Marketagent-Umfrage: Hälfte der Bevölkerung sieht Reformbedarf, hoher organisatorischer und finanzieller Druck für Familien
Eine repräsentative Marketagent-Studie unter 1.000 Personen zeigt: 49 % halten die neunwöchigen Sommerferien für zu lang; 84 % sehen großen organisatorischen Druck für Familien.
Die neunwöchigen Sommerferien gelten vielfach als wichtigste Erholungsphase für Kinder. Gleichzeitig beschreibt eine repräsentative Studie des Digital Research Instituts Marketagent unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern die Sommerpause als Belastungsquelle für viele Familien: Fast jede zweite Person hält die Dauer der Ferien für zu lang, und eine große Mehrheit sieht organisatorischen Druck.
Die Umfrage liefert Detailangaben zu Wahrnehmung, Kosten und Betreuungspraxis in der Bevölkerung: Von idealer Ferienlänge über die Rolle der Großeltern bis hin zu finanziellen Aufwendungen für organisierte Betreuung nennt die Studie konkrete Zahlen und Handlungspräferenzen.
Die Marketagent-Umfrage fasst zentrale Ergebnisse in einer Fact Box zusammen: 49 Prozent der Befragten empfinden die neunwöchigen Sommerferien als zu lang, 43 Prozent finden sie genau richtig, und 8 Prozent wünschen sich mehr Ferien. Von denjenigen, die eine Verkürzung befürworten, liegt die durchschnittlich gewünschte Dauer bei 6,6 Wochen; für die Gesamtbevölkerung ergibt sich ein Mittelwert von 7,6 Wochen als ideale Länge.
Weitere zentrale Zahlen: 84 Prozent sehen in der langen Sommerferienzeit großen organisatorischen Druck für viele Familien, 89 Prozent halten die Sommerferien für berufstätige Eltern oft nur schwer organisierbar. 60 Prozent nennen die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung als größte Herausforderung der langen Sommerpause.
Zur Rollenverteilung sagen 46 Prozent der Befragten, dass vor allem Mütter die Verantwortung für Organisation und Betreuung während der Sommerferien tragen; 33 Prozent sehen beide Elternteile gleichermaßen in der Pflicht. Bezüglich finanzieller Auswirkungen berichten 72 Prozent der Eltern mit Kindern in Kindergarten, Volks- oder Mittelschule von einer zusätzlichen finanziellen Belastung durch Sommerferien und Ferienbetreuung.
Unter Eltern, die für organisierte Sommerbetreuung bezahlen (46 %), beträgt der durchschnittliche Betrag 454 Euro pro Kind. Zur praktischen Bewältigung greifen 42 Prozent der Eltern während der Sommerferien auf Großeltern oder Verwandte zurück; eigene Urlaubstage und flexible Arbeitszeiten beziehungsweise Homeoffice werden ebenfalls genannt (22 %).
Bei der Frage nach möglichen Lösungen stehen Unterstützungsmaßnahmen im Vordergrund: 45 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung für berufstätige Eltern, 40 Prozent fordern leistbare Ferienbetreuungsangebote und 39 Prozent mehr kostenlose Sommerprogramme für Kinder. Nur 16 Prozent sprechen sich dafür aus, die aktuelle Ferienregelung unverändert zu lassen.
Gleichzeitig bewertet die Bevölkerung die Sommerferien positiv: 86 Prozent sehen sie als wichtige Erholungsphase für Kinder, 71 Prozent als eine schöne und bewährte Tradition. Zugleich sind 62 Prozent der Ansicht, dass die neun Wochen Ferien nicht mehr zur heutigen Arbeits- und Lebensrealität passen.
Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent, wird in der Studie so zitiert: "Die Sommerferien werden nach wie vor als wichtige Erholungsphase für Kinder gesehen und genießen einen hohen Traditionswert. Gleichzeitig erleben viele Familien die lange Ferienzeit als finanziell und organisatorisch belastend. Unsere Studie zeigt, dass die Bevölkerung die Debatte nicht als reine Bildungsfrage betrachtet, sondern als gesellschaftliche Herausforderung, die Familien, Arbeitgeber und öffentliche Institutionen gleichermaßen betrifft".
Andrea Berger, Research & Communications Manager bei Marketagent, kommentiert die Ergebnisse zur Rollenverteilung: "Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Ferienbetreuung nach wie vor stark entlang klassischer Rollenbilder organisiert wird. Obwohl sich Familienmodelle und Erwerbsbiografien in den letzten Jahren deutlich verändert haben, wird die Verantwortung für die Sommerferien in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer stark bei den Müttern verortet".
