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Westbahn startet auf Südstrecke - Neue Ära für NÖ-Pendler

Wiener Neustadt wird zur zentralen Verkehrsdrehscheibe mit schnellen Direktverbindungen

1. März 2026 um 12:16
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Die Westbahn erweitert ihr Streckennetz auf die Südroute und bringt moderne Hochgeschwindigkeitszüge nach Niederösterreich. Pendler profitieren von neuen Direktverbindungen und verbessertem Service.

Niederösterreich erhält eine bedeutende Aufwertung im österreichischen Fernverkehr: Die Westbahn nimmt den Betrieb auf der Südstrecke auf und verbindet künftig Wien über Wiener Neustadt mit der Steiermark und Kärnten. Der offizielle Startschuss erfolgte in Wiener Neustadt unter Teilnahme von Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer.

Neue Standards für den Bahnverkehr in Niederösterreich

"Die Westbahn auf der Südstrecke ist ein Gewinn für Niederösterreich. Für mich zählt, dass unsere Pendler und unsere Familien profitieren", betonte Verkehrslandesrat Udo Landbauer bei der Eröffnungsfeier. Der Wettbewerb im Bahnverkehr soll als Motor für mehr Qualität, Pünktlichkeit und besseren Service fungieren.

Westbahn-Geschäftsführer Thomas Posch hob die Bedeutung des neuen Angebots hervor: "Erstmals verbindet die Westbahn Wien, Graz, Klagenfurt und Villach mit einem durchgängigen Angebot. Damit bringen wir nicht nur moderne Hochgeschwindigkeitszüge auf die Südstrecke, sondern setzen auch neue Maßstäbe bei Komfort, Service und Reisequalität."

Wiener Neustadt als zentrale Verkehrsdrehscheibe gestärkt

Mit dem fixen Halt in Wiener Neustadt wird einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs deutlich aufgewertet. Die Stadt festigt damit ihre Position als zentrale Verkehrsdrehscheibe Niederösterreichs. Besonders hervorzuheben ist die neue Direktverbindung von Wiener Neustadt nach Klagenfurt mit einer Fahrzeit von nur 2 Stunden und 38 Minuten - die mit Abstand schnellste Verbindung auf dieser Strecke.

Für Pendler ergeben sich durch den Westbahn-Halt neue attraktive Umsteigeverbindungen zu wichtigen Regionalbahnstrecken wie der Gutensteinerbahn, Puchbergerbahn und Aspangbahn. Die Fahrzeit zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt beträgt dabei nur 27 Minuten.

Modernste Technik mit SMILE-Hochgeschwindigkeitszügen

Die Westbahn setzt auf der Südstrecke drei brandneue SMILE-Hochgeschwindigkeitszüge des Schweizer Herstellers Stadler ein. Diese modernen, einstöckigen Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und bieten 422 Ledersitze mit hohem Komfort.

Zur technischen Ausstattung gehören:

  • Kostenloses WLAN in allen Wagen
  • Steckdosen an jedem Sitzplatz
  • Barrierefreier Zugang
  • Relax Check-in Service
  • Kostenlose Sitzplatzreservierung (WestFixplatz)

"Unser Angebot auf der Südstrecke ist ein Qualitätsversprechen an unsere Fahrgäste: Moderne Züge, hoher Komfort und unsere Kolleginnen und Kollegen machen den Unterschied", erklärte Westbahn-Geschäftsführer Marco Ramsbacher.

Stufenweiser Ausbau des Fahrplans

Der Westbahn-Betrieb auf der Südstrecke erfolgt in mehreren Phasen:

Phase 1 (ab 1. März)

Drei tägliche Verbindungen pro Richtung mit Halt in Payerbach-Reichenau markieren den Startschuss für das neue Angebot.

Phase 2 (ab 26. März)

Ausweitung auf fünf Verbindungen pro Tag und Richtung an Wochenenden (Freitag bis Sonntag), rund um Feiertage sowie in den Ferienzeiten. Dieses nachfrageorientierte Angebot berücksichtigt die besonderen Reisebedürfnisse der österreichischen Bevölkerung.

Phase 3 (ab 29. Mai)

Vollbetrieb mit fünf täglichen Verbindungen pro Richtung von Montag bis Sonntag zwischen Wien und Villach. Der Halt wird dann vom Payerbach-Reichenau nach Semmering verlegt.

Streckenverlauf und Haltestellen

Die Westbahn-Züge verkehren zwischen Wien Hauptbahnhof und Villach und bedienen dabei folgende Stationen:

  • Wien Meidling
  • Wiener Neustadt
  • Semmering-Region (ab 29. Mai)
  • Bruck an der Mur
  • Graz
  • Kühnsdorf-Klopeiner See
  • Klagenfurt
  • Pörtschach am Wörthersee
  • Villach

Rekord-Fahrzeiten für österreichische Verhältnisse

Die Westbahn setzt auf schnelle Direktverbindungen, um den Fahrgästen entspanntes und umsteigefreies Reisen zu ermöglichen. Zu den Highlights gehören:

  • Villach - Wien: 3 Stunden 30 Minuten mit nur 7 Zwischenstopps
  • Klagenfurt - Wiener Neustadt: 2 Stunden 38 Minuten (schnellste Verbindung)
  • Kühnsdorf-Klopeiner See - Wien: unter 3 Stunden ohne Umstieg

Wirtschaftliche Bedeutung für Niederösterreich

"Eine starke Verkehrsinfrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor für Arbeitsplätze, Wirtschaft und Lebensqualität", unterstrich Landbauer die volkswirtschaftliche Dimension des Projekts. "Unser Anspruch in Niederösterreich ist klar: Wir wollen die besten Verbindungen für unsere Landsleute."

Die verbesserte Bahnanbindung stärkt nicht nur die Mobilität der Pendler, sondern macht Niederösterreich auch als Wirtschaftsstandort attraktiver. Unternehmen profitieren von besseren Verbindungen zu wichtigen Geschäftszentren in Wien, Graz und Klagenfurt.

Impulse für den österreichischen Bahnverkehr

Mit dem Einstieg der Westbahn auf der Südstrecke intensiviert sich der Wettbewerb im österreichischen Fernverkehr. Dies soll langfristig zu Verbesserungen bei Qualität, Pünktlichkeit und Service führen. Die Westbahn hat bereits auf der Weststrecke zwischen Wien und Salzburg gezeigt, wie Konkurrenz den gesamten Bahnverkehr beleben kann.

"Der Wettbewerb ist sicher auch ein Motor hin zu mehr Qualität. Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Service sind entscheidend", so Landbauer über die positiven Effekte der Liberalisierung.

Die Expansion der Westbahn auf die Südstrecke markiert einen wichtigen Meilenstein für die Mobilität in Österreich und insbesondere für Niederösterreich. Mit modernen Zügen, attraktiven Fahrzeiten und verbessertem Service setzt das Unternehmen neue Maßstäbe im österreichischen Bahnverkehr.

Schlagworte

#Westbahn#Niederösterreich#Bahnverkehr#Wiener Neustadt#Landbauer#Mobilität#Südstrecke

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