In der Donaustadt entsteht zusätzlicher Schulraum. Am Freitag, 29. Mai 2026, 13:00 bis 14:00 Uhr, erfolgt der offizielle Spatenstich für die Erweiterung der Schule Langobardenstraße 178. Medienvert...
In der Donaustadt entsteht neuer Schulraum: Die Stadt Wien erweitert die Löwenschule Aspern am Expositurstandort Langobardenstraße 178. Der Zubau umfasst rund 2.109 Quadratmeter und soll sieben zusätzliche Bildungsräume schaffen. Geplant ist außerdem ein Angebot für schulische Tagesbetreuung, das den Standort stärker als ganztägig geführte Volksschule nutzbar macht. Die Fertigstellung ist laut Stadt Wien und WSE für Herbst 2027 vorgesehen.
Aus einer kurzen Medieneinladung zum Spatenstich ist damit ein konkretes Bauprojekt geworden, das für Familien im stark wachsenden 22. Bezirk relevant ist. Die Stadt begründet den Ausbau mit zusätzlichem Bedarf an Schul- und Betreuungsplätzen. Der Neubau soll nicht nur Klassenflächen ergänzen, sondern auch Räume für Bewegung, Kreativität, Verpflegung, Teamarbeit und Aufenthalt schaffen.
Der neue Baukörper ergänzt die bestehende Expositur der Volksschule Oberdorfstraße 2. Laut Stadt Wien schafft der rund 2.109 Quadratmeter große Zubau Platz für sieben weitere Bildungsräume. Im Erdgeschoss sind eine Aufwärmküche und mehrere Essbereiche vorgesehen. Damit wird die schulische Tagesbetreuung nicht bloß organisatorisch ergänzt, sondern räumlich mitgedacht.
Eine barrierefreie Verbindung zum bestehenden Schulgebäude soll kurze Wege und gemeinsame Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen. Im ersten Obergeschoss sind Bewegungs- und Kreativräume sowie ein Teamraum für Lehrkräfte vorgesehen. Die Bildungsräume verteilen sich auf die Obergeschosse. Multifunktionsflächen sollen das Clusterkonzept unterstützen, bei dem Lernen, Betreuung und gemeinschaftliche Nutzung flexibler zusammengeführt werden.
Ein auffälliges Detail ist die geplante Freiklasse: Von den Multifunktionsflächen der zweiten und dritten Etage aus können Schülerinnen und Schüler eine rund 156 Quadratmeter große Außenfläche betreten. Zusätzlich wird die Freifläche rund um den Zubau erneuert und mit Spielgeräten ausgestattet. Der Ausbau betrifft damit nicht nur Innenräume, sondern auch Pausen-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen.
Die Donaustadt ist seit Jahren einer der dynamischsten Wiener Bezirke. Wo neue Wohngebiete entstehen und Familien zuziehen, braucht es zusätzliche Schulen, Nachmittagsbetreuung und gut erreichbare Standorte. Die Erweiterung der Löwenschule Aspern ist deshalb mehr als ein einzelnes Bauvorhaben: Sie ist Teil der städtischen Infrastrukturplanung für einen Bezirk, in dem Bildungsräume möglichst dort entstehen müssen, wo Kinder tatsächlich wohnen.
Im Endausbau soll laut Stadt Wien eine 25-klassige ganztägig geführte Volksschule zur Verfügung stehen. Darin enthalten ist die Bestandsschule in der Oberdorfstraße 2 mit neun Klassen. Diese Zahl macht deutlich, dass der Standort nicht als kleine Ergänzung, sondern als ausgebauter Schulverbund gedacht ist.
Die bestehende Expositur an der Langobardenstraße hat bereits eine jüngere Baugeschichte. Die Stadt Wien führt sie in ihrer Übersicht abgeschlossener Schulbauprojekte als dreigeschoßigen Neubau, der rechtzeitig zum Schuljahr 2020/21 fertiggestellt wurde. Damals entstanden unter anderem neun klassengroße Räume, ein Bewegungsraum, eine Freiklasse und eine neu gestaltete Freianlage. Der aktuelle Zubau knüpft an diesen Ausbaupfad an.
Beim neuen Projekt setzt Wien auf eine nachhaltige Bauweise. Der Neubau soll in Holzbauweise errichtet werden. Eine Holzfassade und schattenspendende Fassadenbegrünung sollen das Erscheinungsbild prägen und zugleich zum Mikroklima beitragen. Zusätzlich sind eine Photovoltaikanlage und die Nutzung von Erdwärme vorgesehen.
