GovGPT-Rollout im Juli, ELAK mit KI-Funktionen noch heuer; Bürokratieabbau und Personaloffensive angekündigt
Staatssekretär Alexander Pröll kündigt drei Versprechen für rund 375.000 Bundesbedienstete an: KI-Tools wie GovGPT, Bürokratieabbau und Personalmaßnahmen.
Anlässlich des Tages des Öffentlichen Dienstes hat Staatssekretär Alexander Pröll seine Vision eines modernen, bürgernahen Staates dargelegt und drei konkrete Versprechen an die rund 375.000 öffentlich Bediensteten in Österreich formuliert. Pröll verband ein klares Bekenntnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Staates mit einer Reformansage unter dem Leitmotiv „Gestalten“.
In seiner Rede betonte Pröll, „Sie sind der Staat. Nicht die Politiker, nicht die Paragrafen“ und dankte jenen Menschen, die „jeden Morgen aufstehen – für die Menschen in diesem Land“. Er bezeichnete den öffentlichen Dienst als „keine Kostenstelle, sondern eine Investition in die Handlungsfähigkeit unseres Staates“. Diese Aussagen bildeten den Kern seiner Ansprache beim Tag des Öffentlichen Dienstes.
Pröll verwies auf das Credo seiner ID Austria Servicetour: „Das Amt muss zu den Bürgern kommen und nicht die Bürger zum Amt.“ Vor diesem Hintergrund rief er zur gemeinsamen Veränderung von Strukturen auf. Er nannte Digitalisierung und speziell Künstliche Intelligenz als Bereiche, in denen die Verwaltung weiterentwickelt werden müsse.
Der Staatssekretär stellte zugleich belegbare Rahmenbedingungen dar: Angesichts von Demografie, Budgetdruck und der Disruption durch Künstliche Intelligenz seien Veränderungen unausweichlich. Er bezifferte eine zentrale demografische Herausforderung konkret: In den kommenden 13 Jahren würden rund vier von zehn Bundesbediensteten in den Ruhestand treten. Vor diesem Hintergrund stellte Pröll die Frage, „ob wir diese Veränderung gestalten – oder von ihr gestaltet werden“.
Pröll formulierte drei Versprechen, die sich an den Beschäftigten des Bundes richten. Diese Versprechen nannte er als zentrale Elemente der kommenden Jahre und konkretisierte sie in seiner Rede.
Als erstes Versprechen kündigte Pröll gezielte Investitionen in digitale Kompetenzen und Technologie an. Er sagte ausdrücklich, die Maßnahmen seien „nicht, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ersetzen, sondern um sie zu entlasten“.
Konkret nannte Pröll mehrere Maßnahmen: Das KI-Tool GovGPT werde noch im Juli für alle Bundesbediensteten ausgerollt. Zudem soll der elektronische Akten- und Leitungsprozess (ELAK) noch heuer KI-Funktionen erhalten, „mit denen sich Akten innerhalb von wenigen Sekunden zusammenfassen lassen“. Begleitet werden diese technischen Vorhaben durch den Ausbau der digitalen Schulungsangebote der Verwaltungsakademie, durch ein neues Reallabor sowie durch die Public-AI-Initiative.
Das zweite Versprechen betrifft den Bürokratieabbau. Pröll sagte, jede Reform werde daran gemessen, „ob sie einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schaffe oder nur Ressourcen binde“. Für künftige Dienstrechts-Novellen kündigte er an, jeweils einen Digitalisierungs- und Deregulierungsschwerpunkt zu setzen – unter dem Motto „Abschaffen, vereinfachen oder automatisieren“.
Als drittes Versprechen nannte Pröll die Aufgabe, den öffentlichen Dienst zum „attraktivsten Arbeitgeber dieses Landes“ zu entwickeln. Er nannte dazu konkrete Elemente: die Stärkung unabhängiger Elemente in Auswahlkommissionen, ein modernes Führungsverständnis mit klaren Zielen und messbaren Ergebnissen sowie einen gezielten Wissenstransfer zwischen den Generationen.
Für die Ausarbeitung der angekündigten Maßnahmen wurde laut Ansprache bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese wird nach Angaben Prölls von externen Expertinnen und Experten unterstützt: Mag. Dr. Iris Rauskala und Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid werden demnach extern zuarbeiten.
Weitere Details zur Zusammensetzung der Arbeitsgruppe oder zu konkreten Zeitplänen nannte die Aussendung nicht.
