zeb-Studie skizziert Basisszenario und Rezessionsszenario sowie die Rolle von Zinsniveau und KI
Die zeb-Regionalbankenstudie zeigt: 2026 kann über Stabilisierung oder Schwächung der Eigenfinanzierungskraft entscheiden; Zinsverlauf und KI sind Schlüsselfaktoren.
Anhaltende wirtschaftliche Unsicherheiten schaffen neue Realitäten im Bankensektor. Die von zeb vorgelegte Regionalbankenstudie betont, dass Konjunkturverlauf, Zinsniveau und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bis 2030 maßgeblich auf Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Banken wirken können. Laut der Untersuchung steht 2026 als mögliches Entscheidungsjahr für die Zukunft vieler österreichischer Regionalbanken im Raum.
"Die nächsten Jahre entscheiden darüber, ob Regionalbanken ihre Ertragskraft stabilisieren und in ihre Zukunft investieren können, oder ob sie in eine Phase deutlich sinkender Eigenfinanzierungskraft geraten. 2026 wird zu einem Entscheidungsjahr für Banken", erklärt Michaela Schneider, Partnerin bei zeb.Austria.
zeb stellt in der Studie zwei Szenarien gegenüber: ein Basisszenario mit moderater wirtschaftlicher Erholung und ein Rezessionsszenario mit verschärftem Abschwung bis 2028. Im Basisszenario erwartet zeb eine Normalisierung der Zinsstruktur, zurückgehende Insolvenzen und die Möglichkeit für steigende Investitionen, die die Ertragslage stabilisieren können.
Im Rezessionsszenario führt nach Darstellung der Studie ein verschärfter Abschwung bis 2028 zu sinkenden Leitzinsen, steigenden Insolvenzen und einem deutlichen Rückgang der Zinsüberschüsse. Zeb weist darauf hin, dass in diesem Szenario Mittel für nachhaltige Investitionen in Digitalisierung und KI fehlen würden.
Andreas Sumper, Partner bei zeb.Austria, warnt laut Studie vor den Konsequenzen volatiler geopolitischer Rahmenbedingungen: "Bei dermaßen volatilen geopolitischen Rahmenbedingungen, dürfen die Herausforderungen eines Rezessionsszenarios nicht ignoriert werden", so Sumper. Die Studie quantifiziert mögliche Auswirkungen auf die Profitabilität: Um das RWA-Wachstum mit Eigenkapital zu unterlegen, brauchen Banken ein Betriebsergebnis von mehr als 0,5 Prozent.
Laut zeb würden bei Eintritt des Rezessionsszenarios 65 Prozent der Banken im Jahr 2028 diese Gewinnschwelle nicht erreichen. Zudem nennt die Studie, dass jede vierte Bank unter diesen Annahmen Verluste schreiben würde.
Die Untersuchung hebt hervor, dass Großbanken bereits konsequent in die Modernisierung ihrer IT investieren. Zeb prognostiziert, dass bei konsequentem Einsatz von KI bis 2035 auch bei Regionalbanken ein Drittel der Kapazitäten freigespielt werden könnte. Diese freigewordenen Ressourcen nennt die Studie als potenziell nutzbar für Wachstum, Qualitätssteigerung und neue Aufgaben.
Michaela Schneider führt in der Pressemitteilung aus: "Statt Kapazitäten in Routinetätigkeiten zu binden, können sie gezielt für Innovationen, die Weiterentwicklung des Geschäfts und zusätzliche Wertschöpfung eingesetzt werden - ein wichtiger Hebel, um auch in herausfordernden Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben".
Die Studie zeichnet ein Bild, in dem Großbanken bereits erhebliche Mittel in die Modernisierung ihrer IT investieren, während Regionalbanken zuletzt von erhöhten Zinserträgen profitierten, diese Ergebnisse aber 2025 nicht mehr halten konnten. Zeb stellt damit eine Gegenüberstellung her: Großbanken setzen demnach verstärkt auf IT- und KI-Investitionen; Regionalbanken sehen sich gleichzeitig mit gestiegenen operativen Kosten und einer erhöhten Unsicherheit konfrontiert.
zeb verweist auf konkrete Indikatoren für die gestiegene Unsicherheit: Der World Uncertainty Index erreichte in Österreich im 3. Quartal 2025 einen Höchstwert, und international werden in der Studie der "Trump-Faktor" sowie der Iran-Konflikt als zusätzliche Unsicherheitsquellen genannt. Diese Faktoren werden in der Studie als treibend für die Verschlechterung der Ergebnislage und für die Erhöhung der Risiken genannt, ohne dass die Studie konkrete Maßnahmen vorgibt.
Als Beratungsunternehmen mit Fokus auf Strategie, Management und IT betont zeb in der Aussendung, dass es sich bei der veröffentlichten Analyse um eine Szenarioanalyse handelt, die Orientierung bieten soll, jedoch keine verbindlichen Handlungsvorgaben für Institute formuliert. Zeb ist nach eigener Darstellung seit 2001 in Österreich aktiv und hat seinen Hauptsitz in Münster sowie 15 weitere Standorte in Europa.
