Bei der 76. Verleihung des Deutschen Filmpreises wurden ARTE-Koproduktionen mit einer Lola in Silber und drei weiteren Auszeichnungen geehrt.
Gelbe Briefe, Josef Mengele und Siri Hustvedt: ARTE-Koproduktionen holten beim Deutschen Filmpreis 2026 vier Lolas.
Bei der 76. Verleihung des Deutschen Filmpreises im Palais am Funkturm in Berlin wurden mehrere ARTE-Koproduktionen ausgezeichnet. Die Bilanz: eine Lola in Silber und drei weitere Lolas für Produktionen, an denen ARTE oder ARTE France Cinéma beteiligt waren. Im Mittelpunkt stehen drei sehr unterschiedliche Arbeiten: der Spielfilm „Gelbe Briefe“, Kirill Serebrennikovs „Das Verschwinden des Josef Mengele“ und die Dokumentation „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“.
Die Auszeichnungen zeigen, wie breit ARTE im europäischen Film- und Dokumentarbereich eingebunden ist. Die genannten Produktionen reichen von deutsch-französisch-türkischer Koproduktion über einen internationalen Spielfilm nach einem Roman bis zu einer dokumentarischen Arbeit über die Autorin Siri Hustvedt. Damit bildet die Meldung nicht nur eine Preisliste ab, sondern auch ein Stück europäischer Koproduktionspraxis.
Die wichtigste Auszeichnung der ARTE-Bilanz ging an „Gelbe Briefe“: Der Film von Ilker Çatak erhielt die Lola in Silber in der Kategorie Bester Spielfilm. Produzent Ingo Fliess wurde damit für eine Koproduktion ausgezeichnet, an der ZDF/ARTE beteiligt ist. Zusätzlich gewann Marvin Miller für „Gelbe Briefe“ die Auszeichnung für die beste Filmmusik.
Eine weitere Lola ging an August Diehl für die beste männliche Hauptrolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“. Der Spielfilm von Kirill Serebrennikov basiert auf dem Roman von Olivier Guez und ist eine Koproduktion unter anderem von BR/ARTE France Cinéma, CG Cinéma und Lupa Film. Der Dokumentarfilmpreis ging an „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“ von Sabine Lidl, produziert von Medea Film Factory und Irene Höfer für NDR/ARTE.
„Gelbe Briefe“ ist laut ARTE-Meldung eine Koproduktion von ZDF/ARTE mit if... Productions, Haut et Court und Limanfilm. Die Länderangabe Deutschland/Frankreich/Türkei 2026 macht deutlich, dass der Film in einem internationalen Produktionsrahmen entstanden ist. Beim Deutschen Filmpreis wurde er gleich doppelt sichtbar: als Bester Spielfilm mit der Lola in Silber und über die Auszeichnung für die Filmmusik.
Für ARTE ist diese doppelte Nennung besonders relevant. Eine Auszeichnung als Bester Spielfilm hebt das gesamte Projekt hervor, während die beste Filmmusik eine konkrete künstlerische Leistung würdigt. Beides zusammen zeigt, dass der Film nicht nur formal als Koproduktion erfolgreich war, sondern auch in einzelnen Gewerken Anerkennung fand.
„Das Verschwinden des Josef Mengele“ ist ein Spielfilm von Kirill Serebrennikov nach dem Roman von Olivier Guez. Die ARTE-Meldung nennt Frankreich, Deutschland, Russland und Mexiko als Produktionsländer und August Diehl als Darsteller. Ausgezeichnet wurde Diehl in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle.
Diese Kategorie ist eine personale Auszeichnung, wirkt aber zugleich auf den Film zurück. Wenn die Hauptrolle eines Films geehrt wird, stärkt das die Wahrnehmung der gesamten Produktion. Für eine Koproduktion wie diese ist das relevant, weil künstlerische Leistung, internationale Finanzierung und filmische Stoffwahl zusammenkommen.
Die Dokumentation „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“ von Sabine Lidl erhielt die Lola als Bester Dokumentarfilm. Produziert wurde sie laut Meldung von Medea Film Factory und Irene Höfer, beteiligt ist NDR/ARTE. Damit steht neben den Spielfilmen auch eine dokumentarische Arbeit in der ARTE-Bilanz des Deutschen Filmpreises.
