VOR-Partner bringt moderne SMILE-Züge auf die Südstrecke nach Villach
Die Westbahn startet mit drei täglichen Verbindungen von Wien nach Villach und erweitert das Angebot schrittweise auf fünf Fahrten pro Richtung.
Fahrgäste in der Ost-Region können sich über ein deutlich verbessertes Bahnangebot freuen: Die Westbahn nimmt ab 1. März den Betrieb auf der Südstrecke auf und erweitert damit das Angebot des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) erheblich. Täglich sechs zusätzliche Verbindungen stehen zwischen Wien und der Semmeringregion zur Verfügung – alle im bewährten VOR-Tarif nutzbar.
Der Start erfolgt zunächst mit drei täglichen Verbindungen pro Richtung zwischen Wien Hauptbahnhof und Villach. Die modernen Züge nehmen ihren Weg über Wien Meidling und die Pottendorfer Linie nach Wiener Neustadt. Aufgrund von Bauarbeiten der ÖBB-Infrastruktur ist bis 28. Mai ein Halt in Payerbach-Reichenau vorgesehen, danach wird dieser durch einen Stopp in Semmering ersetzt.
Die Westbahn-Züge bedienen entlang der Südstrecke wichtige Knotenpunkte wie Bruck an der Mur, Graz, Kühnsdorf-Klopeiner See, Klagenfurt, Pörtschach und schließlich Villach. Diese Streckenführung verbindet erstmals Wien, Graz, Klagenfurt und Villach mit einem durchgängigen Westbahn-Angebot.
Das Angebot wird in mehreren Stufen erweitert:
Diese stufenweise Erweiterung berücksichtigt die laufenden Bauarbeiten der ÖBB-Infrastruktur zwischen 14. März und 28. Mai, die Anpassungen im Fahrplan erforderlich machen.
Ein besonderer Vorteil für die Fahrgäste: Der bewährte VOR-Tarif gilt auch in den neuen Westbahn-Zügen auf der Südstrecke bis einschließlich Semmering. Dies bedeutet, dass bestehende Zeitkarten, Jahrestickets und andere VOR-Fahrkarten ohne Aufpreis genutzt werden können.
"Mit der Angebotsausweitung der Westbahn erhalten unsere Fahrgäste täglich sechs zusätzliche Verbindungen im VOR-Tarif zwischen Wien und Semmering. Das bedeutet deutlich mehr Flexibilität im Alltag und in der Freizeit – sowohl für Berufspendler als auch für Ausflüge am Wochenende", betonen die VOR-Geschäftsführer Karin Zipperer und Alexander Schierhuber.
Für den Betrieb auf der Südstrecke setzt die Westbahn auf drei brandneue SMILE-Hochgeschwindigkeitszüge des renommierten Schweizer Herstellers Stadler. Zwei dieser modernen Züge sind bereits zum Start am 1. März einsatzbereit, der dritte folgt Mitte März.
Die neuen Züge beeindrucken mit ihren technischen Spezifikationen:
Die Westbahn sieht in der Expansion auf die Südstrecke eine Chance, neue Qualitätsstandards zu setzen. "Erstmals verbindet die Westbahn Wien, Graz, Klagenfurt und Villach mit einem durchgängigen Angebot. Damit bringen wir nicht nur moderne Hochgeschwindigkeitszüge auf die Südstrecke, sondern setzen auch neue Maßstäbe bei Komfort, Service und Reisequalität", erklärt Westbahn-Geschäftsführer Thomas Posch.
Sein Kollege Marco Ramsbacher ergänzt: "Unser Angebot auf der Südstrecke ist ein Qualitätsversprechen an unsere Fahrgäste: Moderne Züge, hoher Komfort und unsere Kolleginnen und Kollegen machen den Unterschied. Wettbewerb ist für uns der Motor für beste Qualität und ein erstklassiges Reiseerlebnis."
Die Erweiterung des Bahnangebots kommt verschiedenen Zielgruppen zugute. Berufspendler zwischen Wien und den Regionen entlang der Südstrecke profitieren von den zusätzlichen Verbindungen und der damit verbundenen höheren Flexibilität bei der Reiseplanung. Gleichzeitig wird die Südstrecke für Touristen attraktiver, die die Semmeringregion oder die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten besuchen möchten.
Besonders die Wochenend- und Feiertagsverbindungen ab 26. März dürften für Ausflügler interessant sein, die spontane Trips in die beliebten Urlaubsregionen unternehmen möchten. Die durchgängige Verbindung bis nach Villach öffnet neue Möglichkeiten für Reisende aus der Ostregion.
Die neuen Westbahn-Verbindungen ergänzen das bestehende ÖBB-Angebot und schaffen durch den Wettbewerb zusätzliche Wahlmöglichkeiten für die Fahrgäste. Die Integration in das VOR-Tarifsystem stellt sicher, dass keine zusätzlichen Kosten für die Nutzer entstehen und bestehende Abonnements weiterhin gültig bleiben.
Durch die baustellenbedingte Anpassung des Fahrplans zeigt sich die Flexibilität des Systems, auch bei infrastrukturellen Herausforderungen ein verlässliches Angebot zu gewährleisten. Der Wechsel vom Halt Payerbach-Reichenau nach Semmering ab 29. Mai wird die Anbindung der touristisch wichtigen Semmeringregion weiter stärken.
Mit der Inbetriebnahme der Westbahn-Züge auf der Südstrecke entsteht ein neues Kapitel im österreichischen Bahnverkehr. Die modernen SMILE-Züge setzen technische Standards, die auch andere Anbieter unter Zugzwang setzen könnten. Die positive Entwicklung des Bahnverkehrs in Österreich wird durch solche Initiativen weiter gefördert.
Für die Fahrgäste in der Ost-Region bedeutet dies konkret: mehr Verbindungen, höherer Komfort und größere Flexibilität bei der Reiseplanung. Die stufenweise Einführung bis Mai 2026 gibt allen Beteiligten Zeit, sich an das erweiterte Angebot zu gewöhnen und mögliche Anpassungen vorzunehmen.