RWA (Risk-Weighted Assets): RWA sind in der Bankenpraxis die risikogewichteten Aktiva, die bei der Kapitalunterlegung berücksichtigt werden. Zeb verweist in der Studie auf die Notwendigkeit, RWA-Wachstum mit Eigenkapital zu unterlegen, wofür ein Betriebsergebnis von mehr als 0,5 Prozent erforderlich sein soll.
Leitzins: Der Leitzins beeinflusst laut Studie die Zinsüberschüsse der Banken. Im Rezessionsszenario erwartet zeb sinkende Leitzinsen, was zu einem Rückgang der Zinsüberschüsse führen kann.
World Uncertainty Index: Zeb nennt den World Uncertainty Index als Indikator für die gestiegene Unsicherheit. Der Index erreichte in Österreich im 3. Quartal 2025 einen Höchstwert; international werden in der Studie als Unsicherheitsfaktoren unter anderem der "Trump-Faktor" und der Iran-Konflikt genannt.
Künstliche Intelligenz (KI): In der Studie wird KI als Technologie beschrieben, die bei konsequentem Einsatz Kapazitäten freisetzen kann. Zeb nennt als Perspektive, dass ein Drittel der Kapazitäten bis 2035 freigespielt werden könnte, wenn KI umfassend genutzt wird.
zeb stellt fest, dass Österreichs Regionalbanken nach den hohen Zinserträgen der vergangenen Jahre ihre Ergebnisse 2025 nicht mehr halten konnten. Parallel dazu seien die operativen Kosten deutlich gestiegen. Als treibende Faktoren für diese Entwicklung nennt die Studie steigende Unsicherheiten, gemessen unter anderem am World Uncertainty Index.
Die Pressemitteilung nennt internationale Unsicherheitsfaktoren explizit: den "Trump-Faktor" und den Iran-Konflikt. Diese Ereignisse werden in der Studie als Elemente bezeichnet, die die globale unsichere Lage verstärken.
Diese Punkte fasst die Studie als Orientierung zusammen. Die Analyse bietet damit eine Grundlage für die strategische Einordnung der aktuellen Entwicklungen, ohne in der Pressemitteilung konkrete Maßnahmen von Seiten der Regionalbanken vorzuschreiben. Die Aussagen stammen aus der von zeb kommunizierten Szenarioanalyse.
In der Pressemitteilung nennt zeb 2026 als mögliches Entscheidungsjahr, weil nach Ansicht der Studie die nächsten Jahre darüber entscheiden, ob Regionalbanken ihre Ertragskraft stabilisieren und in ihre Zukunft investieren können oder ob sie in eine Phase sinkender Eigenfinanzierungskraft geraten. Diese Aussage stammt aus dem Zitat von Michaela Schneider, Partnerin bei zeb.Austria.
Das Basisszenario beschreibt laut Studie eine moderate wirtschaftliche Erholung, Normalisierung der Zinsstruktur und rückläufige Insolvenzen, was steigende Investitionen ermöglichen würde. Das Rezessionsszenario sieht dagegen einen verschärften Abschwung bis 2028, sinkende Leitzinsen, steigende Insolvenzen und fehlende Mittel für nachhaltige Investitionen in Digitalisierung und KI.
Zeb gibt an, dass für die Unterlegung von RWA-Wachstum mit Eigenkapital ein Betriebsergebnis von mehr als 0,5 Prozent erforderlich sei. Bei Eintritt des Rezessionsszenarios würden 65 Prozent der Banken 2028 diese Gewinnschwelle nicht erreichen; außerdem würde jede vierte Bank Verluste schreiben.
Die Studie beschreibt KI als Technologie, die Kapazitäten freisetzen kann. Zeb prognostiziert, dass bei konsequentem Einsatz von KI bis 2035 auch bei Regionalbanken ein Drittel der Kapazitäten freigespielt werden könnte, wodurch Ressourcen für Wachstum, Qualitätssteigerung und neue Aufgaben zur Verfügung stünden.
Als Treiber steigender Unsicherheiten nennt die Studie unter anderem den World Uncertainty Index, der in Österreich im 3. Quartal 2025 einen Höchstwert erreichte. International werden der "Trump-Faktor" und der Iran-Konflikt als befeuernde Unsicherheitsfaktoren genannt.
Die Pressemitteilung weist darauf hin, dass Großbanken bereits konsequent in die Modernisierung ihrer IT investieren. Zeb stellt dies in den Zusammenhang mit dem potenziellen Einsatz von KI und dem Freispielen von Kapazitäten bei Regionalbanken.
Quelle: zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh (zeb). Angaben und Zitate entstammen der von zeb verbreiteten Regionalbankenstudie und der zugehörigen Pressemitteilung.
Kontakt: Mag. Sandra Holzschuh, zeb.rolfes.schierenbeck.associates gmbh, Praterstraße 31, 1020 Vienna. Telefon: +43 1 5226370 634. E-Mail: sholzschuh [at] zeb.at. Website: zeb.at
Hinweis aus der Pressemitteilung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.