Wien bereitet sich auf Hitzewelle vor: Bäder, Brunnen und Zonen
Verlängerte Öffnungszeiten in Freibädern, kostenlose Badeplätze, Coole Zonen und Hitzewarndienst stehen bereit
Wien erweitert Bäderöffnungszeiten, bietet 63 km freie Ufer, 37 Coole Zonen und 1.800 Trinkbrunnen – Maßnahmen für die erwartete Hitzewelle.
Für die kommenden Tage werden Temperaturen von deutlich über 35 Grad erwartet. Die Stadt Wien hat ein Bündel an Angeboten und Diensten zusammengestellt, die laut Aussendung während Hitzetagen genutzt werden können: verlängerte Öffnungszeiten in Freibädern, zahlreiche gratis Badeplätze an Donau und Alten Donau, die sogenannten Coolen Zonen, öffentliche Trinkbrunnen sowie ein Hitzewarndienst via App.
Die Hitze-Situation in Wien wird nach Angaben der Stadt im Rahmen des AMAS (Austrian Multi-Hazard Advice Service) und durch die Koordinierungseinrichtungen der Stadt Wien laufend beurteilt und präzise beobachtet. Je nach Lage könne anlassbezogen und flexibel über weitere Maßnahmen entschieden werden, heißt es in der Aussendung.
NEU: Verlängerte Öffnungszeiten in vier Wiener Freibädern
Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky hat laut Mitteilung die Verlängerung der Öffnungszeiten von drei weiteren Bädern veranlasst. In der Aussendung heißt es wörtlich: „Wiens Bäder sind wichtige Hitzeschutzpartner und für viele Menschen eine gute Möglichkeit, den hohen Temperaturen zu entkommen. Das haben die hohen Gästezahlen während der vergangenen Hitzewelle bewiesen.“
Zusätzlich zum Strandbad Alte Donau verlängern nun auch das Kongreßbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad ihre Öffnungszeiten. Die konkret genannten Zeiträume sind:
- 30. Juli bis 2. August: Öffnungszeiten bis 21:00 Uhr (Badeschluss 20:30 Uhr)
- 3. August bis 9. August: Öffnungszeiten bis 20:30 Uhr (Badeschluss 20:00 Uhr)
Weitere Informationen zu den Wiener Bädern sind laut Aussendung auf der städtischen Seite verfügbar:
Kostenlose Badeplätze auf 63 Kilometer Uferlänge
Die Stadt weist darauf hin, dass neben den städtischen Freibädern zahlreiche gratis Badeplätze zur Verfügung stehen. Insgesamt bieten laut Mitteilung 63 Kilometer frei zugängliche Ufer mit kostenlosen Badeplätzen Erholung am Wasser, etwa an Neuer und Alter Donau.
Als Beispiel nennt die Aussendung das Freizeitareal Pier 22: Es sei rund 13.000 Quadratmeter groß, liege direkt bei der Reichsbrücke und vereine konsumfreie Aufenthaltsflächen, Badeplattformen, Wasserzugänge, Sportangebote, Duschen und Liegewiesen – mit U-Bahn-Anschluss. Informationen dazu gibt die Stadt unter: www.copabeach.wien/pier22
Weitere konkret benannte Orte an der Neuen Donau sind der CopaBeach, der Arena Beach in der Kaisermühlenbucht, die Piratbucht mit rund 200 Metern Sandstrand sowie ein Familienbadestrand mit 250 Metern kinderfreundlichem Wasserzugang. Zur Alten Donau werden in der Aussendung der Arbeiterstrand mit einer 23.000 Quadratmeter großen Liegelandschaft und die Strombucht am Dampfschiffhaufen mit rund 6.000 Quadratmetern Wiese genannt. Mit dem neuen Bank Austria Park entstehe zudem ein öffentlicher Raum auf 28.000 Quadratmetern, in dem Kunstwerke kuratiert von André Heller und neue Badestege sowie Schwimmplattformen eine Rolle spielen.
