ÖAW lädt zum Internationalen Tag der Mathematik mit interaktiven Stationen und VR-Erfahrungen
Am 13. März 2026 verwandelt sich das ÖAW-Hauptgebäude in eine interaktive Mathematik-Erlebniswelt für alle Altersgruppen.
Mathematik ist überall – und das wird am 13. März 2026 in Wien besonders deutlich. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) öffnet ihre Türen für einen außergewöhnlichen Aktionstag, der Mathematik zum Anfassen und Erleben präsentiert. Von 14:00 bis 18:30 Uhr verwandelt sich das historische Hauptgebäude am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz in eine interaktive Lern- und Entdeckungswelt.
Der Internationale Tag der Mathematik steht 2026 unter dem Motto "Mathematics and Hope" – Mathematik und Hoffnung. Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. In einer Zeit, in der komplexe gesellschaftliche Herausforderungen nach innovativen Lösungen verlangen, zeigt die Veranstaltung, wie mathematische Methoden dabei helfen können, diese zu bewältigen.
Bereits ab 14:00 Uhr können Besucher an interaktiven Stationen im gesamten Gebäude experimentieren und forschen. Die offizielle Eröffnung um 14:30 Uhr im Festsaal verspricht dabei ein besonderes Erlebnis: Musik und Tanz treffen auf Mathematik und zeigen, wie vielfältig die Verbindungen zwischen den Disziplinen sind.
Das Besondere an der Wiener Veranstaltung ist die breite Zielgruppe. Während das Hauptprogramm für Interessierte ab 12 Jahren konzipiert ist, gibt es auch spezielle Angebote für Kinder ab 6 Jahren. Der Eintritt ist frei, und für die meisten Aktivitäten ist keine Voranmeldung erforderlich.
Die geplanten Aktivitäten versprechen eine Reise durch die moderne Mathematik. Eine zentrale Frage dabei: Wie beeinflusst Mathematik unser tägliches Leben? Die Antworten sind vielfältiger, als man zunächst vermuten würde.
An den interaktiven Stationen erfahren Besucher beispielsweise, wie mathematische Algorithmen bei der Entscheidungsfindung helfen oder wie sich Töne visualisieren lassen. Besonders spannend wird die Darstellung von Bevölkerungsentwicklungen und gesellschaftlichen Trends – Themen, die gerade in Österreich von hoher Relevanz sind.
Ein technologisches Highlight der Veranstaltung ist zweifellos die Virtual Reality-Station. Hier können Teilnehmer in eine virtuelle Datenwelt eintauchen und komplexe Netzwerke sowie mathematische Strukturen auf völlig neue Weise erkunden. Diese innovative Herangehensweise macht abstrakte mathematische Konzepte greifbar und verständlich.
Die Kooperation zwischen der ÖAW, der Technischen Universität Wien und der Universität Wien bringt dabei unterschiedliche Perspektiven zusammen. Während die ÖAW als Gastgeber ihre Rolle als zentrale Forschungseinrichtung Österreichs unterstreicht, tragen die beiden Universitäten mit ihrer Expertise in angewandter und theoretischer Mathematik bei.
Die Kurzvorträge im Festsaal versprechen besonders aufschlussreich zu werden. Ein Themenschwerpunkt liegt auf Zufallsbewegungen und der faszinierenden Frage, warum die Dimension darüber entscheidet, ob mathematische "Wege" zu ihrem Ausgangspunkt zurückfinden. Dieses scheinbar abstrakte Thema hat überraschende Anwendungen in der Physik und den Ingenieurswissenschaften.
Hochaktuell ist auch der Vortrag zu Künstlicher Intelligenz. Hier erfahren Besucher, wie Mathematik dabei hilft, KI-Systeme besser zu verstehen und verlässlicher zu machen – ein Thema, das angesichts der rasanten KI-Entwicklung von enormer gesellschaftlicher Bedeutung ist.
Ein durchgehend geöffnetes Science Café bietet die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Mathematikern und Mathematikerinnen. Diese niedrigschwellige Gesprächsatmosphäre ermöglicht es, auch komplexere Fragen zu stellen und persönliche Einblicke in die Forschungsarbeit zu erhalten.
Für Workshops mit begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Registrierung am Willkommensstand vor Ort erforderlich. Diese Workshops bieten vertiefte Einblicke in spezielle Themenbereiche und ermöglichen intensiveren Austausch in kleineren Gruppen.
Der Internationale Tag der Mathematik findet traditionell rund um den 14. März statt – die englische Datumsschreibung 3.14 verweist dabei auf die berühmte Kreiszahl Pi. Die Initiative geht auf die International Mathematical Union (IMU) zurück und wurde von der UNESCO offiziell ausgerufen.
Wien reiht sich damit in eine weltweite Bewegung ein, die Mathematik aus den Hörsälen und Forschungslaboren heraus in die Öffentlichkeit bringt. Das diesjährige Motto "Mathematics and Hope" unterstreicht dabei den Optimismus, dass mathematische Methoden zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen können.
Die Veranstaltung ist mehr als nur ein wissenschaftlicher Aktionstag. Sie ist ein Statement für die Bedeutung mathematischer Bildung in einer zunehmend digitalisierten Welt. Gerade für junge Menschen bietet sie die Chance, Mathematik jenseits des Schulunterrichts zu erleben und möglicherweise Interesse für mathematische Studiengänge oder Berufe zu entwickeln.
Die österreichische Forschungslandschaft profitiert von solchen Initiativen, da sie das öffentliche Interesse an Wissenschaft fördern und den Nachwuchs inspirieren. Die ÖAW als eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen des Landes unterstreicht mit dieser Veranstaltung ihre gesellschaftliche Verantwortung.
Der kostenlose Zugang macht die Veranstaltung für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich. Das ÖAW-Hauptgebäude am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2 im ersten Wiener Bezirk ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Veranstaltung am Freitagnachmittag ermöglicht auch Berufstätigen die Teilnahme.
Die Altersspanne von 6 bis 99+ Jahren zeigt, dass Mathematik keine Altersgrenzen kennt. Familien können gemeinsam entdecken, Studenten neue Perspektiven gewinnen und Senioren ihr Wissen auffrischen oder völlig neue Bereiche kennenlernen.
Mit dieser Veranstaltung setzt Wien ein deutliches Zeichen für die Wissenschaftskommunikation und beweist, dass auch komplexe Themen wie Mathematik auf spannende und zugängliche Weise vermittelt werden können. Der 13. März 2026 wird damit zu einem besonderen Tag für alle, die neugierig auf die faszinierende Welt der Zahlen, Formeln und Algorithmen sind.