Projektwerkstätten in Josefstadt und Penzing im März 2026
Das Wiener Klimateam geht in die nächste Phase: Bürger können ihre Klimaideen in konkreten Workshops zu umsetzbaren Projekten entwickeln.
Wien setzt auf die Kraft der Bürgerbeteiligung beim Klimaschutz: Nach der erfolgreichen Ideensammlung im Herbst startet das Wiener Klimateam nun in die nächste entscheidende Phase. In speziellen Projektwerkstätten können interessierte Wienerinnen und Wiener ihre Klimaideen gemeinsam mit Experten und Bezirksvertretern zu konkreten, umsetzbaren Projekten weiterentwickeln.
Die Ideen sind vielfältig und konkret: Begrünung von Plätzen und Straßen, Verbesserungen für den Radverkehr, der Umstieg auf Solarenergie oder Klima-Workshops für Kinder. All diese Vorschläge entstammen der ersten Phase des Wiener Klimateams, die im vergangenen Herbst in der Josefstadt und in Penzing durchgeführt wurde. Nun folgt der entscheidende Schritt von der Idee zur Umsetzung.
"Im Wiener Klimateam setzen wir auf das Wissen der Wienerinnen und Wiener – denn sie wissen ganz genau, was es bei ihnen im Grätzl für ein gutes Klima braucht", erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky das Konzept. "Und weil es beim Klimateam nicht nur um die Ideen geht, können alle Interessierten an konkreten Klimaprojekten weiterarbeiten."
Die erste Projektwerkstatt findet am 3. März 2026 in der Josefstadt statt. Von 16:30 bis 20:30 Uhr können sich Interessierte im WIENXTRA - Institut für Freizeitpädagogik in der Albertgasse 35 einbringen. Zwei Wochen später, am 17. März 2026, folgt die Projektwerkstatt für Penzing im Festsaal der Bezirksvorstehung in der Hütteldorfer Straße 188.
Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Für die Josefstadt können sich Interessierte unter https://ticket.wien.gv.at/M20/werkstatt1080/ anmelden, für Penzing unter https://ticket.wien.gv.at/M20/werkstatt1140/.
In den Projektwerkstätten wird in Kleingruppen gearbeitet. Dabei treffen Ideengeber, interessierte Bürger, Experten der Stadt Wien und Vertreter aus den Bezirken aufeinander. Gemeinsam überlegen sie, wie aus den gesammelten Ideen konkrete, umsetzbare Projekte für die jeweiligen Bezirke werden können.
Die Bezirksvorsteher beider Bezirke zeigen sich vom Engagement der Bürger beeindruckt. Martin Fabisch, Bezirksvorsteher der Josefstadt, betont: "Bei der Projekt-Werkstatt heißt es: Ärmel hochkrempeln und aus guten Ideen konkrete Projekte entwickeln. Ich bin begeistert von der Kreativität und dem Tatendrang, mit dem die Josefstädterinnen und Josefstädter den Klimaschutz aktiv vorantreiben!"
Auch Michaela Schüchner, Bezirksvorsteherin von Penzing, zeigt sich erfreut über die hohe Beteiligung: "In Penzing ist uns die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig. Umso mehr freut es mich, dass sich beim Wiener Klimateam so viele Penzingerinnen und Penzinger einbringen und es auch so viele Möglichkeiten für Interessierte gibt, mitzumachen."
Parallel zu den Projektwerkstätten läuft bereits ein weiterer wichtiger Prozess: die Losung der Bürger-Jurys. Pro Bezirk wird eine repräsentative Jury ausgelost, die den jeweiligen Bezirk möglichst gut widerspiegelt. Dabei wird auf sozio-demografische Merkmale wie Alter, Bildung, Geschlecht, Einkommen oder Herkunft geachtet.
Diese Bürger-Jurys haben eine entscheidende Aufgabe: Sie bestimmen, welche der entwickelten Projekte den politischen Vertretern zur tatsächlichen Umsetzung übergeben werden sollen. Damit wird sichergestellt, dass nicht nur Experten, sondern auch die Betroffenen selbst über die Klimaprojekte in ihren Bezirken entscheiden.
Der Ansatz des Wiener Klimateams ist bewusst partizipativ und transparent gestaltet. "Im Frühjahr entscheidet dann eine repräsentativ geloste Bürger-Jury, welche Projekte umgesetzt werden", so Czernohorszky. Dieser Prozess stellt sicher, dass die Klimaprojekte nicht nur fachlich fundiert, sondern auch demokratisch legitimiert sind.
Das Wiener Klimateam ist Teil der umfassenden Klimastrategie der Stadt Wien. Durch die direkte Einbindung der Bürger in die Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass die Projekte auch tatsächlich den Bedürfnissen und Gegebenheiten vor Ort entsprechen. Gleichzeitig wird das Bewusstsein für Klimaschutz in der Bevölkerung gestärkt.
Die Bandbreite der eingebrachten Ideen zeigt, wie vielfältig die Ansätze für lokalen Klimaschutz sein können. Von konkreten baulichen Maßnahmen wie der Begrünung von Straßen und Plätzen über Verkehrsprojekte bis hin zu Bildungsmaßnahmen reichen die Vorschläge. Diese Vielfalt spiegelt wider, dass Klimaschutz ein Querschnittsthema ist, das alle Bereiche des städtischen Lebens betrifft.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Projektwerkstätten nicht nur für die ursprünglichen Ideengeber offen sind. Alle interessierten Bewohner der jeweiligen Bezirke können teilnehmen und sich zu den Ideen austauschen. Diese offene Herangehensweise soll sicherstellen, dass möglichst viele Perspektiven und Erfahrungen in die Projektentwicklung einfließen.
Die vierstündigen Workshops bieten ausreichend Zeit für intensive Diskussionen und die gemeinsame Entwicklung konkreter Umsetzungsschritte. Durch die Anwesenheit von Experten der Stadt Wien können auch technische und rechtliche Aspekte der Projektentwicklung berücksichtigt werden.
Interessierte finden weitere Informationen zum Wiener Klimateam unter klimateam.wien.gv.at oder auf der Plattform mitgestalten.wien.gv.at/wiener-klimateam. Dort können sie sich auch über zukünftige Entwicklungen und weitere Beteiligungsmöglichkeiten informieren.
Das Wiener Klimateam zeigt beispielhaft, wie moderne Bürgerbeteiligung im Bereich Klimaschutz funktionieren kann. Durch die Kombination aus direkter Beteiligung, fachlicher Expertise und demokratischer Entscheidungsfindung entsteht ein Modell, das auch für andere Städte interessant sein könnte.