37 Coole Zonen und 1.800 Trinkbrunnen
Die sogenannten Coolen Zonen sind laut Mitteilung frei zugängliche Räume, in denen man sich ohne Konsumzwang abkühlen und länger verweilen kann. Die Stadt beschreibt diese Orte als mit Sitzmöglichkeiten, kostenlosem Trinkwasser und Toiletten ausgestattet und nennt sie für alle Menschen gratis. Insgesamt gebe es mittlerweile 37 Coole Zonen in Wien.
Als neu genannte Standorte öffnet das Wien Museum am Karlsplatz samstags und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr; das Haus Erlebnis Europa in der Rotenturmstraße 19 öffne zusätzlich am Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr. Details zu Öffnungszeiten und standortspezifischen Angeboten finden sich laut Aussendung auf dem stadtplan der Stadt Wien: https://www.wien.gv.at/stadtplan
Für die Trinkwasserversorgung nennt die Stadt 1.800 öffentliche Trinkbrunnen im gesamten Stadtgebiet. Seit 2021 seien mehr als 700 neue Standorte errichtet worden; allein im Jahr 2025 kamen laut Mitteilung 200 hinzu. Informationen hierzu führt die Stadt auf:
Schnelle Abkühlung für Senioren in Wien
In 20 Pensionistenklubs des Kuratoriums Wiener Pensionistenwohnhäusern sind laut Aussendung Coole Zonen mit angenehmen Temperaturen zwischen 20 und 24 Grad Celsius eingerichtet. Vier dieser Klubs seien auch am Wochenende jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Stadt verweist auf die Klubliste des Kuratoriums: https://kwp.at/pensionistenklubs/klubs/unsere-klubs/
Darüber hinaus heißt es, in allen 29 Häusern zum Leben stünden klimatisierte Aufenthalts- und Rückzugsräume zur Verfügung. Die Aussendung nennt außerdem Maßnahmen wie gezielte Trinkförderung, wasserreiche Ernährung und engmaschige, individuelle Betreuung; sie verweist auf die interne Forschungsküche, die demnach laufend neue Angebote und Produkte für die Flüssigkeitsversorgung entwickelt. In der Mitteilung wird zudem die Bedeutung des Personals betont, sowie Investitionen in Begrünung, Beschattung, Photovoltaikanlagen und moderne Kühlung, um Gebäude langfristig „klimafit“ zu machen.
Grünraum und Wasserspielplätze gegen Hitzebildung
Laut Aussendung baut Wien den Hitzeschutz langfristig über Grünflächen, Bäume, Entsiegelung und Wasserflächen aus. Die Stadt pflanze jährlich im Schnitt bis zu 4.500 Bäume und schaffe zusätzlich zu mehr als 1.000 bestehenden Parks weitere Grünräume. In Parks würden vermehrt Wasserspiele und eigene Wasserspielplätze angeboten.
Die Wiener Stadtgärten pflegten nach Angaben der Stadt mehr als 500.000 Stadtbäume. Seit der Novelle des Wiener Baumschutzgesetzes werde der Baumbestand demnach noch stärker geschützt. Die Mitteilung berichtet außerdem, dass mit dem Ausbau von Parks, Wäldern und Miniwäldern wie „Wiener Wäldchen“ und „Wiener Straucherl“ neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen werden.
Entsiegelungen und Vertikalbegrünung
Wo keine Bäume gepflanzt werden könnten, nennt die Stadt kühlende Grünfassaden und Vertikalbegrünungen als Lösung. Die Aussendung berichtet, die Stadt fördere die Errichtung solcher Begrünungen und plane, in den nächsten Jahren viele private Häuser sowie Schulen, Amtsgebäude und Gemeindebauten zu begrünen. Auf entsiegelten Flächen könne Regenwasser vor Ort versickern und so Boden und Pflanzen versorgen.
In der Mitteilung wird eine effektive Kühlung durch Grünflächen genannt: Sie kühlen die Luft um 3 bis 6 Grad Celsius; Bäume verstärkten diesen Effekt bei Hitzewellen, so die städtische Aussage.
Gekühlte Grätzl-Wohnzimmer und die Offensive „Raus aus dem Asphalt“
Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ hat die Stadt Wien laut Mitteilung vor rund fünf Jahren eine umfangreiche Begrünungs-, Entsiegelungs- und Kühlungsoffensive im öffentlichen Straßenraum gestartet. Bislang seien über 344 Projekte in allen 23 Bezirken umgesetzt worden, heißt es.
