AIT und Bundeskriminalamt präsentierten mobile, kontaktlose Fingerabdruckerfassung bei der UN Counter Terrorism Week in New York
Österreich stellte die BioCapture-Technologie vor: kontaktlose Fingerabdruckerfassung per Smartphone, entwickelt von AIT, Bundeskriminalamt, BMI, T3K und Universität Salzburg.
Am 2. Juli präsentierte Österreich im Rahmen der UN Counter Terrorism Week 2026 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York eine in Österreich entwickelte Technologie zur mobilen biometrischen Identitätsfeststellung. Die Lösung trägt den Namen BioCapture und wurde laut Aussendung vom AIT Austrian Institute of Technology gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt im Bundesministerium für Inneres (BMI), der Softwarefirma T3K und der Universität Salzburg entwickelt.
Die BioCapture-Technologie, die im nationalen KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramm kofinanziert wurde, ermögliche eine berührungslose Erfassung von Fingerabdrücken innerhalb weniger Sekunden über handelsübliche Smartphones sowie den sicheren Abgleich mit nationalen und künftig europäischen Automated Fingerprint Identification (AFIS)-Systemen, heißt es in der Mitteilung.
Die Aussendung beschreibt die technische Kernfunktion der Anwendung so: Mittels Smartphonekamera können innerhalb von weniger als 30 Sekunden vier Finger beider Hände berührungslos aufgenommen werden. Die erfassten Fingerabdrücke dienen unmittelbar einer biometrischen Identitätsfeststellung; die anschließende AFIS-Abfrage erfolgt automatisiert, verschlüsselt und unter Einhaltung nationaler sowie europäischer Datenschutzvorgaben.
Die Meldung betont, dass die biometrischen Daten verschlüsselt übertragen werden und keine Speicherung der Fingerabdruckdaten am Smartphone erfolgt. Außerdem heißt es, die Technologie unterstütze die Identitätsfeststellung im Rahmen bestehender gesetzlicher Befugnisse; Entscheidungen über weitere Maßnahmen verbleiben bei den zuständigen Organen.
Die Vorstellung der BioCapture-Technologie fand im Rahmen des Side Events „Border Governance that Works: Advancing Security, Human Rights and Responsible Biometrics to Prevent Crime and Terrorism” statt. Organisiert wurde dieses Side Event laut Aussendung vom United Nations Counter Terrorism Centre (UNCCT), der International Organization for Migration (IOM), dem AIT und dem österreichischen Bundesministerium für Inneres (BMI) in Kooperation mit der International Criminal Police Organization (INTERPOL).
Eröffnet wurde die Veranstaltung nach Angaben der Mitteilung vom Ständigen Vertreter Österreichs bei den Vereinten Nationen, S. E. Botschafter Gregor W. Kößler, Mauro Miedico, Direktor des UNCCT, Dr. Barbra Lukunka, Senior Policy and Programme Officer der IOM, sowie Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamts Österreich. Im Anschluss beleuchteten hochrangige Expert:innen der Vereinten Nationen, der IOM, von INTERPOL sowie des BMI und des AIT Herausforderungen und internationale Best Practices für den verantwortungsvollen Einsatz biometrischer Technologien.
Bei der Entwicklung der BioCapture-Lösung sei ein Responsible-by-Design-Ansatz verfolgt worden, so die Aussendung. Datenschutz, Informationssicherheit, einfache Bedienbarkeit und die Einhaltung der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen seien bereits in der Entwicklung systematisch berücksichtigt worden.
Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security am AIT, ordnete die Technologie im Rahmen der Counter-Terrorism Week technologisch ein. In seinem Vortrag „Building and Deploying Ethical Technologies: From Principles to Practice” verwies er laut Meldung darauf, dass moderne biometrische Systeme technologische Exzellenz mit Datenschutz, Transparenz, menschlicher Kontrolle sowie rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen verbinden müssten. Leopold wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Verantwortungsvolle Technologie entsteht nicht erst beim Einsatz, sondern bereits in ihrer Entwicklung."
Die Entwicklung der BioCapture-Technologie erfolgte laut Mitteilung beim AIT Center for Digital Safety & Security in Zusammenarbeit mit dem BMI. Die Lösung wurde demnach im Rahmen des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) finanzierten KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramms entwickelt.
In der Aussendung heißt es weiter, die Technologie werde bereits im österreichischen Polizeialltag eingesetzt und solle künftig im Rahmen der Mobile Police Communication (MPK) Applikation des BMI für alle Polizistinnen und Polizisten österreichweit zur Verfügung stehen. Außerdem wird die enge Zusammenarbeit zwischen BMI und AIT erwähnt: Anfang dieses Jahres sei diese Kooperation durch ein Memorandum of Understanding weiter vertieft worden.
Die Aussendung legt dar, dass das AIT die technologische Entwicklung verantwortet und das Bundeskriminalamt die praktische Einbindung in den Polizeialltag begleitet. Das BMI wird in der Meldung als beteiligte Ministerialverwaltung genannt, die die Integration in nationale Systeme und Anwendungen plant. Weiterhin wird die Rolle der Universität Salzburg und der Softwarefirma T3K bei der Entwicklung hervorgehoben.
Die Mitteilung erwähnt außerdem, dass die Kooperation zwischen AIT und BMI durch ein Memorandum of Understanding vertieft wurde. Dieses Memorandum werde in der Aussendung als Instrument genannt, um Forschungskompetenz und operative Anforderungen der Sicherheitsbehörden enger zu verzahnen und die Überführung verantwortungsvoll entwickelter Technologien in die Anwendung zu beschleunigen.