Dokumentarfilme werden beim Deutschen Filmpreis als eigenständige filmische Leistung ausgezeichnet. Im Fall von „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“ verweist der Titel auf eine künstlerische und intellektuelle Auseinandersetzung mit der Autorin. Die Auszeichnung macht die Produktion für ein Publikum sichtbar, das Dokumentarfilme häufig erst über Festivals, Mediatheken oder Preisverleihungen entdeckt.
Die Lola ist die Trophäe des Deutschen Filmpreises. Sie wird in verschiedenen Kategorien vergeben, darunter Bester Spielfilm, Schauspiel, Musik und Dokumentarfilm. Eine Lola in Silber ist eine Auszeichnung innerhalb der Kategorie Bester Spielfilm.
Eine Koproduktion entsteht, wenn mehrere Partner an Finanzierung, Herstellung oder Auswertung eines Films beteiligt sind. Bei ARTE-Produktionen ist diese Struktur besonders häufig, weil der Sender europäische Zusammenarbeit im Film- und Kulturbereich stark abbildet. Die Meldung nennt bei allen drei ausgezeichneten Arbeiten konkrete Koproduktionspartner.
Der Deutsche Filmpreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für den deutschen Film. Er macht Produktionen, Filmschaffende und Gewerke sichtbar. Für internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung kann er zugleich ein Signal für Festival-, Kino- und Mediathekenpublikum sein.
ARTE ist kein klassischer Filmproduzent, sondern ein europäischer Kulturkanal mit starker Koproduktionsrolle. Wenn ARTE-Koproduktionen beim Deutschen Filmpreis mehrfach ausgezeichnet werden, zeigt das, wie öffentlich-rechtliche Kultur- und Filmförderlogiken ineinandergreifen können. Filme entstehen nicht nur aus nationalen Produktionsstrukturen, sondern häufig aus mehreren Partnern, Ländern und Sendern.
Die drei ausgezeichneten Arbeiten zeigen außerdem verschiedene Zugänge: Spielfilm, historische Romanadaption und Dokumentarfilm. Für das Publikum ist das relevant, weil solche Auszeichnungen Orientierung geben. Sie markieren Produktionen, die über die Preisverleihung hinaus in Kinos, Archiven, Mediatheken oder im Kulturprogramm weiterwirken können.
„Gelbe Briefe“ von Ilker Çatak gewann die Lola in Silber als Bester Spielfilm. Ingo Fliess wurde als Produzent genannt. Der Film erhielt außerdem die Auszeichnung für die beste Filmmusik von Marvin Miller.
August Diehl wurde für „Das Verschwinden des Josef Mengele“ als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der Film ist eine internationale Koproduktion und basiert auf dem Roman von Olivier Guez. Die ARTE-Meldung nennt unter anderem BR/ARTE France Cinéma als Beteiligte.
„Siri Hustvedt - Dance Around the Self“ von Sabine Lidl wurde als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Produziert wurde die Dokumentation von Medea Film Factory und Irene Höfer. Beteiligt ist NDR/ARTE.
Die Meldung nennt den Ehrenpreis für Wim Wenders, weil ARTE auf eine Dokumentation über den Filmemacher verweist. Die Auszeichnung gehört nicht zur Liste der ARTE-Koproduktions-Lolas, bildet aber einen zusätzlichen Kontext zur Preisverleihung und zum Kulturprogramm.
Die offiziellen Filmseiten des Deutschen Filmpreises liefern Details zu den einzelnen ausgezeichneten Produktionen. Für „Gelbe Briefe“, „Das Verschwinden des Josef Mengele“ und „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“ sind eigene Seiten verfügbar. Zusätzlich bietet die Seite zur Preisverleihung 2026 einen Gesamtüberblick.
Grundlage ist die Aussendung von ARTE G.E.I.E. Weiterführende Quellen: Deutscher Filmpreis zu „Gelbe Briefe“, Deutscher Filmpreis zu „Das Verschwinden des Josef Mengele“, Deutscher Filmpreis zu „Siri Hustvedt - Dance Around the Self“, Preisverleihung 2026 im Überblick, ARTE-Dokumentation über Wim Wenders und ARTE-Presseportal. Kontakt laut Aussendung: Lucia Göhner, Presse und PR, E-Mail tonja.von-thaden [at] arte.tv, Telefon +33 3 90 14 21 57.