Die Wiener Wohnbaupolitik steht erneut im Zentrum politischer Kontroversen. Mit der Wahl von Elke Hanel-Torsch zur neuen Wohnbaustadträtin entfachte der FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss eine Debatte über Transparenz und die inhaltliche Bilanz der Wohnbaupolitik.
Die Wiener Wohnbaupolitik steht erneut im Zentrum politischer Kontroversen. Die Wahl von Elke Hanel-Torsch zur neuen Wohnbaustadträtin löste Kritik des FPÖ-Klubobmanns Maximilian Krauss aus, der insbesondere den Ablauf der Wahl und die fehlende inhaltliche Debatte bemängelte. Krauss kritisierte, dass eine so wichtige Personalentscheidung nicht ohne vorherige inhaltliche Debatte und ohne transparente Vorstellung der Kandidatin erfolgen dürfe. „Es ist völlig verkehrt, dass zuerst gewählt und erst danach diskutiert wird. Wer ein so zentrales Ressort wie den Wohnbau übernimmt, muss sich vorab einer ernsthaften Befragung und einer öffentlichen Vorstellung stellen.“
Der Kern der Auseinandersetzung liegt im Wahlverfahren selbst. Krauss bemängelt, dass eine so wichtige Personalentscheidung ohne vorherige inhaltliche Debatte und transparente Vorstellung der Kandidatin erfolgte. Diese Kritik richtete sich nicht nur gegen den Wahlablauf, sondern auch gegen das Verhalten anderer Parteien im Gemeinderat.
Krauss richtete besonders scharfe Kritik an den NEOS und warf ihnen Doppelmoral vor. Er kritisierte zudem die ÖVP dafür, in den Medien als Opposition aufzutreten, im entscheidenden Moment aber nicht die erwartete Haltung einzunehmen.
Im Zentrum der Kritik stand die inhaltliche Bilanz der Wiener Wohnbaupolitik. Der jüngste Rechnungshofbericht habe zahlreiche Missstände aufgezeigt und bestätige laut Krauss die langjährige Kritik der FPÖ. Er nannte unter anderem einen massiven Sanierungsstau, ineffiziente Strukturen und steigende Kosten bei gleichzeitig sinkender Servicequalität als Ergebnis der vergangenen Politik. Besonders Wiener Wohnen stand dabei exemplarisch für Probleme wie Unerreichbarkeit, monatelange Wartezeiten bei Reparaturen und mangelnde Kontrolle externer Dienstleister, die für viele Mieter zur Belastung würden.
Krauss äußerte sich auch kritisch zur angekündigten Reform der Wohnungsvergabe und dem vorgeschlagenen Punktesystem. Er bezweifelte, dass dieses System die grundlegenden Probleme lösen werde, und forderte ein klares politisches Bekenntnis zur Ausrichtung des sozialen Wohnbaus.
Die neue Stadträtin stehe vor gewaltigen Herausforderungen, so Krauss. Er äußerte Zweifel daran, dass sich unter der aktuellen Stadtregierung kurzfristig Verbesserungen einstellen würden. Die FPÖ kündigte an, die Entwicklungen im Wohnbau weiterhin genau zu beobachten und mit eigenen Initiativen Druck für Veränderungen zu machen.