IKG verlieh höchste Auszeichnung am 16. Juni 2026 im Gemeindezentrum Seitenstettengasse
Die Israelitische Kultusgemeinde Wien verlieh die Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille an Ahmad Mansour, Markus Müller und Cornelius Obonya.
Bei einem Festakt am Dienstag, dem 16. Juni 2026, verlieh die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) die Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille an drei Persönlichkeiten: Ahmad Mansour, Univ.-Prof. Dr. Markus Müller sowie Kammerschauspieler Cornelius Obonya. Die Auszeichnungen erfolgten jeweils auf Basis eines einstimmigen Beschlusses des Kultusvorstands der IKG.
Der Festakt fand im Gemeindezentrum der IKG in der Wiener Seitenstettengasse statt; der Saal war laut Aussendung bis auf den letzten Platz besetzt. IKG-Präsident Oskar Deutsch überreichte die Medaillen und äußerte in seiner Rede, weshalb die drei Geehrten die höchste Auszeichnung der Gemeinde erhalten haben.
Die Marietta-und-Friedrich-Torberg-Medaille ist die höchste Auszeichnung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Für das Jahr 2026 wurden drei Personen ausgezeichnet: Ahmad Mansour, der in der Aussendung als Diplom-Psychologe, Autor und Publizist bezeichnet wird; Univ.-Prof. Dr. Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien; sowie Cornelius Obonya, Kammerschauspieler und Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich.
Nach Angaben der IKG fiel die Entscheidung über die Vergabe jeweils einstimmig. Die Auszeichnung wird in der Mitteilung vor dem Hintergrund des Namensgebers erläutert: Sie soll das Andenken an den Schriftsteller und Humanisten Friedrich Torberg sowie seine Frau Marietta wachhalten.
Die IKG-Aussendung nennt den Veranstaltungsort und das Datum der Verleihung ausdrücklich: Gemeindezentrum Seitenstettengasse, Dienstag, 16. Juni 2026. Sie beschreibt darüber hinaus den Rahmen der Veranstaltung mit einer bis auf den letzten Platz belegten Halle.
Als offizieller Vertreter der IKG trat Präsident Oskar Deutsch auf und übergab die Medaillen. Laudationes hielten laut Mitteilung Bundesministerin Claudia Bauer, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak und Dr. Danielle Spera; musikalisch traten Timna Brauer, Jasmin Meiri-Brauer und Jannis Raptis auf. Die Aussendung nennt diese Teilnehmenden namentlich, ohne nähere Details zu den Inhalten der Reden oder zum musikalischen Programm zu liefern.
Ahmad Mansour wird in der Aussendung als "Pionier im Wirken gegen alle Formen des Extremismus, Antisemitismus und Radikalisierung" beschrieben. IKG-Präsident Oskar Deutsch wird mit der Aussage zitiert, Mansour gerate "selbst ins Visier von Feinden des Humanismus" und trete trotz Drohungen offensiv für "Demokratie, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und ein friedliches Zusammenleben" ein. Weiter heißt es, er stelle sich den "als Gerüchte über Israel getarnten Antisemitismen" mit Scharfsinn und Leidenschaft entgegen.
Über Univ.-Prof. Dr. Markus Müller heißt es in der Mitteilung: "Rektor Markus Müller ist ein Vorreiter und Verbündeter im Kampf gegen jede Form des Antisemitismus." Deutsch nennt als Beispiele, dass Müller "richtungsweisende Akzente zum würdevollen Gedenken an die Schoa und zur Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen, insbesondere an der MedUni Wien", gesetzt habe, und fügt hinzu: "Seine tiefe Freundschaft zu Israel habe er in fordernden Zeiten mehr als bewiesen."
Kammerschauspieler Cornelius Obonya wird als "gewichtige Stimme in der Zivilgesellschaft" bezeichnet. Die IKG schreibt, Obonya engagiere sich "seit Jahrzehnten für die Erinnerung an die Opfer der Schoa sowie für einen kritischen Umgang mit Tätern." Deutsch wird weiter mit den Worten zitiert: "Er hat sich stets seine klare Haltung bewahrt, in einer Zeit, in der wir gerade im Kunst- und Kulturbereich Zeugen eines antisemitischen Tsunamis sind."
