In der niederösterreichischen Berglandhalle im Bezirk Melk fand heute eine Rinderversteigerung statt, die zum Schauplatz eines Tierschutz-Protests wurde. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) demonstrierte vor der Halle gegen den Export schwangerer Kühe in sogenannte Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien.
In der niederösterreichischen Berglandhalle im Bezirk Melk fand heute eine Rinderversteigerung statt. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) demonstrierte vor der Halle gegen den Export schwangere(r) Kalbinnen in sogenannte "Tierschutz-Hochrisiko-Staaten" wie Algerien. Der VGT hatte angekündigt, bei der Versteigerung auf die Praxis aufmerksam zu machen.
Der OTS-Text beschreibt, dass Exportfirmen regelmäßig auf Versteigerungen vertreten sind und schwangere Kalbinnen von Milchbetrieben ankaufen, um sie in Drittländer wie Algerien oder Aserbaidschan zu verkaufen. In dem OTS wird außerdem darauf hingewiesen, dass es tage- bis wochenlange Schiffstransporte geben kann.
Im OTS heißt es, die Türkei war bis zum Ausbruch der Blauzungenkrankheit im September 2024 eines der Hauptexportländer von schwangeren Kalbinnen aus Österreich. Aktuell wird Algerien als wichtiges außereuropäisches Rinderexportland genannt; laut TRACES-Bericht 2025 wurden im Vorjahr 8.860 Kalbinnen dorthin transportiert.
Im OTS wird die Exportfirma Klinger aus dem Waldviertel genannt; sie geriet zuletzt aufgrund ihrer mutmaßlichen Verantwortlichkeit für den Skandal rund um das Tiertransport-Schiff "Spiridon II" in die Schlagzeilen. Das OTS berichtet, dass Klinger zuletzt in der Berglandhalle Kalbinnen für den Export eingekauft hat. Ob das Unternehmen bei der heutigen Versteigerung anwesend war, ist im OTS unklar.
Im OTS wird berichtet, dass am Eingang streng kontrolliert wurde und nur Personen mit Betriebsnummer und Registrierung für die Versteigerung Zugang erhielten. Der VGT vermutet, diese Maßnahmen seien eine Reaktion auf die angekündigte Demonstration und möglicherweise auf den Skandal um die Firma Klinger.
Der OTS verweist auf neue Aufnahmen des VGT, die den brutalen Umgang mit Rindern auf unterschiedlichen Versteigerungen in ganz Österreich zeigen. Der VGT fordert ein Ende von Tiertransporten in Drittländer wie Algerien und hat eine Petition gestartet, in der eine maximale Transportdauer von 8 Stunden gefordert wird.
Im OTS enthalten sind zudem Links zu einem Video der Demo sowie zu Pressefotos und weiterführenden Materialien des VGT.