Wirtschaftsminister informiert über Wiederaufbau-Initiative und Energiemarkt
Bundesminister Hattmannsdorfer lädt zu Pressekonferenz über geplante Ukraine-Wirtschaftsmission und gibt Stellungnahme zur Energiemarktlage ab.
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer vom Wirtschaftsministerium (BMWET) hat für kommenden Dienstag, 3. März 2026, eine Pressekonferenz zu einer geplanten Ukraine-Mission angekündigt. Gemeinsam mit Regierungskoordinator Wolfgang Anzengruber will der Minister einen detaillierten Ausblick auf die bevorstehende Wirtschaftsmission geben und gleichzeitig zur aktuellen Lage am Energiemarkt Stellung nehmen.
Die angekündigte Pressekonferenz unterstreicht die Bedeutung, die Österreich dem Wiederaufbau der Ukraine beimisst. Mit Wolfgang Anzengruber als Regierungskoordinator für den Ukraine-Wiederaufbau hat die Bundesregierung eine zentrale Koordinationsstelle für alle entsprechenden Aktivitäten geschaffen. Die geplante Wirtschaftsmission soll österreichische Unternehmen bei Geschäftsmöglichkeiten im Rahmen des Wiederaufbaus unterstützen.
Wirtschaftsmissionen sind ein bewährtes Instrument der österreichischen Außenwirtschaftspolitik. Sie ermöglichen es heimischen Unternehmen, neue Märkte zu erschließen und internationale Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Im Fall der Ukraine geht es jedoch nicht nur um klassische Exportförderung, sondern um die Beteiligung an einem historischen Wiederaufbauprogramm.
Neben der Ukraine-Mission wird Minister Hattmannsdorfer auch zur aktuellen Situation am Energiemarkt Stellung nehmen. Diese Doppelthematik ist kein Zufall: Der Ukraine-Krieg hat die europäischen Energiemärkte nachhaltig verändert und Österreich vor neue Herausforderungen gestellt.
Die Diversifizierung der Energieversorgung und der Ausbau erneuerbarer Energien stehen im Zentrum der österreichischen Energiepolitik. Gleichzeitig müssen Versorgungssicherheit und leistbare Preise für Verbraucher und Unternehmen gewährleistet werden. Die Stellungnahme des Ministers dürfte aktuelle Entwicklungen bei Preisen, Versorgungssicherheit und den Fortschritt bei der Energiewende beleuchten.
Als neutrales Land nimmt Österreich eine besondere Position ein, wenn es um den Ukraine-Wiederaufbau geht. Die Bundesregierung hat sich klar zur humanitären und wirtschaftlichen Unterstützung der Ukraine bekannt, ohne militärische Hilfe zu leisten. Wirtschaftsmissionen sind daher ein wichtiges Instrument, um solidarische Unterstützung zu zeigen und gleichzeitig österreichische Wirtschaftsinteressen zu wahren.
Die Koordination durch Wolfgang Anzengruber soll sicherstellen, dass alle österreichischen Aktivitäten im Ukraine-Wiederaufbau abgestimmt und effizient erfolgen. Dazu gehören nicht nur Wirtschaftsmissionen, sondern auch entwicklungspolitische Maßnahmen, technische Hilfe und der Transfer von Know-how.
Für die österreichische Wirtschaft eröffnet der Ukraine-Wiederaufbau sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einerseits entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten in Bereichen wie Infrastruktur, Energietechnik, Umwelttechnologie und Digitalisierung. Andererseits sind die Risiken aufgrund der Kriegssituation und unsicheren Rechtslage erheblich.
Staatliche Unterstützung durch Wirtschaftsmissionen, Exportgarantien und Beratungsleistungen kann österreichischen Unternehmen helfen, diese Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind auf solche Unterstützung angewiesen, um in schwierigen Märkten Fuß zu fassen.
Von der angekündigten Pressekonferenz werden konkrete Informationen über Zeitplan, Teilnehmer und Ziele der geplanten Ukraine-Mission erwartet. Auch Details zur Unterstützung österreichischer Unternehmen und zur Koordination mit internationalen Wiederaufbau-Initiativen dürften Thema sein.
Bei der Energiemarkt-Stellungnahme werden aktuelle Preisentwicklungen, Versorgungssicherheit und der Stand der Energiewende im Mittelpunkt stehen. Angesichts der volatilen Energiemärkte sind regelmäßige Updates der Regierung wichtig für Planungssicherheit von Unternehmen und Verbrauchern.
Die Pressekonferenz findet am Dienstag, 3. März 2026, um 10:30 Uhr im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus statt. Veranstaltungsort ist Saal IV im ersten Stock des Gebäudes am Stubenring 1 in Wien. Der Zugang erfolgt über Tor 2 "Sozialministerium".
Medienvertreter werden gebeten, sich vorab per E-Mail unter [email protected] anzumelden. Nach den Statements von Minister Hattmannsdorfer und Koordinator Anzengruber ist eine Fragerunde geplant, in der beide Gesprächspartner für Fragen zur Verfügung stehen.
Die Pressekonferenz unterstreicht die Bedeutung, die die Bundesregierung sowohl der Ukraine-Hilfe als auch der Energiepolitik beimisst. Beide Themen sind eng miteinander verknüpft und prägen die politische Agenda nachhaltig. Die Stellungnahmen von Minister Hattmannsdorfer und Koordinator Anzengruber werden wichtige Einblicke in die weitere Strategie der Bundesregierung geben.