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Susanne K. Langer: TU Wien-Konferenz zu Kunst und Technik

21. Mai 2026 um 05:02
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Wien wird Ende Mai 2026 zum Treffpunkt einer internationalen Fachöffentlichkeit, die sich mit einem ungewöhnlichen Zusammenspiel von Philosophie, Kunst und Technik befasst. Vom 26. bis 29. Mai lädt...

Wien wird Ende Mai 2026 zum Treffpunkt einer internationalen Fachöffentlichkeit, die sich mit einem ungewöhnlichen Zusammenspiel von Philosophie, Kunst und Technik befasst. Vom 26. bis 29. Mai lädt die TU Wien zu einer viertägigen Konferenz, die das Werk der US-amerikanischen Philosophin Susanne K. Langer in den Mittelpunkt rückt und zugleich Brücken zu gegenwärtigen Fragen der Medien, Technik und Gesellschaft schlägt. Diese Veranstaltung ist nicht nur für Akademikerinnen und Akademiker interessant, sondern für alle, die verstehen möchten, wie ästhetische Erfahrung, symbolische Formen und technische Medien unsere Wahrnehmung und soziale Praxis prägen.

Susanne K. Langer: TU Wien-Konferenz zu Kunst und Technik

Die Konferenz 'Artistic Angles, Philosophical Circles, Poetic Dots, and Technical Lines' beleuchtet das Leben und Denken von Susanne K. Langer (1895–1985) und macht deutlich, warum ihre Überlegungen heute wieder verstärkt diskutiert werden. Veranstaltet wird das Treffen vom Susanne K. Langer Circle in Kooperation mit der ATTP Research Unit of Architecture Theory and Philosophy of Technics an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien sowie dem Institut Wiener Kreis der Universität Wien. Öffentliche Keynotes, Panels und Abendveranstaltungen bringen Beiträge aus künstlerischer Forschung, Philosophiegeschichte und Technikphilosophie zusammen. Zu den Rednerinnen und Rednern zählen Salomé Voegelin, Sander Verhaegh und Adam Nocek. Musikalische Soundscapes begleiten die Abende und schaffen so einen sinnlich erfahrbaren Rahmen für philosophische Debatten. Diese Verbindung von Theorie und Praxis ist in Wien besonders relevant, weil die Stadt sowohl als Kulturmetropole als auch als Standort technischer Lehre eine lange Tradition hat.

Programm und Orte

Die öffentlichen Abendvorträge finden an der TU Wien statt: Salomé Voegelin eröffnet den Zyklus am 26.05.2026 im Kuppelsaal, Sander Verhaegh spricht am 27.05.2026 im Boecklsaal, und Adam Nocek schließt die Reihe am 28.05.2026 ebenfalls im Boecklsaal ab. Ergänzt wird das Programm durch Panels und thematische Sessions über vier Tage hinweg, die Langers Beiträge zur Logik, Ästhetik, Philosophie des Geistes und Wissenschaftsphilosophie systematisch erschließen. Details und Anmeldemodalitäten sind auf den Seiten der ATTP Research Unit abrufbar unter Vortrag Salomé Voegelin, Vortrag Sander Verhaegh und Vortrag Adam Nocek. Die Konferenz wird von der TU Wien, der Universität Wien, der Stadt Wien Kultur und dem Verein czirp czirp unterstützt.

Fachbegriffe und ihre Bedeutung

Ästhetik: Der Begriff Ästhetik bezeichnet die philosophische Untersuchung von Wahrnehmung, Schönheit, Kunsterfahrung und Ausdruck. In der Tradition Susanne K. Langers geht es nicht allein um Geschmack, sondern um die Rolle symbolischer Formen in der menschlichen Erfahrung. Langer verstand Kunstwerke als symbolische Formen, die Gefühle und Bedeutungen in einer Form darstellen, die sich nicht rein propositional beschreiben lässt. Für Laien bedeutet das: Ästhetik erklärt, wie Kunst und Musik uns innerlich bewegen, ohne dass wir dies vollständig in Worte fassen können. Sie hilft zu verstehen, warum bestimmte Bilder oder Klänge starke Affekte auslösen und wie kulturelle Techniken diese Erfahrungen formen.

Analytische Philosophie: Unter analytischer Philosophie versteht man eine Richtung der Philosophie, die Wert auf Klarheit, logische Argumentation und Sprachanalyse legt. Susanne K. Langer bewegte sich in einem Feld, das Grenzlinien zwischen analytischer Präzision und ästhetischer Betrachtung auslotete. Für Nicht-Fachleute heißt das: Analytische Philosophie versucht, Gedanken präzise auszudrücken und Missverständnisse zu vermeiden, indem sie Begriffe und Argumente sorgfältig definiert. Sie bildet damit eine Methode, mit der man komplexe Fragen etwa zur Sprache, Logik oder Wissenschaftlichkeit systematisch untersuchen kann.

