Ein Meilenstein für die österreichische Bahnindustrie: Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat am 10. April 2026 seine neue Servicehalle im niederösterreichischen Obersiebenbrunn feierlich eröffnet.
Ein Meilenstein für die österreichische Bahnindustrie: Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat am 10. April 2026 seine neue Servicehalle im niederösterreichischen Obersiebenbrunn feierlich eröffnet. Die Anlage hat eine Hallenlänge von rund 225 Metern und eine Fläche von etwa 4.600 m². Die Hochgeschwindigkeitszüge der Westbahn werden dort seit März 2026 gewartet.
Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler, sagte: "Österreich ist für uns ein wichtiger Markt. Deshalb bauen wir unsere Präsenz gezielt aus. Mit der neuen Werkhalle schaffen wir die Voraussetzungen, um die Hochgeschwindigkeitszüge effizient zu warten. Das ist entscheidend für einen stabilen und zuverlässigen Betrieb der Züge."
Die neue Stadler-Halle steht künftig sämtlichen Betreibern für Servicearbeiten an Stadler-Fahrzeugen zur Verfügung.
Die Anlage wurde als Erweiterung der bestehenden Anschlussbahn am Betriebsgelände der AGRANA in Obersiebenbrunn / Leopoldsdorf errichtet und umfasst neben der rund 225 Meter langen und etwa 4.600 m² großen Halle auch Büroräumlichkeiten sowie eine zusätzliche Zelthalle, welche als Lager genutzt wird.
Sie ist direkt an das Bahnnetz angebunden; am Standort ist eine künftig mit ETCS ausgestattete 200 km/h-Strecke vorgesehen.
Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit STRABAG. Franz Redl, Vorstandsmitglied STRABAG AG Österreich, sagte: "Mit der neuen Instandhaltungshalle haben wir in nur sieben Monaten Bauzeit gemeinsam mit Stadler einen wichtigen Beitrag für eine moderne und verlässliche Bahninfrastruktur in Österreich geleistet. Sie stärkt das System Bahn deutlich, weil moderne Fahrzeuge schneller und effizienter gewartet werden können."
Bundesminister Peter Hanke betonte: "Die Bahnindustrie ist eine Schlüsselbranche für Österreich und Europa: Sie schafft zehntausende Arbeitsplätze, treibt Innovation voran und stärkt unsere industrielle Wertschöpfung."
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich, sagte: "Dieses Projekt ist ein starkes Signal für den Standort Niederösterreich. Es zeigt, dass wir mit unserer klaren Wirtschaftsstrategie und gezielten Standortpolitik international tätige Industrieunternehmen anziehen und langfristig binden können."
Stadler baut seit über 80 Jahren Züge. Der Anbieter von Mobilitätslösungen im Schienenfahrzeugbau, Service und Signaltechnik hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An 8 Produktions- und 8 Engineering-Standorten sowie an über 95 Servicestandorten arbeiten über 17’000 Mitarbeitende, davon gegen 6’000 in der Schweiz. Stadler ist nach eigenen Angaben führend bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sowie bei Zahnradbahnfahrzeugen.
Die Stadler Austria GmbH mit Sitz in Wien ist als Teil der internationalen Stadler-Gruppe die zentrale Anlaufstelle für den österreichischen Markt. Mit einem Team von ca. 100 Mitarbeitenden unterstützt Stadler Austria insbesondere die Bereiche Engineering, Services, Vertrieb und gezielte Kundenbetreuung und stärkt nachhaltig die lokale Marktpräsenz des Unternehmens.