Ein mutmaßlicher Sabotageakt auf eine für Österreich kritische Ölpipeline in Norditalien sorgt für politischen Wirbel. Die Transalpine Ölpipeline (TAL), eine Lebensader für die österreichische Ener...
Ein mutmaßlicher Sabotageakt auf eine für Österreich kritische Ölpipeline in Norditalien sorgt für politischen Wirbel. Die Transalpine Ölpipeline (TAL), eine Lebensader für die österreichische Energieversorgung, wurde offenbar Ziel eines professionellen Angriffs unweit der Kärntner Grenze. Die FPÖ wirft der Bundesregierung vor, die Öffentlichkeit im Unklaren zu lassen und fordert umfassende Transparenz über die Bedrohungslage.
Italienische Ermittlungsbehörden gehen laut aktuellen Medienberichten von einem gezielten Angriff auf einen Strommast in der Provinz Udine aus. Dieser Strommast versorgt die Pumpstationen der Transalpinen Ölpipeline (TAL) mit Energie. Die TAL wird in der OTS als eine wesentliche Versorgungsader für den Alpenraum und für die OMV bezeichnet.
Der FPÖ-Sicherheitssprecher NAbg. Gernot Darmann zeigte sich empört über die seiner Ansicht nach mangelhafte Kommunikation der Bundesregierung. "Die Österreicher haben ein absolutes Recht auf Information, ob hier eine konkrete Gefahr für unser Land gegeben ist oder war", so Darmann in seiner Stellungnahme. Er forderte umgehende Aufklärung über die Bedrohungslage und betonte die strategische Bedeutung der Pipeline für den Alpenraum und die OMV.
Darmann hinterfragte die Rolle der österreichischen Behörden und forderte, lückenlos zu klären, ob der österreichische Staatsschutz beziehungsweise die Sicherheitsbehörden in die Ermittlungen involviert seien und ob die heimischen Behörden von italienischer Seite nach dem Vorfall umgehend informiert wurden. Er bezeichnete die mangelhafte Informationspolitik als inakzeptabel und forderte, dass Innenminister und Staatssekretär offenlegen, welche Informationen vorliegen.
Darmann kündigte an, die Causa im Rahmen des kommenden ständigen Unterausschusses des Ausschusses für innere Angelegenheiten im Parlament zu thematisieren. Er betonte, dass eine Behandlung allein in einem unter Geheimhaltung liegenden Gremium nicht ausreichend sei und forderte volle Aufklärung im Sinne der nationalen Sicherheit.