Das am 18. März 2026 veröffentlichte Jahresergebnis von VERBUND für 2025 weist Rückgänge bei wichtigen Kennzahlen auf, bleibt aber auf hohem Niveau trotz herausfordernder Rahmenbedingungen.
Das am 18. März 2026 veröffentlichte Jahresergebnis zeigt einen Rückgang bei wichtigen Kennzahlen, blieb aber auf einem hohen Niveau. Besonders die unterdurchschnittliche Wasserführung und die verlängerte Windfall Tax (Übergewinnsteuer) belasteten die Bilanz des Unternehmens.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 21,3 Prozent auf 2.737,5 Millionen Euro. Der Konzerngewinn ging um 20,6 Prozent auf 1.489,4 Millionen Euro zurück. Nach Bereinigung um einmalige Effekte betrug das Konzernergebnis 1.472,1 Millionen Euro, was einem Rückgang von 25,5 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Die EBITDA-Marge verringerte sich von 42,2 Prozent im Vorjahr auf 34,2 Prozent. Der Umsatz sank um 2,8 Prozent auf 8.013,6 Millionen Euro.
Der Hydro-Koeffizient für Laufkraftwerke lag bei 0,79 und damit 30 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 1,09 und 21 Prozentpunkte unter dem langfristigen Durchschnitt. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke sank um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt ging die Erzeugung aus Wasserkraftanlagen um 8.078 GWh oder 24,2 Prozent auf 25.370 GWh zurück.
Die Novelle des Energiekrisen-Beitragsgesetzes verlängerte die Windfall Tax bis 2030. Im Berichtsjahr 2025 beliefen sich die damit verbundenen Aufwendungen in Österreich auf 135,9 Millionen Euro.
Die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik ging ebenfalls zurück. Der Koeffizient für neue erneuerbare Energien aus Wind und Photovoltaik lag bei 0,82, 9 Prozentpunkte unter dem Niveau von 2024 (0,91) und 18 Prozentpunkte unter dem geplanten Wert.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise für die Eigenproduktion aus Wasserkraft sanken nur geringfügig um 1,7 Euro pro MWh auf 116,3 Euro pro MWh. Das Stromnetz-Segment trug positiv zum Ergebnis bei, unter anderem aufgrund höherer Auktionserlöse für grenzüberschreitende Übertragungskapazitäten. Der Vertriebsbereich entwickelte sich ebenfalls gut. Der Beitrag aus Flexibilitätsprodukten blieb mit rund 275 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.
Der Hauptversammlung am 21. April 2026 wird eine Dividende von 3,15 Euro je Aktie vorgeschlagen, aufgeteilt in eine reguläre Dividende von 2,00 Euro je Aktie und eine Sonderdividende von 1,15 Euro je Aktie. Die Ausschüttung ist an die Billigung des Jahresabschlusses 2025 und einen entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss gebunden.
Der freie Cashflow vor Dividenden sank um 74,2 Prozent auf 536,8 Millionen Euro; der freie Cashflow nach Dividenden war mit -792,7 Millionen Euro negativ. Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA erhöhte sich von 0,6 auf 1,0.
Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ging von 96,4 Prozent auf 92,9 Prozent zurück. Die spezifischen Treibhausgasemissionen stiegen von 13,0 auf 25,4 g CO2e/kWh.
Für 2026 erwartet VERBUND ein EBITDA zwischen rund 2.000 und 2.500 Millionen Euro sowie ein Konzernergebnis von rund 900 bis 1.200 Millionen Euro. Die geplante Ausschüttungsquote für 2026 liegt zwischen 45 und 55 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass keine weiteren rechtlichen oder regulatorischen Änderungen eintreten.