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Schülerunion fordert Ethikpflicht ab der Volksschule

1. Juni 2026
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Schüler:innen, die nicht den konfessionellen Religionsunterricht besuchen, sollen schon ab der Volksschule zu einer Wertebildung im Rahmen eines Unterrichtsfaches Ethik verpflichtet werden, fordert Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall.

Schüler:innen, die nicht den konfessionellen Religionsunterricht besuchen, sollen schon ab der Volksschule zu einer Wertebildung im Rahmen eines Unterrichtsfaches Ethik verpflichtet werden, fordert Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall. Die Religionslehrerin betont dabei ausdrücklich die Bedeutung des Religionsunterrichts, sieht jedoch zusätzlichen Handlungsbedarf für jene Kinder, die derzeit kein entsprechendes Bildungsangebot erhalten.

Bedeutung von Religions- und Wertebildung

Krall: „Religionsunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Grundwerten, zu einem respektvollen Miteinander sowie zum Verständnis und zur Toleranz gegenüber unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen. Gerade in einer Welt, die sowohl national als auch international stark von religiösen Fragen geprägt ist, sind diese Inhalte unverzichtbar.“

Religion präge das gesellschaftliche Leben auf vielfältige Weise – vom gesetzlich verankerten Ruhetag am Sonntag bis hin zu internationalen Konflikten, die häufig auch religiöse Dimensionen aufweisen. Umso wichtiger sei es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Zielgruppe und aktuelle Praxis

Bundesobmann Maximilian Pech sagt: „Gerade weil Wertebildung so wichtig ist, müssen auch jene Schüler:innen sich damit auseinandersetzen, die nicht am regulären Religionsunterricht teilnehmen, um über ethische Fragen, Verantwortung, Zusammenleben und den Umgang mit persönlichen Schicksalsschlägen sprechen zu können.“

Derzeit werden Kinder ohne Religionsunterricht häufig beaufsichtigt oder hätten Freistunden, während andere Schüler:innen am Unterricht teilnehmen.

Umsetzung: Ausbildung und Weiterbildung

Krall spricht sich für die Einführung eines flächendeckenden Ethikunterrichts in der Volksschule aus, für all jene, die sonst Freistunde hätten. Gleichzeitig fordert sie entsprechende Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte. „Wir brauchen einen Schwerpunkt Ethik in der Ausbildung von Volksschullehrern sowie Weiterbildungsangebote für bereits tätige Religionslehrer, die sich für diesen Bereich weiterbilden möchten“, so die Bundesgeschäftsführerin.

Abschließend betont Krall die gesellschaftliche Bedeutung des Anliegens: „Wertevermittlung, die zu einem respektvollen, toleranten und freundschaftlichen Miteinander beiträgt, darf kein Nice-to-have sein. Sie muss allen Kindern offenstehen.“

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