Medienphilosophie: Medienphilosophie betrachtet Medien nicht nur als technische Geräte, sondern als Kulturtechniken, die Wahrnehmung und Denkweisen strukturieren. In Bezug auf Langer bedeutet das, zu fragen, wie neue Medien – von Tonaufnahmen bis hin zu künstlicher Intelligenz – symbolische Formen verändern und neue ästhetische Möglichkeiten eröffnen. Für Laien hilft Medienphilosophie zu verstehen, wie Smartphones, Klanginstallationen oder Computerprogramme unser Verhältnis zu Kunst und Wissen beeinflussen.

Soundscape: Ein Soundscape ist eine gestaltete Klanglandschaft, die akustische Umgebungen künstlerisch oder wissenschaftlich erfahrbar macht. In Salzburg und Wien sind Soundscapes Teil der experimentellen Musikszene; sie arbeiten mit Umgebungsgeräuschen, elektronischer Klangbearbeitung und performativer Anordnung. Für Nicht-Insider: Ein Soundscape ist wie eine hörbare Landschaft, die Stimmung erzeugt und auf subtile Weise das Denken lenkt, etwa in Ausstellungen oder als Rahmen für Vorträge.

Künstliche Ästhetik: Dieser Begriff bezieht sich auf Fragen, die an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Biologie und Kunst stehen. Künstliche Ästhetik untersucht, ob und wie künstliche Systeme ästhetische Qualitäten erzeugen oder imitieren können. Für Laien bedeutet das die Debatte darüber, ob Algorithmen Kunst erschaffen können und welche Kriterien wir dafür anlegen sollten. Susanne K. Langers Überlegungen zu Symbolen und Scheinbarkeiten bieten hierzu ein historisch fundiertes Denkwerkzeug.

Historischer Kontext: Langers Denken und seine Entwicklung

Susanne K. Langer begann ihre intellektuelle Laufbahn im frühen 20. Jahrhundert und prägte besonders mit ihrem Hauptwerk 'Philosophy in a New Key' die Diskussion über Symbolik und Kunst. Langer lebte von 1895 bis 1985 und erlebte damit sowohl die Blütezeit der analytischen Philosophie als auch die technologische Beschleunigung des 20. Jahrhunderts. Ihr Denken ist insofern historisch eingebettet, als es auf die großen Umbrüche ihrer Zeit reagierte: die Massifizierung medialer Reproduktion, die Entwicklung von Aufzeichnungstechniken für Ton und Bild und die zunehmende Technisierung wissenschaftlicher Praxis. Im Kontext der Wissenschaftsphilosophie versuchte Langer, die Grenzen zwischen formaler Logik und ästhetischer Erfahrung zu überschreiten und so ein Brückendenken zu entwickeln.

Historisch gesehen lässt sich Langers Werk als Versuch lesen, die kulturelle Bedeutung symbolischer Formen zu rekonstruieren, während zugleich die akademische Disziplin der Philosophie im 20. Jahrhundert stärker professionalisiert und institutionalisiert wurde. Langer arbeitete in einem Spannungsfeld aus analytischer Strenge und geisteswissenschaftlicher Sensibilität. Diese Doppelperspektive macht ihre Arbeit für Gegenwartsfragen besonders anschlussfähig: Sie verbindet methodische Präzision mit einer Sensibilität für Sinngebung, die in digitalen und medialen Umgebungen heute wieder relevant wird.

Vergleiche: Bundesländer, Deutschland und Schweiz

Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern profiliert sich Wien traditionell als Zentrum intellektueller Debatten und interdisziplinärer Forschung. Während Universitäten in Graz, Innsbruck oder Linz ebenfalls philosophische Seminare und kulturwissenschaftliche Projekte anbieten, konzentriert Wien aufgrund seiner institutionellen Dichte größere, international ausgerichtete Kongresse. Im deutschsprachigen Raum ziehen Veranstaltungen an Universitäten wie in Berlin, München oder Zürich oft ähnliche internationale Expertinnen und Experten an. In Deutschland ist die Debattenkultur in Sachen Technikphilosophie und Medienforschung stark ausgeprägt, während die Schweiz durch spezialisierte Forschungsgruppen und Festivals auffällt, die experimentelle Kunst und Technologie verbinden. Die Wiener Konferenz reiht sich in diese Regionstradition ein, indem sie interdisziplinäre Ansätze fördert und internationale Gäste einlädt.

Bürger-Impact: Konkrete Auswirkungen und Beispiele

Für die Bürgerinnen und Bürger Wiens sowie für ein breiteres Publikum hat die Konferenz mehrere konkrete Effekte. Erstens bietet sie öffentliche Abendvorträge, die niedrigschwellig zugänglich sind und damit kultursuchenden Menschen eine Möglichkeit zur Teilnahme bieten. Wer sich für Klangkunst, Philosophie oder Technik interessiert, kann Vorträge besuchen und in Diskussionen eintreten. Zweitens schaffen die Soundscapes der Musikerinnen und Musiker einen direkten sinnlichen Zugang zu den Themen; das macht theoretische Debatten erfahrbar und fördert kulturelle Bildung.