Die Aussendung zählt konkrete Zahlen auf: mehr als 3.300 Bäume allein im Straßenraum gepflanzt, über 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiele geschaffen. Planungsstadträtin Ulli Sima wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Mit unserer Raus aus dem Asphalt-Offensive haben wir gerade bei den Bahnhofsvorplätzen – wie am Praterstern oder beim Franz Josefs Bahnhof bereits sicht- und fühlbare Schritte zur Entsiegelung, Begrünung, Kühlung und genereller Aufwertung gesetzt“.
Weitere Informationen zur Offensive nennt die Stadt auf: https://wienwirdwow.at
80 Prozent der Wiener Öffis sind bereits klimatisiert
Die Wiener Linien verfügen laut Aussendung über einen hohen Anteil klimatisierter Fahrzeuge: Knapp 80 Prozent der Flotte seien bereits klimatisiert. Die Busse sowie die gesamte Linie U6 seien zu 100 Prozent klimatisiert, der Anteil klimatisierter U-Bahnen und Straßenbahnen liege aktuell bei 64 Prozent.
Die Stadt führt weiter aus, dass seit 2001 nur noch Fahrzeuge mit Klimaanlagen angeschafft würden. Seit Anfang Juli zeige zudem die WienMobil App an, welche Fahrzeuge klimatisiert sind; die Information erscheine bei den U-Bahn-Abfahrtszeiten. Als Merkmale klimatisierter ULF-Niederflurstraßenbahnen werden runde Leuchten und Blinker sowie Luftauslässe über den Sitzen genannt. Auf den Linien U1 bis U4 seien alle V-Züge und die neuen X-Züge klimatisiert; diese Züge seien innen durchgängig begehbar.
Gesundheitsberatung 1450 Wien und Hitzeratgeber
Die Aussendung nennt das Gesundheitstelefon 1450 Wien als erste Anlaufstelle, wenn akute Beschwerden oder körperliches Unwohlsein aufgrund der Hitze auftreten. Ein Anruf bei der Gesundheitsberatung ermögliche laut Mitteilung eine rasche erste Einschätzung der Symptome durch Fachexperten. Häufig genannte Symptome während Hitzewellen seien Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder Übelkeit; auch Sonnenbrände, Ausschläge und Insektenstiche rücken demnach stärker in den Vordergrund.
Die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte bei 1450 würden je nach Dringlichkeit und Symptomatik den individuell optimalen Versorgungsort empfehlen – von Akutversorgung über Abklärung im niedergelassenen Bereich bis zu Selbstbehandlungstipps. Tipps zum Umgang mit Hitze gebe es nach dem Anruf auch per SMS-Service bzw. auf der Website: https://www.1450.wien
Der städtische Hitzeratgeber wird als zusätzliche Informationsquelle zu Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper sowie hitzebedingten Erkrankungen und Notfällen genannt: https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber
Hitzewarndienst und Stadt Wien-App
Neben dem Warndienst der Wiener Landessanitätsdirektion biete die Stadt Wien-App Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen, so die Mitteilung. Informationen dazu stellt die Stadt in der App bereit:
Begriffe erklärt
AMAS (Austrian Multi-Hazard Advice Service): In der Aussendung wird AMAS als Rahmen genannt, in dem die Hitze-Situation bewertet wird; die Beobachtung und Beurteilung erfolgen demnach laufend.
Coole Zonen: Frei zugängliche Räume ohne Konsumzwang mit angenehmen Raumtemperaturen, Sitzmöglichkeiten, kostenlosem Trinkwasser und Toiletten; laut Mitteilung sind sie für alle Menschen gratis und es gibt 37 Standorte in Wien.
Hitzewarndienst / Stadt Wien-App: Die App sendet laut Aussendung Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen und ergänzt damit den Warndienst der Wiener Landessanitätsdirektion.
Raus aus dem Asphalt: Bezeichnung der städtischen Offensive zur Begrünung, Entsiegelung und Abkühlung des öffentlichen Straßenraums; seit Beginn vor rund fünf Jahren wurden laut Mitteilung mehr als 344 Projekte umgesetzt.