Solche technischen Entscheidungen sind für Schulen besonders relevant, weil Bildungsgebäude über viele Jahre intensiv genutzt werden. Gute Beschattung, effiziente Energieversorgung und robuste Freiflächen wirken sich auf Alltag, Betriebskosten und Aufenthaltsqualität aus. Für Eltern und Kinder ist am Ende entscheidend, ob der Standort gut funktioniert: helle Räume, kurze Wege, verlässliche Betreuung und Außenbereiche, die auch bei längeren Schultagen genutzt werden können.
Die Projektleitung und -steuerung liegt laut WSE bei der WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH. Auftraggeberin der Vergabe ist die Stadt Wien, Magistratsabteilung 56 – Wiener Schulen, vertreten durch die WIP. In der öffentlichen Vergabebekanntmachung des Unternehmensserviceportals wird die Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H. als Auftragnehmerin für Totalunternehmerleistungen genannt. Der Vertragsabschluss erfolgte demnach am 23. Dezember 2025, der angeführte Auftragswert liegt bei 9.977.700 Euro.
Für ein öffentliches Schulbauprojekt ist diese Transparenz wichtig. Sie zeigt, dass hinter dem Spatenstich ein bereits vergebenes Bauvorhaben mit klarer Zuständigkeit steht. Die Klima- und Innovationsagentur Wien UIV begleitet das Projekt laut Stadt Wien über die Projektphasen hinweg, damit Nutzerbedürfnisse, Freiraumfragen und die Einführung in das neue Raumkonzept berücksichtigt werden.
Für Eltern ist bei einem Schulbauprojekt nicht nur die Zahl der neuen Räume entscheidend. Wichtig ist auch, wie der laufende Betrieb organisiert wird, wann zusätzliche Kapazitäten tatsächlich verfügbar sind und ob Tagesbetreuung, Essen, Bewegung und Freiflächen zusammenpassen. Die bisher veröffentlichten Projektdaten sprechen dafür, dass die Erweiterung genau diese Punkte adressiert: Der Zubau ist nicht als isolierter Klassentrakt beschrieben, sondern als Ergänzung mit Küche, Essbereichen, Kreativ- und Bewegungsräumen, Teamflächen und Außenräumen.
Der Hinweis auf eine Begleitung durch die Klima- und Innovationsagentur Wien UIV ist ebenfalls relevant. Schulgebäude funktionieren im Alltag nur dann gut, wenn Nutzerinnen und Nutzer früh genug mitgedacht werden. Dazu gehören Kinder, Lehrkräfte, Betreuungspersonal und Schulleitung. Wenn Freiraumgestaltung, Wegeführung und die Einführung in das neue Raumkonzept gemeinsam vorbereitet werden, sinkt das Risiko, dass Räume zwar fertig gebaut, aber im Betrieb schwer nutzbar sind.
Offen bleibt bis zur Umsetzung naturgemäß, wie Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb im Detail organisiert werden. Solche Fragen betreffen Baustellenlogistik, Sicherheit, Lärm, temporäre Wege und die Kommunikation mit Eltern. Die offiziellen Quellen nennen dazu noch keine detaillierte Ablaufplanung. Für eine belastbare Bewertung sollte deshalb zwischen gesicherten Projektdaten und noch offenen Betriebsfragen unterschieden werden.
Der größere Nutzen der Erweiterung liegt darin, dass die Schule mehr Flexibilität erhält. Zusätzliche Bildungsräume schaffen Kapazität. Tagesbetreuungsflächen entlasten Familien. Bewegungs- und Kreativräume unterstützen einen Schulalltag, der nicht nur aus Frontalunterricht besteht. Außenflächen wie die Freiklasse ermöglichen Unterricht und Freizeit im Freien. Gerade in wachsenden Bezirken ist diese Kombination wichtig, weil Schulstandorte mehr Aufgaben übernehmen als reine Vormittagsklassenzimmer.
Die Fertigstellung des Neubaus ist nach Angaben von Stadt Wien und WSE für Herbst 2027 geplant.
Der Zubau soll sieben zusätzliche Bildungsräume schaffen. Dazu kommen Flächen für Tagesbetreuung, Essbereiche, Bewegung, Kreativität, Lehrkräfte und multifunktionale Nutzung.
Im Erdgeschoss sind eine Aufwärmküche und Essbereiche vorgesehen. Dadurch wird die ganztägige Nutzung des Standorts räumlich besser unterstützt.
Geplant sind unter anderem Holzbauweise, Holzfassade, Fassadenbegrünung, Photovoltaik und die Nutzung von Erdwärme.