CRIF-Studie zeigt steigende Finanzsorgen, wachsende Furcht vor KI-gestütztem Betrug und hohe Erwartungen an Banken
Die CRIF-Studie 'Banking on Banks 2026' befragt 5.000 Konsument:innen und 500 Unternehmensentscheider:innen zu Finanzen, KI und Betrug in fünf Ländern.
Eine aktuelle Studie des Informationsdienstleisters CRIF zeichnet für Frühjahr 2026 ein Bild zunehmender finanzieller Verunsicherung in Teilen Europas: 78 Prozent der befragten Europäer:innen geben an, sich für die nächsten zwölf Monate Sorgen um ihre finanzielle Lage zu machen. Parallel wächst die Furcht vor KI-gestütztem Betrug – innerhalb eines Jahres stieg der Anteil derjenigen, die KI-gestützte Betrugsformen als Bedrohung sehen, von 25 auf 71 Prozent.
Die Untersuchung mit dem Titel "Banking on Banks 2026" basiert auf Befragungen von insgesamt 5.000 Konsument:innen und 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen (Erhebungszeitraum: 20. März bis 9. April 2026). Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass Finanzdienstleister als wichtige Akteure für Wirtschaft und Gesellschaft wahrgenommen werden: 61 Prozent der Konsument:innen sehen Finanzinstitutionen als wichtigen Treiber für das Wirtschaftswachstum, und 75 Prozent der Unternehmen bestätigen, dass Finanzdienstleister die europäische Wirtschaft aktiv stützen.
Die Studie "Banking on Banks 2026 - Financial services in an age of uncertainty" wurde von Opinium Research im Auftrag von CRIF durchgeführt. Befragt wurden 5.000 Konsument:innen sowie 500 Unternehmensentscheider:innen in fünf europäischen Ländern. Der Erhebungszeitraum lag zwischen dem 20. März und dem 9. April 2026.
Zu den ausgewiesenen Kernergebnissen gehören Aussagen zu finanzieller Unsicherheit, zur Wahrnehmung des Finanzsektors, zu Erwartungen an Anbieter sowie zur Rolle künstlicher Intelligenz (KI) in Betrugsrisiken und Betrugsprävention. Mehrere Prozentangaben der Studie werden in der Aussendung genannt und bilden die Grundlage der folgenden Darstellung.
Die CRIF-Auswertung nennt konkrete Zahlen zur Unsicherheit: 78 Prozent der befragten Europäer:innen berichten von finanziellen Sorgen für die kommenden zwölf Monate; im Vorjahr lag dieser Wert bei 74 Prozent. Ursachen, die in der Aussendung genannt werden, sind gestiegene Lebenshaltungskosten, schwankende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten.
Konkrete Verhaltensabsichten der privaten Befragten: 35 Prozent erwarten, am Monatsende weniger Geld zur Verfügung zu haben, und 50 Prozent planen, ihre Ausgaben zu kürzen. Auf Unternehmensseite berichten 81 Prozent von wesentlichen finanziellen Herausforderungen; 40 Prozent rechnen mit steigenden Betriebskosten, und 36 Prozent haben ihre Wachstumspläne angepasst. Gleichzeitig geben 74 Prozent der europäischen Unternehmen an, KI aktiv zur Effizienzsteigerung einzusetzen; bei Großunternehmen liegt dieser Anteil bei 89 Prozent.
Die Studie benennt die gesellschaftliche Rolle des Finanzsektors: 61 Prozent der Konsument:innen sehen Finanzinstitutionen als wichtigen Treiber für das Wirtschaftswachstum im eigenen Land. Auf Unternehmensseite bestätigen 75 Prozent, dass Finanzdienstleister die europäische Wirtschaft aktiv stützen.
Digitale Banken und Fintechs werden in der Aussendung als positiv wahrgenommen: 38 Prozent der Konsument:innen nehmen eine Serviceverbesserung bei diesen Anbietern in den letzten drei Jahren wahr. Zugleich steigen die Erwartungen an Finanzanbieter: 57 Prozent der Konsument:innen erwarten, dass Finanzanbieter in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leistbare Produkte anbieten.
Zur Einordnung der Aussagekraft dieser Zahlen zitiert CRIF Österreichs Geschäftsführerin Anca Eisner-Schwarz: "Die aktuellen Zahlen spiegeln ein europäisches Umfeld wider, in dem viele Akteure mit Unsicherheit umgehen müssen. Umso wichtiger ist es, dass Finanzdienstleister verlässliche Partner sind - mit klaren Informationen, passgenauen Produkten und einem Blick für die individuelle Situation ihrer Kund:innen."
Ein Schwerpunkt der Studie ist das Thema Betrug und die Rolle künstlicher Intelligenz. 64 Prozent der Konsument:innen sehen Betrug als wachsende persönliche Bedrohung, und 49 Prozent der Unternehmen berichten von einer Zunahme der Betrugsversuche. Besonders ausgeprägt ist die Sorge vor KI-gestützten Betrugsformen: 71 Prozent der Konsument:innen und 64 Prozent der Unternehmen befürchten, dass KI für ausgeklügeltere Angriffe genutzt wird – im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 25 Prozent.
