Am 28. Mai 2026 treffen sich die für Soziales zuständigen Landesräte; die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Reform der Sozialhilfe steht auf der Agenda. Die Vorsitzende der BAG und Gesc...
Am 28. Mai 2026 treffen sich die für Soziales zuständigen Landesräte; die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Reform der Sozialhilfe steht auf der Agenda. Die Vorsitzende der BAG und Geschäftsführerin des Hilfswerks, Elisabeth Anselm, fordert klarere Mindeststandards und einen einheitlicheren Vollzug.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) – mit Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Österreichischem Roten Kreuz und Volkshilfe – sieht dringenden Reformbedarf. Derzeit beziehen rund 205.000 Menschen in Österreich Sozialhilfe; die durchschnittliche Bezugsdauer liegt bei rund neun Monaten. Über 55% der Bezieherinnen und Bezieher sind minderjährig, in Pension, chronisch krank oder Personen mit Behinderung. Elisabeth Anselm warnt: „Die angekündigte Reform böte die Chance, die soziale Sicherheit in Österreich klug und nachhaltig zu stärken. Aber dafür müsste man jedenfalls mehr Ambition an den Tag legen als wir das bisher sehen.“
Die BAG ist der größte Verbund von Sozial-Dienstleistern in Österreich. Seit 1995 arbeiten Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe zusammen. Im BAG-Verbund sind rund 60.000 Menschen hauptamtlich beschäftigt, dazu kommen 150.000 ehrenamtlich Tätige und 6.000 Zivildiener.