Die Aussendung benennt die Medaille als höchste Auszeichnung der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Dem Text zufolge würdigt die Medaille Personen, die sich für Demokratie, gegen Antisemitismus und für die Erinnerung an die Schoa sowie für die Freundschaft zu Israel einsetzen; sie erinnert zudem an Friedrich Torberg und seine Frau Marietta.
In der Mitteilung tritt die IKG als verleihende Institution auf. Als Repräsentant der Gemeinde wird IKG-Präsident Oskar Deutsch genannt; weitere organisatorische Details über die IKG jenseits dieser Funktion werden in der Aussendung nicht ausgeführt.
Die Aussendung nennt die "Erinnerung an die Schoa" als zentrales Thema der Auszeichnung. In diesem Kontext bezeichnet der Begriff das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, das laut Mitteilung zu den Kriterien der Medaille gehört.
Als Laudationes bezeichnet die Mitteilung die Reden zu Ehren der Preisträger. Für die Verleihung 2026 nennt die IKG drei Laudatoren namentlich: Bundesministerin Claudia Bauer, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak und Dr. Danielle Spera.
Der Kultusvorstand wird in der Aussendung als das zuständige Gremium genannt, das die Verleihung jeweils einstimmig beschlossen hat. Die Mitteilung enthält keine weiteren Angaben zur Zusammensetzung oder Geschäftsordnung des Vorstands.
Die IKG-Aussendung legt die Schwerpunkte der Würdigungen über direkte Zitate von Oskar Deutsch dar: Bei Mansour hebt Deutsch vor allem dessen Engagement gegen Extremismus und Antisemitismus sowie dessen Einsatz für demokratische Werte hervor. Bei Markus Müller nennt Deutsch Müllers Rolle bei der Aufarbeitung und beim würdevollen Gedenken an die Schoa an der Medizinischen Universität Wien. Bei Cornelius Obonya betont Deutsch dessen langjähriges Engagement für Erinnerung und kritische Auseinandersetzung mit Tätern.
Die Mitteilung stellt diese Aussagen als zentrale Begründungen für die Auszeichnungen dar und verknüpft sie mit dem Anspruch der IKG, Persönlichkeiten zu ehren, die sich "in besonderer Weise für eine offene, lebendige und demokratische Gesellschaft einsetzen".
Die Liste fasst die in der Aussendung genannten Themen zusammen; die Mitteilung verbindet diese mit den individuellen Leistungen der geehrten Personen.
Die Auszeichnung wurde von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) verliehen. In der Aussendung ist IKG-Präsident Oskar Deutsch als Überreichender genannt; die Vergaben erfolgten laut Mitteilung jeweils auf Basis eines einstimmigen Beschlusses des Kultusvorstands.
Gemäß der IKG-Aussendung erhielten die Medaille Ahmad Mansour (Diplom-Psychologe, Autor und Publizist), Univ.-Prof. Dr. Markus Müller (Rektor der Medizinischen Universität Wien) und Cornelius Obonya (Kammerschauspieler; Präsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich).
Die Verleihung erfolgte am Dienstag, dem 16. Juni 2026, im Gemeindezentrum der IKG in der Wiener Seitenstettengasse. Laut Aussendung war der Saal bis auf den letzten Platz belegt.
In der Mitteilung werden als Laudatoren Bundesministerin Claudia Bauer, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak und Dr. Danielle Spera genannt. Die Aussendung nennt keine weiteren Details zu den Inhalten der Laudationes.
Die IKG formuliert in der Aussendung, dass die Torberg‑Medaille Persönlichkeiten würdigt, die sich "in besonderer Weise für eine offene, lebendige und demokratische Gesellschaft einsetzen". Im Mittelpunkt stehen der Kampf gegen Antisemitismus, die Erinnerung an die Schoa sowie die Freundschaft zu Israel.
Die Medaille trägt den Namen des Schriftstellers und Humanisten Friedrich Torberg sowie seiner Frau Marietta; die Aussendung nennt die Auszeichnung als Erinnerung an deren Wirken für Demokratie und Menschenrechte.
Quelle: Israelitische Kultusgemeinde Wien (Aussendung, 16. Juni 2026).
Kontakt: Israelitische Kultusgemeinde Wien, Ben Dagan, BA MA; Telefon: +43 1 531 04–103; E-Mail: b.dagan [at] ikg-wien.at; Website: www.ikg-wien.at.