Trinkbrunnen: Öffentliche Anlagen zur Wasserversorgung; die Stadt nennt 1.800 Trinkbrunnen, mit mehr als 700 neuen Standorten seit 2021 und 200 neuen im Jahr 2025.
Welche Angebote Wiener kurzfristig nutzen können
Laut Aussendung stehen mehrere Optionen zur Verfügung: verlängerte Freibadöffnungszeiten in ausgewählten Bädern, zahlreiche frei zugängliche Badeplätze entlang der Donau, Coole Zonen mit Sitzmöglichkeiten und Trinkwasser, öffentliche Trinkbrunnen im gesamten Stadtgebiet sowie klimatisierte Räume in Pensionistenklubs und Häusern zum Leben. Ergänzend informiere die Stadt per App über Warnungen und biete das Gesundheitstelefon 1450 Wien als Anlaufstelle bei akuten Beschwerden.
FAQ zur Hitzewelle in Wien
Welche Freibäder haben verlängerte Öffnungszeiten? Laut Aussendung wurden neben dem Strandbad Alte Donau das Kongreßbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad mit verlängerten Öffnungszeiten genannt. Die angegebenen Zeiträume sind 30. Juli bis 2. August (öff. bis 21:00 Uhr, Badeschluss 20:30 Uhr) und 3. bis 9. August (öff. bis 20:30 Uhr, Badeschluss 20:00 Uhr).
Wo finde ich kostenlose Badeplätze in Wien? Die Mitteilung nennt insbesondere die Neue und die Alte Donau und verweist auf insgesamt 63 Kilometer frei zugänglicher Ufer mit kostenlosen Badeplätzen. Konkrete Orte im Text sind Pier 22, CopaBeach, Arena Beach, die Piratbucht, der Familienbadestrand und Bereiche an der Alten Donau wie der Arbeiterstrand und die Strombucht am Dampfschiffhaufen.
Was sind Coole Zonen und wie viele gibt es? Coole Zonen sind laut Aussendung frei zugängliche Räume ohne Konsumzwang mit angenehmen Raumtemperaturen, Sitzmöglichkeiten, kostenlosem Trinkwasser und Toiletten. Insgesamt gibt es demnach 37 Coole Zonen in Wien; einige Standorte bieten auch am Wochenende erweiterte Öffnungszeiten.
Wie erkenne ich klimatisierte Öffis? Die Stadt beschreibt, dass seit Anfang Juli in der WienMobil App sichtbar wird, welche Fahrzeuge klimatisiert sind; die Info erscheint bei den U-Bahn-Abfahrtszeiten. Bei ULF-Niederflurstraßenbahnen werden runde Leuchten und Blinker sowie Luftauslässe über den Sitzen als Erkennungsmerkmale genannt. Die Busse und die Linie U6 sind laut Mitteilung zu 100 Prozent klimatisiert.
Wohin bei akuten Beschwerden wegen Hitze? Die Aussendung weist auf die Gesundheitsberatung 1450 Wien hin, die per Anruf eine erste Einschätzung durch Fachexperten ermögliche. Laut Mitteilung empfehlen die dortigen diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte je nach Dringlichkeit und Symptomatik den individuell optimalen Versorgungsort, von Akutversorgung über niedergelassene Abklärung bis zu Selbstbehandlungstipps.
Quellen und Kontakt
Quellen laut Aussendung: stadtplan der Stadt Wien (https://www.wien.gv.at/stadtplan), Informationen zu Bädern (), Pier 22 / CopaBeach (http://www.copabeach.wien/pier22), Trinkbrunnen (), Hitzeratgeber (https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber), WienMobil App-Info (), 1450 Wien (https://www.1450.wien), Raus aus dem Asphalt (https://wienwirdwow.at), Kuratoriumsinfo zu Pensionistenklubs (https://kwp.at/pensionistenklubs/klubs/unsere-klubs/).
Pressekontakt (laut Aussendung): Rathauskorrespondenz, Stadt Wien - Kommunikation und Medien, Diensthabende Redakteur, Service für Journalist; Telefon: 01 4000-81081; E-Mail: dr [at] ma53.wien.gv.at; Website: https://presse.wien.gv.at
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