Laut Aussendung ist vorgesehen, die BioCapture-Technologie im Rahmen der Mobile Police Communication (MPK) des BMI bereitzustellen. In der Mitteilung wird dies als geplanter Bereitstellungsweg genannt, über den die Lösung allen Polizistinnen und Polizisten österreichweit zur Verfügung stehen soll.
Die Meldung betont dabei erneut, dass die Technologie die Identitätsfeststellung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Befugnisse unterstützt und dass Entscheidungen über weitere Maßnahmen bei zuständigen Organen verbleiben. Konkrete Zeitpläne für flächendeckende Verfügbarkeit werden in der Aussendung nicht genannt.
Automated Fingerprint Identification (AFIS): AFIS wird in der Aussendung als Ziel genannt, mit dem die BioCapture-Erfassung abgeglichen werden kann. AFIS-Systeme sind automatisierte Fingerabdruck-Identifikationssysteme, über die in der Meldung der Abgleich nationaler und künftig europäischer Datenbanken beschrieben wird. In der Mitteilung heißt es, die anschließende AFIS-Abfrage erfolge automatisiert und verschlüsselt.
KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramm: KIRAS wird in der Aussendung als nationales Sicherheitsforschungsprogramm benannt, im Rahmen dessen die Entwicklung kofinanziert worden sei. Das Programm wird in der Mitteilung als Finanzierungsrahmen für sicherheitsrelevante Forschung genannt und wird vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) finanziert.
Mobile Police Communication (MPK): Die MPK-Applikation des BMI wird in der Aussendung als geplanter Bereitstellungsweg genannt. Dort soll die BioCapture-Technologie laut Meldung zukünftig für alle Polizistinnen und Polizisten österreichweit zur Verfügung stehen; nähere Angaben zum Rollout werden in der Mitteilung nicht gemacht.
Responsible-by-Design: In der Mitteilung wird dieser Ansatz als integrierter Entwicklungsansatz beschrieben, bei dem Datenschutz, Informationssicherheit, Benutzerfreundlichkeit und die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen bereits in der Entwicklung systematisch berücksichtigt werden. Die Aussendung hebt hervor, dass dieser Ansatz Teil der Entwicklung der BioCapture-Lösung gewesen sei.
Die Aussendung stellt die Präsentation bei der UN Counter Terrorism Week als Beispiel für ein österreichisches Best Practice dar. Die Veranstaltung habe internationale Expert:innen und Organisationen zusammengebracht, um sichere, menschenzentrierte Lösungen in einem sensiblen Einsatzbereich zu diskutieren. Im Fokus standen laut Mitteilung internationale Standards, Datenschutz, Privacy by Design sowie der Aufbau vertrauenswürdiger digitaler Identitätslösungen.
Das Side Event wurde demnach gemeinsam vom UNCCT, der IOM, dem AIT und dem BMI sowie in Kooperation mit INTERPOL organisiert. Die Veranstaltung habe die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit betont, um biometrische Technologien innerhalb klarer rechtsstaatlicher und menschenrechtlicher Rahmenbedingungen einzusetzen, heißt es in der Meldung.
BioCapture ist laut Aussendung eine in Österreich entwickelte Technologie zur mobilen, kontaktlosen Fingerabdruckidentifikation. Entwickelt wurde sie vom AIT gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt, dem BMI, der Softwarefirma T3K und der Universität Salzburg und kofinanziert im Rahmen des nationalen KIRAS-Sicherheitsforschungsprogramms.
Die Meldung nennt als technische Kennzahl, dass innerhalb von weniger als 30 Sekunden vier Finger beider Hände aufgenommen werden können. Diese Erfassung mittels Smartphonekamera soll unmittelbar für eine biometrische Identitätsfeststellung genutzt werden können.
In der Aussendung heißt es ausdrücklich, die biometrischen Daten würden verschlüsselt übertragen und es erfolge keine Speicherung der Fingerabdruckdaten am Smartphone. Die anschließende AFIS-Abfrage erfolge automatisiert und verschlüsselt.
Die Meldung nennt den sicheren Abgleich mit nationalen und künftig europäischen Automated Fingerprint Identification (AFIS)-Systemen. Der Abgleich werde automatisiert und unter Einhaltung nationaler sowie europäischer Datenschutzvorgaben vorgenommen.
Die Präsentation fand im Rahmen eines Side Events der UN Counter Terrorism Week statt. Organisiert wurde das Event laut Mitteilung vom UNCCT, der IOM, dem AIT und dem BMI in Kooperation mit INTERPOL; eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von S. E. Botschafter Gregor W. Kößler, Mauro Miedico (UNCCT), Dr. Barbra Lukunka (IOM) und Andreas Holzer (Bundeskriminalamt).
Die Aussendung betont, dass Datenschutz, Informationssicherheit sowie rechtliche und ethische Anforderungen im Sinne eines Responsible-by-Design-Ansatzes systematisch berücksichtigt wurden. Außerdem wird in der Meldung mehrfach darauf hingewiesen, dass die Technologie die Identitätsfeststellung im Rahmen der geltenden gesetzlichen Befugnisse unterstütze und Entscheidungen über weitere Maßnahmen bei den zuständigen Organen verbleiben.
Weiterführende Links aus der Aussendung:
Kontakt laut Aussendung: AIT Communication, Telefon: (0)50550-4015, E-Mail: presse [at] ait.ac.at, Website: https://www.ait.ac.at.