Gleichzeitig nennt die Studie Zahlen zur Nutzung von KI in der Abwehr: 37 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen oder planen, setzen sie gezielt für die Betrugsprävention ein. Zudem sehen 76 Prozent der Unternehmensentscheider:innen Resilienz gegenüber Betrug und Cyberkriminalität als essenziell für den Geschäftserfolg. Anca Eisner-Schwarz wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: "KI ist in der Betrugsprävention längst operative Realität. Entscheidend ist, dass Technologie und menschliches Urteilsvermögen Hand in Hand gehen - nur so entstehen Lösungen, die sowohl zuverlässig als auch nachvollziehbar sind."
Künstliche Intelligenz (KI): In der Aussendung wird KI als Faktor genannt, der sowohl Betrugsrisiken erhöhen als auch zur Betrugsprävention eingesetzt werden kann. KI umfasst methodische Ansätze, mit denen Systeme Muster erkennen und Entscheidungsunterstützung liefern können; die Studie berichtet über Wahrnehmungen und Einsatzquoten in Unternehmen.
Fintechs und digitale Banken: Die Studie nennt digitale Anbieter separat und verweist auf wahrgenommene Serviceverbesserungen. Fintechs sind technologieorientierte Finanzdienstleister, die digitale Prozesse und Produkte anbieten; 38 Prozent der Konsument:innen nahmen in den letzten drei Jahren eine Serviceverbesserung bei digitalen Banken und Fintechs wahr.
Resilienz gegenüber Betrug und Cyberkriminalität: In der Studie sehen 76 Prozent der Unternehmensentscheider:innen Resilienz gegen Betrug und Cyberkriminalität als wesentlich für den Geschäftserfolg. Resilienz beschreibt hier die Fähigkeit, Angriffe zu erkennen, abzuwehren und Auswirkungen zu begrenzen.
Datenbasierte Entscheidungsmodelle: Die Aussendung nennt diese Modelle als mögliches Instrument, etwa bei Kreditvergabe oder Begleitung finanziell belasteter Haushalte und Unternehmen. Datenbasierte Entscheidungsmodelle nutzen strukturierte Informationen, um Risiken und Entscheidungen zu bewerten; in der Studie wird ihnen eine potenzielle Rolle bei frühzeitiger Risikoerkennung zugeschrieben.
Betrugsprävention: Als Präventionsmaßnahme wird in der Studie genannt, dass 37 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen oder planen, diese gezielt zur Betrugsprävention einsetzen. Betrugsprävention umfasst technische und organisatorische Maßnahmen zur Erkennung, Verhinderung und Reaktion auf betrügerische Aktivitäten.
Die CRIF-Erhebung dokumentiert sowohl das Verhalten als auch die Erwartungshaltung von Konsument:innen und Unternehmen. Auf Verbraucherseite plant jede:r zweite Befragte (50 Prozent), Ausgaben zu kürzen; 35 Prozent erwarten, am Monatsende weniger Geld zur Verfügung zu haben. Bei Unternehmen führen 40 Prozent steigende Betriebskosten als Herausforderung an, und 36 Prozent haben ihre Wachstumspläne angepasst.
Auf Seiten der Anbieter und Entscheider zeigt die Studie, dass 74 Prozent der europäischen Unternehmen bereits KI zur Effizienzsteigerung einsetzen – bei Großunternehmen liegt dieser Anteil sogar bei 89 Prozent. Aus Sicht der Studie stehen damit Handlungsfähigkeit und gleichzeitig erhöhte Erwartungen an Finanzdienstleister nebeneinander.
Wie viele Personen wurden befragt?
Die Studie basiert auf Befragungen von 5.000 Konsument:innen und 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen. Der Erhebungszeitraum war vom 20. März bis zum 9. April 2026.
Welche Hauptthemen hebt die Studie hervor?
Die Aussendung nennt finanzielle Unsicherheit für Haushalte und Unternehmen, die Wahrnehmung des Finanzsektors, Erwartungen an Finanzdienstleister sowie die Rolle von KI als Risiko für Betrug und als Werkzeug in der Betrugsprävention.
Wie hat sich die Wahrnehmung von KI-gestütztem Betrug verändert?
Laut Studie stieg der Anteil der Europäer:innen, die KI-gestützte Betrugsformen als Bedrohung sehen, innerhalb eines Jahres von 25 auf 71 Prozent. Auch 64 Prozent der befragten Unternehmen äußern Sorge, dass KI für ausgeklügeltere Angriffe genutzt werden könnte.
Welche Erwartungen haben Konsument:innen an Finanzanbieter?
Die Studie nennt, dass 57 Prozent der Konsument:innen erwarten, dass Finanzanbieter in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leistbare Produkte anbieten. Zudem sehen 61 Prozent Finanzinstitutionen als wichtigen Treiber des Wirtschaftswachstums im eigenen Land.
Setzen Unternehmen KI zur Betrugsprävention ein?
Die Aussendung gibt an, dass 37 Prozent der Unternehmen, die KI nutzen oder planen, diese gezielt für Betrugsprävention einsetzen. Darüber hinaus sehen 76 Prozent der Unternehmensentscheider:innen Resilienz gegenüber Betrug und Cyberkriminalität als essenziell für den Geschäftserfolg.
Quelle der hier zusammengefassten Daten: CRIF GmbH, Aussendung zur Studie "Banking on Banks 2026 - Financial services in an age of uncertainty". Die Studie wurde von Opinium Research im Auftrag von CRIF durchgeführt. Erhebungszeitraum: 20. März bis 9. April 2026.
Studie anfragen: presse.at[at]crif.com
Kontakt PR: Oliver Ollrogge, CRIF GmbH, Bereich Marketing/PR, E-Mail: o.ollrogge[at]crif.com, Telefon: 040 / 89 803 582