Zum Weltmilchtag am 1. Juni ziehen AMA-Marketing und Milchwirtschaft Bilanz: Das 2024 eingeführte Modul AMA‑Gütesiegel „Tierhaltung plus“ ist mittlerweile auf 90 % aller österreichischen konvention...
Zum Weltmilchtag am 1. Juni ziehen AMA-Marketing und Milchwirtschaft Bilanz: Das 2024 eingeführte Modul AMA‑Gütesiegel „Tierhaltung plus“ ist mittlerweile auf 90 % aller österreichischen konventionellen Milchpackungen und Milchprodukte sichtbar. 81,5 Prozent der konventionellen Milchviehbetriebe setzen das Modul ein.
„Tierhaltung plus“ ergänzt das AMA‑Gütesiegel um zusätzliche Anforderungen bei Tierhaltung, Tiergesundheit, Fütterung und Kontrollen. Die Einhaltung der Kriterien wird mindestens einmal jährlich durch eine unabhängige Kontrolle überprüft.
Wesentliche Vorgaben und Entwicklungen seit Einführung 2024:
Zur Einordnung sagt Christina Mutenthaler‑Sipek, Geschäftsführerin der AMA‑Marketing: „Das rot-weiß-rote AMA‑Gütesiegel „Tierhaltung plus“ ist für Konsumentinnen und Konsumenten heute direkt im Milchregal auf 90 % aller österreichischen konventionellen Milchpackungen und Milchprodukten sichtbar. Wer zu Milch, Käse oder Joghurt mit dem „Tierhaltung plus“-Siegel greift, kann sich sicher sein, sich höhere Standards in den Einkaufswagen zu legen – von verbesserter Tierhaltung, Tiergesundheit und Fütterung bis zu unabhängigen Kontrollen. So kommt mehr Transparenz ins Regal“.
Helmut Petschar, Präsident des Milchverband Österreich (MVÖ), betont: „Das AMA‑Gütesiegel „Tierhaltung plus“ ist ein Best‑Practice‑Beispiel dafür, wie ein solches Modul entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu denken ist. Die Molkereien erhalten Planbarkeit und können die Produkte auf dem heimischen Markt, aber auch erfolgreich im Export nach Deutschland positionieren. Vor allem zeigt die Entwicklung der Branche, dass dieser Weg der richtige war – für die Bäuerinnen und Bauern, aber auch für ihre Milchkühe“.
Stefan Lindner, Milchbauer und bäuerlicher Vertreter im Vorstand des MVÖ, ergänzt: „Wer sich die Entwicklung der Milchpreise ansieht, erkennt, dass der Tierwohlbonus der Molkereien für viele Betriebe stabilere und bessere Einkommen ermöglicht. Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich bessere Tierhaltung – und genau diese Leistung wird auch abgegolten. Gleichzeitig merken viele Bäuerinnen und Bauern im Alltag, dass es den Tieren mit den zusätzlichen Maßnahmen einfach besser geht“.
Die Daten aus dem RollAMA Haushaltspanel zeigen, dass Milchprodukte besonders gefragt sind. Im Schnitt gab ein Haushalt in Österreich im Jahr 2025 monatlich rund 53 Euro für Milchprodukte aus; der größte Anteil entfiel auf Käse mit 22 Euro. Der Trend zu eiweißreicher Ernährung erhöhte die Nachfrage nach proteinreichen bzw. proteinangereicherten Produkten. Besonders starke Steigerungen gab es beim Konsum von Naturjoghurt, Skyr und Cottage Cheese.
Weitere Entwicklungen: Der Anteil an konsumierten frischen Milchvarianten steigt gegenüber Haltbarmilch, der Anteil von Butter gegenüber Margarine nimmt zu. Bio‑Milchprodukte erreichten im Lebensmitteleinzelhandel einen wertmäßigen Anteil von 13 Prozent.
Weiterführende Informationen und Bilder: https://b2b.amainfo.at/de-at/presse-aktuelles/presse/pressemitteilungen/2026/90-prozent-der-milchprodukte-tragen-ama-guetesiegel-tierhaltung-plus