Drittens kann die Veranstaltung Impulse für die kulturelle Vermittlung und politische Bildung geben: Wenn Fragen der künstlichen Ästhetik diskutiert werden, betreffen diese auch Schulen, Museen und kommunale Kulturförderung. Ein Beispiel: Lehrende in Kunst und Medienwissenschaften könnten Konzepte aus Langers Theorie in Curricula übernehmen und so Schülern Werkzeuge an die Hand geben, um digitale Kunst kritisch zu reflektieren. Viertens profitiert die lokale Kulturszene: Kooperationen zwischen Universitäten, Stadt Wien Kultur und Vereinen wie czirp czirp stärken Netzwerke und ermöglichen Folgeprojekte, Ausstellungen und Klangperformances in öffentlichen Räumen.

Zahlen & Fakten: Analyse der verfügbaren Daten

Aus den öffentlich zugänglichen Angaben lassen sich mehrere strukturierte Fakten entnehmen: Die Konferenz findet über vier Tage statt, mit drei hervorgehobenen öffentlichen Abendvorträgen am 26., 27. und 28. Mai 2026, die in Kuppelsaal und Boecklsaal der TU Wien stattfinden. Die Veranstaltung wird von mindestens vier Institutionen gefördert oder unterstützt: TU Wien Fakultät für Architektur und Raumplanung, Universität Wien, Stadt Wien Kultur und der Verein czirp czirp. Die Lebensdaten Susanne K. Langers (1895–1985) markieren einen historischen Rahmen von 90 Jahren, in dem sich kulturelle und technische Transformationen abspielten. Diese Zahlen zeigen, dass es sich um eine kompakte, institutionell gestützte Konferenz handelt, die auf Sichtbarkeit in Forschung und öffentlicher Kultur setzt. Konkrete Teilnehmerzahlen oder Budgets sind in der Pressemitteilung nicht genannt; eine präzise Einschätzung von Reichweite und ökonomischem Volumen ist deshalb nicht möglich ohne ergänzende Informationen.

  • Datum: 26.05.2026–29.05.2026
  • Öffentliche Abendvorträge: 26.05., 27.05., 28.05.2026
  • Orte: Kuppelsaal und Boecklsaal, TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien
  • Fördernde Institutionen: TU Wien, Universität Wien, Stadt Wien Kultur, czirp czirp

Zukunftsperspektive: Warum Langers Denken jetzt wieder wichtig wird

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sehr klassische philosophische Konzepte in neuen technischen Kontexten nützlich sind. Susanne K. Langers Betonung symbolischer Formen liefert Denkwerkzeuge, um zu analysieren, wie Algorithmen, Netzwerke und digitale Medien Bedeutung generieren. Insbesondere in Debatten über künstliche Intelligenz, maschinelle Kreativität und digitale Vermittlung von Kunst bietet Langers Ansatz eine kritische Perspektive: Er fordert, technische Phänomene nicht auf ihre Funktionalität zu reduzieren, sondern ihre ästhetischen und symbolischen Wirkungen ernst zu nehmen. Diese Perspektive wird Forschende aus Kunst, Informatik und Geisteswissenschaften weiterhin motivieren, gemeinsame Projekte zu entwickeln. Auf städtischer Ebene könnte die Auseinandersetzung mit Klangräumen und digitalen Formaten zu neuen Vermittlungsprojekten und partizipativen Formaten führen, die sowohl Bildungseinrichtungen als auch kulturelle Initiativen erreichen. International dürfte die Wiener Konferenz als Modell dienen, wie man historische Philosophie produktiv in aktuelle Technologie-Debatten einbindet.

Wer sich vertiefend informieren möchte, findet Hintergrundtexte und Termine auf der Seite der ATTP Research Unit unter attp.tuwien.ac.at sowie weiterführende Berichte auf Kulturseiten wie pressefeuer.at/tu-wien-konferenzen, Analysen zu Philosophie in Österreich unter pressefeuer.at/philosophie-in-oesterreich und Beiträge zu Kunst und Technik unter pressefeuer.at/kunst-und-technik.

Organisatorische Hinweise und Kontakt

Konferenzleitung in Wien: Dr. Lona Gaikis und Prof. Vera Bühlmann (ATTP). Das Konferenzkomitee umfasst internationale Fachvertreter wie Matthew Ingram, Tereza Hadravová, Christian Grüny und Randall E. Auxier. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten werden über die ATTP Research Unit angeboten: Dr. Lona Gaikis, Telefon +43 680 40 50 520, E-Mail [email protected]. Die Veranstalter bitten um Beachtung der angegebenen Termindetails auf den verlinkten Seiten.

Diese vier Tage in Wien sind ein Angebot an alle, die philosophische Tiefe mit künstlerischer Praxis verbinden möchten. Die Kombination aus Keynotes, Panels und Soundperformances macht deutlich, dass Theorie und sinnliche Erfahrung nicht getrennt, sondern wechselseitig produktiv sind.

Abschließend bleibt die Frage: Wie werden wir in einer zunehmend mediatisierten Welt Gefühle, Sinn und künstlerische Formen deuten? Die Konferenz auf der TU Wien bietet einen konkreten Ort, um diese Frage gemeinsam zu stellen und weiterzudenken.

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