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Wiener Zinshausmarkt knackt erstmals seit 2022 Milliardengrenze

23. März 2026
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Der Wiener Immobilienmarkt sendet starke Erholungssignale: Nach drei schwierigen Jahren hat der Zinshausmarkt der Bundeshauptstadt 2025 erstmals wieder die symbolische Milliardengrenze überschritte...

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Der Wiener Immobilienmarkt sendet starke Erholungssignale: Der Zinshausmarkt der Bundeshauptstadt 2025 überschritt wieder die Milliardengrenze. Mit einem Transaktionsvolumen von rund EUR 1,04 Mrd. verzeichnete der Markt ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Starkes Plus bei Volumen und Transaktionen

Das gesamte Transaktionsvolumen am Wiener Zinshausmarkt stieg 2025 auf rund EUR 1,04 Mrd. (2024: rund EUR 869 Mio., +19 %). Ebenso ausgeprägt fiel das Plus bei der Anzahl der Transaktionen aus: Mit 348 registrierten Verkäufen wurde der Vorjahreswert (2024: 294 Verkäufe, +18 %) übertroffen.

Das zweite Halbjahr 2025 verlief dabei differenziert: Das Volumen lag mit rund EUR 439 Mio. leicht unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (2. HJ 2024: rund EUR 476 Mio.), die Anzahl der Abschlüsse stieg dabei aber von 151 im ersten auf 157 im zweiten Halbjahr 2025 an. Der Rückgang im Halbjahresvolumen ist primär auf einen deutlichen Einbruch bei Share Deals zurückzuführen, der auf veränderte rechtliche Rahmenbedingungen zurückgeht. Auch im laufenden Jahr wird in dieser spezifischen Transaktionsart eine ähnlich geringe Dynamik erwartet.

Unternehmen dominieren das Marktgeschehen

Auf der Käufer- und Verkäuferseite dominierten im zweiten Halbjahr 2025 Unternehmen das Marktgeschehen: Gemessen am Transaktionsvolumen entfielen 90 % des Käufer- und 72 % des Verkäufervolumens auf juristische Personen – eine Zunahme von 18 beziehungsweise 12 Prozentpunkten gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 (1. HJ 2025: 72 % bzw. 60 %). Zudem wurde eine wachsende Gruppe von Erstkäufern registriert.

Philipp Maisel, Leiter Investment bei OTTO Immobilien, erklärt, dass strukturierte Verkaufsverfahren wieder an Bedeutung gewinnen gegenüber diskreten Off‑Market‑Prozessen.

Preisentwicklung: Talsohle durchschritten, Aufwärtsbewegung in Toplagen

Die Preise am Wiener Zinshausmarkt haben sich in dieser Berichtsperiode insgesamt stabilisiert. In den Bezirken 1, 4 und 9 wurden Steigerungen der Mindestpreise zwischen 2 % und 6 % registriert. Die Maximalpreise legten im Bezirksdurchschnitt um rund 1 % zu, im 4. und 9. Bezirk sogar um durchschnittlich rund 8 %.

Der Minimalpreis liegt aktuell bei EUR 1.540 pro m², die Maximalpreise in Toplagen erreichen bis zu EUR 10.557 pro m². Die Durchschnittsrendite liegt bei 3,15 %. Im Großteil der Außenbezirke liegen Maximalrenditen zwischen 3 und 4 %. Die Spitzenrenditen in den inneren Bezirken liegen zwischen rund 1,4 und 2,4 %.

Bestand: Struktureller Rückgang setzt sich fort

Der Bestand an Wiener Gründerzeit‑Zinshäusern nimmt weiter ab. OTTO Immobilien erfasst noch 13.346 Objekte – ein Rückgang von 42 Objekten seit der letzten Berichtsperiode und ein Minus von insgesamt 2.182 Objekten bzw. rund 14 % seit Beginn der Erhebungen im Herbst 2009. Hauptursache bleibt die Umwandlung in Wohnungseigentum durch Parifizierung. Nutzungsänderungen spielen ebenfalls eine Rolle; Abrisse sind hingegen selten.

Ausblick: Markt gewinnt weiter an Fahrt

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete das Zinshaus‑Team eine deutlich höhere Anzahl an Anfragen sowohl professioneller als auch privater Kundinnen und Kunden.

Für 2026 prognostiziert OTTO Immobilien ein Transaktionsvolumen im Zinshaus‑Bereich von rund EUR 1,3 Mrd.

Ausführliche Informationen und Übersichten für jeden Wiener Bezirk im Zinshaus‑Marktbericht von OTTO Immobilien: https://epaper.otto.at/link/674132/

Schlagworte

#Bild#Immobilien#Finanzen und Dienstleistungen

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