Wien, 14. Januar 2026 – Die österreichische Regierung hat eine Entscheidung getroffen, die das Potenzial hat, das Leben vieler Menschen zu verändern. Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird auf 5 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme, die heute von der Regierung angekündigt wurde, könnte eine will
Wien, 14. Januar 2026 – Die österreichische Regierung hat eine Entscheidung getroffen, die das Potenzial hat, das Leben vieler Menschen zu verändern. Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wird auf 5 Prozent gesenkt. Diese Maßnahme, die heute von der Regierung angekündigt wurde, könnte eine willkommene Entlastung für viele Haushalte in Österreich darstellen, insbesondere für jene mit niedrigem Einkommen. Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, begrüßt diesen Schritt ausdrücklich.
Die Mehrwertsteuer, auch Umsatzsteuer genannt, ist eine Steuer, die auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen erhoben wird. In Österreich beträgt der reguläre Satz 20 Prozent. Eine Reduzierung auf 5 Prozent für Grundnahrungsmittel bedeutet, dass der Preis für diese Produkte erheblich sinken könnte, was wiederum die Kaufkraft der Konsumenten stärkt.
Die Mehrwertsteuer wurde in Österreich im Jahr 1973 eingeführt, als Teil der Harmonisierung der Steuersysteme innerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Ursprünglich betrug der Satz 16 Prozent, wurde aber im Laufe der Jahre mehrmals angepasst. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ist ein Novum und könnte als Reaktion auf die anhaltende Teuerungskrise gesehen werden.
In Deutschland beträgt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel 7 Prozent, während in der Schweiz ein Satz von 2,5 Prozent gilt. Österreichs Schritt, den Satz auf 5 Prozent zu senken, positioniert das Land im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig und könnte als Vorbild für andere EU-Länder dienen.
Für viele Österreicher, besonders jene, die unter der Armutsgrenze leben, bedeutet diese Steuerreduktion eine direkte finanzielle Entlastung. Ein durchschnittlicher Haushalt könnte monatlich bis zu 50 Euro sparen, was in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten eine spürbare Erleichterung darstellt. Doch Fenninger warnt: „Es ist wichtig, dass diese Entlastung auch tatsächlich bei den Konsumenten ankommt und nicht in den Taschen der großen Supermarktketten verschwindet.“
Die österreichische Statistikbehörde schätzt, dass die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel die jährlichen Steuereinnahmen um etwa 500 Millionen Euro reduzieren könnte. Diese Mindereinnahmen müssen durch andere Maßnahmen kompensiert werden, um das Budgetdefizit nicht zu vergrößern.
Viele Experten sehen die Senkung der Mehrwertsteuer als einen notwendigen Schritt in der aktuellen wirtschaftlichen Lage. „Es ist ein Signal an die Bevölkerung, dass die Regierung ihre Sorgen ernst nimmt“, sagt Dr. Maria Huber, Wirtschaftsanalystin an der Universität Wien. Gleichzeitig fordert die Volkshilfe weitergehende Maßnahmen, wie die Einführung einer Preiskommission, um die Preisbildung im Lebensmittelhandel zu überwachen.
Die Senkung der Mehrwertsteuer ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch sie ist kein Allheilmittel. Die Regierung muss sicherstellen, dass die Maßnahme nachhaltig ist und nicht zu einer erhöhten Inflation führt, sobald sie endet. Zudem sind weitere strukturelle Reformen notwendig, um die soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Maßnahme in den kommenden Monaten auf die Wirtschaft und die Lebensqualität der Österreicher auswirken wird.
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