In seiner Rede warb Pröll für mehr Mut bei der Digitalisierung von Behördenwegen und verwies dabei auf Estland: Dort würden 99 Prozent der Behördenwege digital erledigt. Mit diesem Vergleich forderte er ein Umdenken und fragte rhetorisch: „Glaubt irgendjemand ernsthaft, dieses Land scheitert an einem Formular?“
Pröll schloss seine Ansprache mit einem appellativen Ton: Er verwies auf historische Leistungen des Landes und sagte, „Was wir jetzt brauchen, ist der Mut dafür. Wir haben die Menschen, die Ideen und den Willen. Jetzt brauchen wir den Mut.“ Er endete mit den Worten: „Österreich braucht Sie. Österreich schätzt Sie. Und Österreich wird gemeinsam mit Ihnen besser. Gestalten wir es. Gemeinsam.“
GovGPT: In der Aussendung wird GovGPT als KI-Tool bezeichnet, das „noch im Juli für alle Bundesbediensteten ausgerollt“ werden soll. Die Meldung nennt GovGPT als zentrales digitales Werkzeug, ohne technische Details zu erläutern.
ELAK: Unter ELAK fasst die Aussendung einen elektronischen Aktenprozess zusammen; laut Pröll erhält der ELAK „noch heuer KI-Funktionen, mit denen sich Akten innerhalb von wenigen Sekunden zusammenfassen lassen“. Die Ankündigung beschreibt die Funktionalität der angekündigten KI-Erweiterung in einem konkreten Anwendungsfall.
Verwaltungsakademie: Die Verwaltungsakademie wird in der Mitteilung als Anbieter digitaler Schulungsangebote genannt. Pröll kündigte an, die digitalen Schulungsangebote dieser Institution auszubauen, um die angekündigten Technologien zu begleiten.
Public-AI-Initiative: Als eine der begleitenden Maßnahmen zu den digitalen Werkzeugen nennt die Aussendung die Public-AI-Initiative. Die Mitteilung nennt dieses Projekt als Bestandteil des Maßnahmenpakets, ohne zusätzliche Programmdetails zu liefern.
Dienstrechts-Novellen: Die Aussendung erwähnt künftige Dienstrechts-Novellen als rechtspolitische Instrumente, bei denen jeweils ein Digitalisierungs- und Deregulierungsschwerpunkt gesetzt werden soll. Pröll fasste den angestrebten Ansatz mit dem Motto „Abschaffen, vereinfachen oder automatisieren“ zusammen.
Diese Auflistung basiert auf den konkreten Ankündigungen und Formulierungen in der Aussendung des Bundespressedienstes zum Tag des Öffentlichen Dienstes.
Staatssekretär Alexander Pröll hielt laut Aussendung die Rede, in der er die drei Versprechen an die rund 375.000 öffentlich Bediensteten formulierte. Die Mitteilung dokumentiert zentrale Zitate und die angekündigten Maßnahmen.
Pröll nannte drei Versprechen: Erstens: moderne Werkzeuge (Investitionen in digitale Kompetenzen und Technologie, inklusive GovGPT). Zweitens: Bürokratieabbau mit Schwerpunkten in künftigen Dienstrechts-Novellen. Drittens: die Gewinnung und Bindung der „besten Köpfe“ durch Auswahlverfahren, Führungsverständnis und Wissenstransfer.
Die Aussendung nennt einen konkreten Zeitpunkt: Das KI-Tool GovGPT werde „noch im Juli“ für alle Bundesbediensteten ausgerollt. Weitere technische oder organisatorische Details zum Rollout sind in der Mitteilung nicht aufgeführt.
Nach Angaben der Aussendung erhält der ELAK „noch heuer“ KI-Funktionen, mit denen sich Akten „innerhalb von wenigen Sekunden zusammenfassen lassen“. Die Mitteilung beschreibt diese Funktionalität als Beispiel für die angekündigten digitalen Verbesserungen.
Für die Ausarbeitung wurde laut Aussendung eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die von den externen Expertinnen und Experten Mag. Dr. Iris Rauskala und Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid unterstützt wird. Die Mitteilung nennt diese beiden Personen namentlich als externe Unterstützer.
Pröll sagte wörtlich: „Sie sind der Staat. Nicht die Politiker, nicht die Paragrafen.“ Weiterhin bezeichnete er den öffentlichen Dienst als „keine Kostenstelle, sondern eine Investition in die Handlungsfähigkeit unseres Staates“ und schloss mit der Aufforderung, gemeinsam zu gestalten.
Quelle der hier wiedergegebenen Aussagen: Aussendung des Bundespressedienstes zum Tag des Öffentlichen Dienstes. Bilder von der Rede sind laut Mitteilung kostenfrei über das Fotoservice des Bundeskanzleramts abrufbar: Fotoservice des Bundeskanzleramts.
Kontakt (angaben aus der Aussendung): Pressesprecher des Staatssekretärs Vincenz Kriegs-Au; Telefon: +43 1/53115-0; E-Mail: vincenz.kriegs-au [at] bka.gv.at; Website: https://www.bundeskanzleramt.gv.at.