Als repräsentativ wird in der Aussendung die Marketagent-Studie beschrieben, die 1.000 Österreicherinnen und Österreicher befragt hat. Repräsentativität bedeutet hier, dass die Stichprobe nach Angaben des Instituts so gewählt wurde, dass sie Aussagen über die Gesamtbevölkerung ermöglichen soll.
Mit "Sommerferien" bezeichnet die Studie die in Österreich üblichen neun schulfreien Wochen, die laut Umfrage von vielen Befragten sowohl als Erholungsphase als auch als organisatorische Herausforderung wahrgenommen werden.
Unter Vereinbarkeit versteht die Studie die Möglichkeit, berufliche Verpflichtungen und Betreuungspflichten für Kinder parallel zu bewältigen. 60 Prozent der Befragten stuften diese Vereinbarkeit als zentrale Herausforderung während der langen Sommerferien ein.
Organisierte Ferienbetreuung umfasst laut der Studie bezahlte Angebote wie Camps und ähnliche Programme. 46 Prozent der Eltern nutzen solche Angebote und geben dafür durchschnittlich 454 Euro pro Kind aus.
Als externes Betreuungsnetzwerk benennt die Studie vor allem Großeltern und Verwandte: 42 Prozent der Eltern greifen während der Sommerferien auf diese Unterstützung zurück und machen sie so zu einer zentralen Komponente der Betreuungspraktiken.
Die Umfrage stellt eine Reihe klarer Messwerte bereit: Anteil der Befragten, die die Feriendauer als zu lang empfinden (49 %), durchschnittlich gewünschte Dauer bei Verkürzungsbefürwortern (6,6 Wochen) und die durchschnittlich genannte Ideal-Länge für die Gesamtbevölkerung (7,6 Wochen). Weitere quantifizierbare Aspekte sind die finanziellen Aufwendungen für organisierte Betreuung (durchschnittlich 454 Euro pro Kind bei zahlenden Eltern) sowie die Verbreitung verschiedener Betreuungsstrategien (z. B. 42 % Großeltern, 22 % flexible Arbeitsformen).
Die Studie nennt außerdem Präferenzen für konkrete Maßnahmen: 45 % der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung für berufstätige Eltern, 40 % leistbare Ferienbetreuung und 39 % mehr kostenlose Sommerprogramme. Diese Zahlen spiegeln nach Angaben von Marketagent den Wunsch wider, die Ferienorganisation über Maßnahmen zu verändern statt allein auf eine Verkürzung zu setzen.
Die Studie von Marketagent basiert auf einer Befragung von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern. Diese Zahl wird in der Aussendung als Grundlage für die vorgelegten Prozentangaben genannt.
49 Prozent der Befragten empfinden die neunwöchigen Sommerferien als zu lang, 43 Prozent finden die Dauer genau richtig, und 8 Prozent wünschen sich längere Ferien, so die Angaben in der Marketagent-Studie.
72 Prozent der Eltern mit Kindern in Kindergarten, Volks- oder Mittelschule berichten laut Studie von einer zusätzlichen finanziellen Belastung durch Sommerferien und Ferienbetreuung. Unter Eltern, die für organisierte Betreuung zahlen, beträgt der Durchschnittsbetrag 454 Euro pro Kind.
Die Studie nennt mehrere Betreuungsstrategien: 42 Prozent der Eltern greifen auf Großeltern oder Verwandte zurück, 22 Prozent nutzen flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice, und viele Eltern versuchen offenbar, Betreuungslücken mit eigenen Urlaubstagen zu schließen.
Laut Marketagent liegen die Präferenzen auf Unterstützungsangeboten: 45 % wünschen sich mehr Unterstützung für berufstätige Eltern, 40 % fordern leistbare Ferienbetreuung und 39 % mehr kostenlose Sommerprogramme. Nur 16 % sprechen sich für einen Verbleib bei der aktuellen Regelung aus.
46 Prozent der Befragten glauben, dass vor allem Mütter die Verantwortung für Organisation und Betreuung in den Sommerferien tragen. 33 Prozent sehen beide Elternteile gleichermaßen in der Pflicht, heißt es in der Studie.
Quelle: Marketagent.com online reSEARCH GmbH, repräsentative Studie unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern (Angaben entnommen aus der Presseausendung von Marketagent).
Kontakt: Marketagent.com online reSEARCH GmbH, Mag. Andrea Berger, Telefon: 02252 909 009 - 25, E-Mail: a.berger [at] marketagent.com