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voestalpine erweitert Wandelanleihen um 35 Millionen Euro

Österreichischer Stahlkonzern nutzt günstiges Marktumfeld für weitere Finanzierung

2. März 2026
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Der Linzer Stahlkonzern voestalpine stockt seine 2023 emittierten Wandelanleihen um bis zu 35 Millionen Euro auf und nutzt eigene Aktien zur Bedienung.

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Die voestalpine AG hat angekündigt, ihre bereits 2023 emittierten Wandelanleihen um bis zu 35 Millionen Euro aufzustocken. Der österreichische Stahlkonzern mit Hauptsitz in Linz begründet diesen Schritt mit dem derzeit günstigen Marktumfeld für Finanzierungen.

Details der neuen Wandelanleihe-Emission

Der Vorstand der voestalpine AG beschloss am 2. März 2026, nicht nachrangige und unbesicherte Wandelanleihen mit Fälligkeit 2028 im Gesamtnennbetrag von bis zu 35 Millionen Euro zu begeben. Diese Anleihen stellen eine Aufstockungstranche zu den bereits 2023 emittierten Wandelanleihen im Volumen von 250 Millionen Euro dar.

Die neuen Wandelanleihen werden in Stückelungen von jeweils 100.000 Euro ausgegeben. Der Ausgabepreis soll während des Bookbuilding-Verfahrens festgelegt werden. Sofern sie nicht vorher gewandelt, zurückgekauft oder eingelöst werden, erfolgt die Rückzahlung am oder um den 28. April 2028 zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen.

Verwendung von eigenen Aktien zur Bedienung

Eine Besonderheit der voestalpine-Strategie liegt in der Verwendung eigener Aktien zur Bedienung der Wandelrechte. Wie bereits bei den 2023er Wandelanleihen beschlossen, sollen auch für die neue Emission Treasury Shares verwendet werden, wenn Gläubiger ihre Wandelrechte ausüben.

Derzeit verfügt voestalpine über 7.098.547 eigene Aktien, was 3,98 Prozent des Grundkapitals entspricht. Zur Deckung aller Wandelrechte der 2023er Wandelanleihen einschließlich der neuen Aufstockungstranche würden auf Basis des aktuellen Wandlungspreises von rund 40,49 Euro bis zu 7.039.227 Aktien (3,94 Prozent des Grundkapitals) benötigt.

Zielgruppe und Platzierungsverfahren

Das Angebot richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren außerhalb der USA, Australiens, Japans, Südafrikas und anderer Jurisdiktionen, in denen solche Angebote gesetzlich untersagt wären. Die Platzierung erfolgt über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren.

Die bestehenden Bezugsrechte der Aktionäre auf die neuen Wandelanleihen werden ausgeschlossen. Dies ermöglicht dem Unternehmen eine flexiblere und schnellere Platzierung bei institutionellen Investoren.

Zeitplan und Genehmigungsverfahren

Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats und abhängig von den Marktbedingungen ist das Angebot für die zweite Märzhälfte 2026 geplant. Das Ergebnis der Emission wird in einer separaten Pressemitteilung bekannt gegeben.

Der Beschluss steht im Zusammenhang mit bereits erfolgten Vorstandsberichten gemäß den Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes. Diese Berichte sowie die entsprechenden Ad-hoc-Mitteilungen sind auf der Unternehmenswebsite verfügbar.

Regulatorische Aspekte und Transparenz

Die Mitteilung erfolgt als Insiderinformation gemäß Artikel 17 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) der EU. voestalpine verpflichtet sich, seine Veröffentlichungspflichten gemäß der österreichischen Veröffentlichungsverordnung 2018 über die Unternehmenswebsite zu erfüllen.

Für Investoren in verschiedenen Jurisdiktionen gelten unterschiedliche Bestimmungen. In der Europäischen Union richtet sich das Angebot ausschließlich an qualifizierte Investoren im Sinne der EU-Prospektverordnung. Im Vereinigten Königreich ist die Mitteilung nur für bestimmte Kategorien professioneller Investoren bestimmt.

Hintergrund zum Unternehmen voestalpine

Die voestalpine AG ist ein österreichischer Technologie- und Industriegüterkonzern mit Hauptsitz in Linz. Das Unternehmen ist in der Stahl-, Automotive-, Railway Systems- und Maschinenbauindustrie tätig und zählt zu den führenden Stahlkonzernen Europas.

Die voestalpine-Aktie (ISIN: AT0000937503) ist im offiziellen Handel der Wiener Börse notiert. Mit der aktuellen Wandelanleihe-Strategie nutzt das Unternehmen ein bewährtes Finanzierungsinstrument, das sowohl Fremd- als auch Eigenkapitalelemente kombiniert.

Ausblick und Marktbedingungen

Die Entscheidung zur Aufstockung der Wandelanleihen spiegelt das Vertrauen des Managements in die aktuellen Marktbedingungen wider. Wandelanleihen bieten Unternehmen den Vorteil niedrigerer Zinssätze im Vergleich zu herkömmlichen Anleihen, da Investoren für das Wandelrecht eine geringere Verzinsung akzeptieren.

Für Investoren bieten Wandelanleihen die Möglichkeit, von einer positiven Kursentwicklung der voestalpine-Aktie zu profitieren, während gleichzeitig das Risiko durch den Anleihenteil begrenzt wird. Bei einem Wandlungspreis von etwa 40,49 Euro liegt dieser deutlich über dem aktuellen Börsenkurs, was Potenzial für künftige Wandlungen signalisiert.

Die Emission unterstreicht voestalpin's kontinuierliche Bemühungen um eine ausgewogene Finanzierungsstruktur und die strategische Nutzung verschiedener Kapitalmarktinstrumente zur Unternehmensfinanzierung.

Schlagworte

#voestalpine#Wandelanleihen#Finanzierung#Österreich#Stahlkonzern#EQS

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