger fährt, sollte deshalb das höchstzulässige Gewicht beachten. Überladung ist nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern kann auch teuer werden.

Oberösterreich und Niederösterreich im Vergleich

Ein Blick auf den Brennstoffpreisvergleich der Arbeiterkammer Niederösterreich zeigt, dass Preisvergleiche auch außerhalb Oberösterreichs sinnvoll sind. In Niederösterreich wurden im März 2026 ebenfalls feste Brennstoffe erhoben. Dort lag der Mittelwert für Ofenbrennholz in Kisten, Buche mit 33 Zentimetern, bei 149 Euro. Die angeführten Preisspannen zeigen, dass regionale Unterschiede, Zustellkosten und Abgabeeinheiten den Endpreis stark beeinflussen können.

Solche Vergleiche ersetzen keine konkrete Anfrage beim Händler, liefern aber eine wichtige Orientierung. Wer mehrere Angebote einholt, sollte dieselben Daten abfragen: Holzart, Scheitlänge, Trocknungsgrad, Einheit, Preis, Lieferkosten, Mindestmenge und Herkunft. Erst dann lässt sich seriös entscheiden.

FAQ zum Brennholz-Preisvergleich

Was ist der wichtigste Wert beim Preisvergleich?

Der Preis pro Raummeter ist ein guter Vergleichswert, wenn Holzart, Scheitlänge, Restfeuchte und Abgabebedingungen gleich sind. Ohne diese Angaben kann ein Preis irreführend sein.

Warum ist trockenes Holz teurer?

Trockenes Holz ist sofort besser nutzbar und muss nicht erst lange gelagert werden. Der Trocknungsgrad beeinflusst Heizwert, Verbrennung und Lageraufwand.

Lohnt sich Selbstabholung?

Selbstabholung kann Lieferkosten sparen, ist aber nur sinnvoll, wenn Fahrzeug und Anhänger für das Gewicht geeignet sind. Bei größeren Mengen sollte die zulässige Nutzlast unbedingt geprüft werden.

Warum Holzmenge und Lieferkosten zusammengehören

Ein häufiger Fehler beim Vergleich ist, Preis und Lieferung getrennt zu betrachten. Ein günstiger Ab-Hof-Preis hilft wenig, wenn die Zustellung teuer ist oder eine weite Selbstabholung nötig wird. Umgekehrt kann ein höherer Grundpreis sinnvoll sein, wenn Lieferung, Schlichtung oder kurze Wege enthalten sind. Besonders bei mehreren Raummetern sollten Haushalte den Gesamtpreis inklusive Transport vergleichen.

Auch die Abgabeeinheit zählt. Manche Händler verkaufen Kisten, andere Paletten oder lose Mengen. Wer eine Kiste bestellt, sollte fragen, ob sie tatsächlich einen Raummeter enthält oder nur 0,85 bis 0,9 Raummeter. Auf eine Heizsaison gerechnet kann dieser Unterschied spürbar sein. Transparente Angebote nennen Holzart, Scheitlänge, Trocknungsgrad, Menge, Preis pro Einheit und Herkunft.

Einordnung für die Heizkostenplanung

Brennholz ist für viele Haushalte nicht die einzige Wärmequelle, sondern Ergänzung zu Zentralheizung, Wärmepumpe oder Fernwärme. Trotzdem kann es die laufenden Heizkosten beeinflussen. Wer früh einkauft und trocken lagert, reduziert das Risiko, im Winter unter Zeitdruck teurer nachkaufen zu müssen. Der AK-Vergleich liefert dafür einen Richtwert, ersetzt aber keine individuelle Kalkulation nach Ofen, Verbrauch und Lagerplatz.

Wichtig ist auch die sichere Lagerung. Holz sollte luftig, vor Regen geschützt und nicht direkt an feuchten Wänden gelagert werden. Nur so bleibt die Restfeuchte niedrig und das Holz kann effizient verbrennen.

Der Vergleich hat dennoch Grenzen: Tagespreise, regionale Verfügbarkeit und Zustellung können sich rasch ändern. Sinnvoll ist daher, die AK-Werte als Orientierung zu nutzen und vor der Bestellung zwei bis drei aktuelle Angebote einzuholen.

Am Ende zählt nicht der niedrigste Einzelpreis, sondern ein nachvollziehbares Gesamtpaket aus Menge, Qualität, Lieferung und Lagerfähigkeit.

Auch kleine Mengen sollten daher sauber verglichen werden, bevor bestellt wird.

Das spart Geld und vermeidet Missverständnisse bei Menge und Qualität.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Arbeiterkammer Oberösterreich: Brennholz-Preise vergleichen lohnt sich
  • Arbeiterkammer Oberösterreich: Preisvergleich Brennholz in Oberösterreich
  • Arbeiterkammer Niederösterreich: Preisvergleich für Holz, Pellets und Brennstoffe

Schlagworte

#Brennholz#Preisvergleich#Arbeiterkammer#Oberösterreich#Heizen#Konsumgüter

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